Wer eine Reise auf den asiatischen Kontinent plant, der denkt meist zuerst an die bekannten Backpacker-Destinationen in Südost-Asien (Thailand, Vietnam, Laos) oder an Länder wie Indien, Japan oder China. Es gibt aber noch diverse andere Länder, die nicht ganz oben auf der Liste der meisten Reisenden stehen, aber trotzdem eine Reise wert sind. Anbei ein paar schnelle Facts zu drei ganz unterschiedlichen Ländern, die ich durch eigene Erfahrungen oder aber Berichte von anderen Reisenden zusammengetragen habe. Vielleicht ist ja eines der folgenden drei Länder eine Überlegung Wert für Eure nächste Reise?

Nepal

Hard Facts: Nepal hat in etwa 26 Millionen Einwohner (und eine Dichte von ca. 180 Einwohnern pro Quadratkilometer). Diese Zahl zeigt bereits, dass das Land eher dünn besiedelt ist und einen dort viel freie Natur erwartet. Nepal grenzt an Tibet (China) im Norden und Indien im Süden. Ein grosser Teil des Landes wird eingenommen vom Himalaya-Gebirge. Das erklärt, warum Nepal eines der am höchsten gelegenen Länder der Erde ist. 40% des Landes liegt über 3000 Meter. Der höchste Berg der Welt (der Mount Everest) liegt ebenfalls in Nepal. Reinhold Messner und Konsorten waren also schon öfters mal dort.

Tourismus: Das Land ist vor allem bekannt für seinen Trekking-Tourismus. Viele Menschen reisen nach Nepal, um zu wandern. So kann man zum Beispiel in der Hauptstadt Kathmandu einen Führer anheuern und auf Trekkingtouren bzw. Wanderungen von mehreren Tagen oder Wochen das Land entdecken. Aber auch viele Yoga- Fans reisen nach Nepal, denn das Land bietet zahlreiche Yoga- und Meditationsschulen für Touristen.

Unterkünfte: Wer auf den heimischen Standard verzichtet, kann in Nepal extrem günstig reisen. Für 5 bis 10 Euro gibt es einfache Unterkünfte. Es gibt aber auch bessere Unterkünfte, falls Plumpsklos nicht gewünscht sind.

Visum: Ein Visum ist erforderlich. Dieses bekommt man jedoch auch „On Arrival“ ohne sich vorher von zuhause darum zu bewerben.

Highlights: Zu den Highlights zählt wohl vor allem die Natur, Wanderungen im Himalaya und einige Nationalparks. Neben der Natur gibt es diverse Bau- bzw. Kulturdenkmäler im Kathmandutal zu besichtigen. Ganz klar eine Destination, die vor allem für Naturfreunde interessant ist, oder für all jene, die sich näher für die Kultur des Landes interessieren. Faulenzer oder Städtefans sind hier fehl am Platze.

Mehr Infos: Trekking in Nepal

Philippinen

Hard Facts: Die Philippinen haben 92 Millionen Einwohner (und eine Dichte von ca.308 Einwohnern pro Quadratkilometer). Das Land besteht aus einer Vielzahl grösserer und kleinerer Inseln im südchinesischen Meer und ist daher ein sogenannter „Inselstaat“. Das Land hat eine lange Kolonialzeit hinter sich und ist daher stark von diversen Kolonialmächten geprägt worden (Spanier, Amerikaner). Das sieht man vor allem in der Architektur (alte Kirchen) des Landes. Auch die Sprache (Tagalog) enthält viele spanische Vokabeln). Auf den Philippinen herrscht tropisches Klima.

Tourismus: Das Land ist vor allem bekannt für seine schönen Sandstrände. Im Landesinneren gibt es aber auch diverse sehenswerte Naturparks (z.B. die „Chocolate Hills“ auf der Insel Bohol). Auch Taucher werden die Philippinen lieben. Die grossen Städte, vor allem Manila, sind touristisch weniger interessant und mit Vorsicht zu geniessen. Vom Standard her ist das Land touristisch noch deutlich hinter anderen Ländern der Region. In den touristischen Hochburgen des Landes (z.B. au der Insel Boracay) sieht dies jedoch anders aus). Für abenteuerlustige Reisende ein gutes Ziel! Man sollte jedoch lieber mehr Zeit am Strand und weniger Zeit in den Städten einplanen. Achtung: Im Süden des Landes gibt es einige muslimisch geprägte Regionen, die man besser meidet. Die Touristenziele sind aber sowieso nicht in diesen Regionen gelegen. Ich habe mich auf dem Land pudelwohl gefühlt, in Manila jedoch weniger.

