Neulich habe ich erstaunt festgestellt, dass Teletransporter bereits erfunden wurden. Ich konnte mich problemlos von einem Ort der Welt zu einem anderen beamen, und das innerhalb von wenigen Sekunden und ohne stundenlang in engen Economy-Sitzen zu kauern.

Ein Traum! Leider wachte ich etwas später wieder auf und merkte schnell, dass ich totalen Bullshit geträumt hatte. Verdammt. Doch noch mehrere Jahrzehnte warten, bis ich mich nicht mehr ins Flugzeug quetschen muss.

Aber solange es noch nicht soweit ist, kann man sich ja schon einmal überlegen, wo solche Teletransporter-Plattformen aufgestellt werden sollten – dachte ich mir zumindest nach diesem wirren Traum und habe dazu mal einige Blogger befragt, die viel unterwegs sind.

Die Orte, die dabei herausgekommen sind, sind wohl alle eher nicht für den Massentransport geeignet. Sie zeigen aber, wo sich der eine oder andere digitale Nomade und Reiseblogger am liebsten herumtreibt.

Während ich die meisten Vorschläge für Teletransporter am ehesten in Großstädten vermutet hätte, ist unter den Positionen fast keine einzige große Stadt dabei. Alle Blogger haben sich vor allem für Natur und Ruhe entschieden. Daher werde ich ein anderes Mal bei einer zweiten Fragerunde gezielt nach den Lieblingsstädten fragen, damit Städte nicht zu kurz kommen.

 

Wohin würden sich digitale Nomaden beamen lassen?

Die Vorschläge der befragten Nomaden sind nix desto trotz alle sehr spannend. Ich habe alle Positionen auf einer Weltkarte zusammengefasst. Du kannst einfach auf die Karte klicken, um sie zu vergrössern.


 

Jeder der unten aufgelisteten Nomaden hat mir zwei Positionen genannt, an denen er einen Teletransporter aufstellen würde. Nach einer Begründung habe ich jedoch immer nur für den Lieblingsort gefragt – sozusagen für die erste Wahl. Die Begründungen will ich Dir natürlich nicht vorenthalten:

Nomade: Patrick von 101places.de
Position: Wellington, Neuseeland
(alternative Position: Cusco, Peru)
Begründung: Neuseeland gehört zu meinen liebsten Reisezielen und Wellington liegt in diesem Reiseziel einfach sehr zentral. Auf konventionelle Art und Weise ist es recht aufwendig und teuer, nach Neuseeland zu gelangen. Mit einem sinnvoll positionierten Teletransporter sollte sich das Problem erledigt haben.

Nomade: Feli von travelicia.de
Position: Valle de la Luna, Chile
(alternative Position: Cape Tribulation, Australien)
Begründung: Ich nehme an, wir können keinen Teletransporter auf den Mond setzen? Dann wenigstens in eine Mondlandschaft auf Erden! Die rötlich schimmernden Felsen im „Tal des Mondes“ bei Sonnenuntergang muss jeder Reisende mal gesehen haben.

Nomade: Maike von Reisetageblog.de
Position: Luxus-Resort Angsana Balaclava, Mauritius
(alternative Position: Nyungwe National Park, Ruanda)
Begründung: Mein Teletransporter kommt auf den Strand des Luxus-Resorts Angsana Balaclava auf Mauritius! Dann kann ich jeden Tag mal kurz an den Traumstrand zum Schwimmen und Fischegucken. Das Korallenriff ist direkt am Strand und reicht so dicht an die Oberfläche, dass man bei starker Ebbe nicht rausschwimmen kann. Dafür sieht man jede Menge Muränen, Falterfische, Anemonen und andere knallbunte Kreaturen direkt am Strand genau vor der Nasenspitze, auch ohne Schnorchel- oder Tauchausrüstung – einfache Chlorschwimmgoggles genügen! Dann vielleicht noch einen Ausflug in den tollen Botanischen Garten Pamplemousse in der Nähe machen.

Nomade: Conni von planetbackpack.de
Position: Gili Islands, Indonesien
(alternative Position: Oaxaca, Mexiko)
Begründung: Dort ist es immer tropisch und super zum Tauchen. Es gibt keinen Verkehr, traumhafte Strände, Freunde, coole Unterkünfte und Restaurants und eine lässige Atmosphäre! Ich habe dort mal 6 Monate gewohnt und als Tauchlehrerin gearbeitet.

Nomade: Patrick von heldenleben.de
Position: eine abgeschiedene Almhütte in den Alpen (Vorschlag Tim: z.B. Andermatt)
(alternative Position: Mulu Caves, Borneo)
Begründung: „Mein“ Teleporter steht neben einer abgelegenen Almhütte in der Alpen. In Berlin geht es oft stressig zu, entweder Menschen hetzen durch die Gegend oder man selbst hetzt und ärgert sich über schlendernde Touristengruppen. In beiden Fällen ist ein bisschen Ruhe genau das richtige, und die findet man auf jeden Fall auf der Alm in den Alpen. So wie ich letztens übers Wochenende.

Nomade: Claudi von claudiumdiewelt.de
Position: Süd-Shetlands, Antarktis
(alternative Position: Osterinsel, Chile)
Begründung: Von Berlin würde ich asap in die Antarktis teleportieren! Irgendwo auf die Süd-Shetlands, mitten rein in eine Pinguin-Kolonie. Das Geschrei wird zwar unerträglichlaut sein und der Gestank ähnlich gemein – aber ich könnte mir so einen Frackträger mal ganz genau durchs Fotoobjektiv anschauen und mit ihm um die Wette lächeln und winken. Danach wird mir der Hintern abgefroren sein, daher würde ich mich gleich im Anschluss auf die Osterinseln beamen lassen. Am besten im Februar, wenn dort das Tapati stattfindet, das höchste Fest der heimischen Kultur. Dort darf man auch als Inselgast in Federröckchen und Blumenkranz herumhüpfen.

Nomade: Ich (Tim von earthcity.de)
Position: Hoi-An, Vietnam
(alternative Position: San Francisco, USA)
Begründung: Die Atmosphäre in Hoi An ist extrem entspannt und angenehm. Zwar ist die Stadt touristisch mittlerweile ein wenig überlaufen, aber trotzdem ist es immer noch eines meiner Lieblingsreiseziele. Die Altstadt ist nachts wie ein Meer aus Lampions und einfach nur extrem schön. Es gibt viele kleine chinesische Tempel und alte, bunte Gebäude. Das Essen ist fantastisch. Man kann alles mit dem Fahrrad erreichen und tagsüber durch die Reisfelder brettern. Es gibt einen Strand in der Nähe und man kann hier einfach extrem gut „rumhängen“ oder am Laptop arbeiten und es sich nebenher gut gehen lassen. Zudem hat man eine gute Flughafen-Anbindung über Da Nang, um schnell mal in andere Städte in Asien zu fliegen. In einer Stunde ist man in Hanoi oder Saigon, in zwei bis drei Stunden in vielen weiteren Städten in Südostasien. Von Da Nang fahren zudem auch Busse nach Laos.

Wohin würdest Du Dich sofort beamen lassen? Erzähl es mir ganz unten in den Kommentaren!

Gili Islands, Indonesien

Valle de la Luna, Chile

Nahe Wellington, Neuseeland

Fotos: Ohan Smit / magical-world / Titelbild: jurvetson 

 

 


Lebe nach deinen eigenen Regeln!

Tim Chimoy
Über den Autor

Tim Chimoy

Tim beschäftigt sich seit 2012 mit den Themen ortsunabhängiges Arbeiten und digitales Unternehmertum. Er verdient sein Geld als Architekt, Buchautor und Berater für Neues Arbeiten und digitale Transformation. Zudem ist er Gründer des Citizen Circle. Auch wenn Tim viel und gern unterwegs ist: Sein Zuhause ist zur Zeit die Stadt Chiang Mai im Norden Thailands.

15 Antworten zu “Wohin würdest Du Dich beamen lassen? Blogger geben 15 heiße Reisetipps”

  1. Hihi, coole Idee! Felis Antwort ist klasse– Auf den Mond würde ich auch gerne mal (oder eben zumindest in die Mondlandschaft)!
    Aber inmitten einer Pinguin-Kolonie würde ich mich auch wohl fühlen, klasse Antwort Claudi!
    Ich würde meine Teletransporter wohl zwischen Melbourne und Reykjavik aufstellen- Melbourne, weil ich mich in die Stadt verliebt habe und man von dort aus gut und günstig nach Neuseeland, Asien & Südostasien kommt und Reykjavik, da es eine super Erfrischung wäre zum hitzigen Klima auf der Südhalbkugel 😉

  2. Exmouth, Western Australia
    Ich habe auf meiner Weltreise keinen schöneren Ort gefunden…
    Korallenriff sobald das Wasser tief genug ist um den Kopf drunter zu stecken, Nationalparks voller Wallabys und unglaubliche Natur mit dem klassischen roten Sand.
    Und? Wann bietest Du die Teleportation dann auf dem Blog an?? 😉
    Grüße,
    Carina

  3. super Idee! Weil ich mich nicht entscheiden kann (ich reise einfach zu gern) mehrere Favoriten. Inklusive Natur und Stadt 🙂

    Natur: Neuseelands Südinsel, die Catlins! Abgelegen und einfach traumhaft: Du sitzt am Stand inmitten einer wilden Natur und plötzlich kommt ein Seelöwe oder ein Pinguin vorbei! Oder: Die Provence, wenn du auf nem Felsen stehst und den wilden Thymian riechst der überall wächst, weisst du warum das Leben gut ist.

    Stadt: Kann mich nicht entscheiden zwischen New York (da war ich nicht lang genug), Melbourne (perfekte mischung zwischen Strand und Kultur) und Lyon (der beste Ort zum Essen und Leben)

  4. Ich würde mich gerne mal nach Indonesien auf die Insel Komodo beamen lassen. Dort soll es einen rosafarbenen Strand geben (Pink Beach) und es soll dort traumhaft zum Schnorcheln sein. Alternativ: Hawaii (egal wo genau, Hauptsache Hawaii).

    Ich denke, ich weiß die Lösung, warum sich die meisten lieber in die Einsamkeit beamen lassen wollen als in große Städte: dort kann man jederzeit problemlos hinfliegen – abgelegene Orte sind meist schwerer zu erreichen oder die Anreise ist sehr lang und umständlich. Hawaii ist z.B. so weit entfernt, dass der Zeitunterschied 12 Stunden ist!

  5. Afrika ist mit nur einer Antwort etwas unterrepräsentiert. Da fällt mir ganz spontan die Transkei in Südafrika ein. Habe dort wunderbare Tage verbracht. Im Hintergrund die Hügellandschaft mit den Xhosa – Hütten, dazwischen schlängelt sich ein kleiner Fluß, an der Mündung einen perfekten Strand. Schaut Euch einfach mal die Fotogalerie des Hostels an: http://www.thekraalbackpackers.co.za/
    Was man hier macht: Relaxen, Baden und Bier mit Backpackern aus aller Herren Länder trinken

    Viele Grüsse von Andre

  6. Ich finde eseigentlich wenig überraschend, dass die meisten das Gerät nicht in Städten platzieren würden, sondern auf dem Land. Überleg dir doch mal, wie gross so ein Gerät ist und wie viel es kostet, die Extrazimmer in einer Stadtwohnung zu mieten.

    Spass beiseite: Wenn du so ein Gerät hast, spielt es doch ohnehin keine so grosse Rolle, wo du es hinstellst. Ich könnte mich ja am Morgen problemlos an meinen Schreibtisch beamen lassen, über den Mittag kurz in Tokyo Sushi essen gehen und am Abend statt im Hallenbad auf den Seychellen baden gehen. Und ja: Falls ich nachts mal hungrig aufwache und es in der Schweiz mal wieder keine 24-Stundenläden gibt, schau ich einfach kurz auf meine Weltzeituhr und gehe dann halt in New York in den Seven Eleven.

  7. Dann werfe ich jetzt hier mal noch Südamerika in den Topf. Ich träume schon seit vielen Jahren von Costa Rica, bin allerdings gespannt ob Dschungel und Tiereldorado dann wirklich so vielfältig und paradiesisch ist wie versprochen. Als Alternative würde ich auch immer wieder nach Südostasien fahren, besonders an die Strände von Südthailand.

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