Unterkünfte: Die besseren Unterkünfte sind recht teuer auf den Philippinen. Für 30 Euro pro Nacht gibt es aber bereits einen vernünftigen Standard in Gästehäusern. Auf dem Land kann man ruhig einfacher wohnen. In Manila empfiehlt es sich, etwas mehr zu investieren. Mein Tipp: Für Manila ein Hotel im Stadtteil Makati buchen. Alle Wertgegenstände im Hotel lassen. Sobald man ländlicher unterwegs ist, kann man das etwas lockerer handhaben.

Visum: Ein Visum ist für EU’ler nicht erforderlich. Der Reisepass muss noch 6 Monate gültig sein.

Highlights: Zu den Highlights zählen ganz klar die Strände. Hier findet man in einigen Ecken noch die Traumstrände, so wie man sie von der Fototapete kennt. Am besten besucht man 2-3 Inseln: Boracay, Bohol, Bantayan. Auf diese Weise hat man alles abgedeckt: Eine touristisch sehr erschlossene Insel (Boracay), eine etwas rustikalere Insel ohne Touristenmassen (Bantayan) und eine Insel, auf der es auch einige Naturhighlights im Landesinneren zu entdecken gibt (Bohol).

Mehr Infos: Tourismus Philippinen

Taiwan

Hard Facts: Die „Republik China“ (so der offizielle Name Taiwans) hat 23 Millionen Einwohner (und eine Dichte von ca. 640 Einwohnern pro Quadratkilometer). Taiwan ist somit sehr dicht besiedelt. Taiwan ist eine Insel im ostchinesischen Meer und ist seit des chinesischen Bürgerkrieges und dem Sieg der Kommunisten in China das letzte „Überbleibsel“ der 1912 gegründeten, demokratischen chinesischen Republik. Die Volksrepublik sieht Taiwan als abtrünnige Republik. Taiwan versteht sich jedoch als Unabhängig. Mittlerweile gibt es auch Direktflüge von Europa nach Taiwan. Die Hauptstadt ist Taipeh.

Tourismus: Taiwan ist nicht direkt ein klassisches Touristenziel, aber trotzdem ein absoluter Geheimtipp. Wer die VR China bereits kennt, der lernt hier ein ganz anderes China kennen. Die alte Kultur ist hier greifbarer und wurde nicht vom Kommunismus verschlungen. Das Land hat landschaftlich und kulturell etwas zu bieten und bietet auch etwas für Städte-Entdecker (im Gegensatz zu den vorherigen Zielen). Taiwan ist daher ein gutes Ziel, wenn man von allem ein bisschen haben will. (Strandliebhaber sind hier natürlich nicht ganz so gut aufgehoben.)

Unterkünfte: In Taiwan muss man schon ein bisschen mehr bezahlen, das Land ist keine Schnäppchen-Destination, in der man als Rucksackreisender billig übernachten kann. Es gibt jedoch auch hier relativ günstige Gästehäuser oder auch schicke, teure Hotels mit hohem Standard. Hier bekommt im Grunde jeder, was er sucht.

Visum: Ein Visum ist für EU’ler auch hier nicht erforderlich. Der Reisepass muss noch 6 Monate gültig sein.

Highlights: Zu den Highlights zählt natürlich Taipeh City mit dem zweithöchsten Gebäude, dem 101 Tower. Ausserdem sollte man unbedingt einen der Nachtmärkte besuchen. (Shilin Night Market). Ausserdem gehört zu en Highlghts der Sonne-Mond See, die heissen Quellen von Jhiben, die Taroko-Schlucht, sowie die grösste Stadt im Süden: Tainan.

Mehr Infos: Taiwan Tourismus

Titelbild: Dietmar Temps. Taiwan-Bild: Ben Beiske

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen gesponserten Artikel.

 

Lebe nach deinen eigenen Regeln!

Tim Chimoy
Über den Autor

Tim Chimoy

Tim beschäftigt sich seit 2012 mit den Themen ortsunabhängiges Arbeiten und digitales Unternehmertum. Er verdient sein Geld als Architekt, Buchautor und Berater für Neues Arbeiten und digitale Transformation. Zudem ist er Gründer des Citizen Circle. Auch wenn Tim viel und gern unterwegs ist: Sein Zuhause ist zur Zeit die Stadt Chiang Mai im Norden Thailands.

7 Antworten zu “3 Alternativen für die nächste Asien-Reise”

  1. 5-10 EUR pro Übernachtung? Wo kann man denn in Nepal so viel Geld ausgeben?
    Was ist mit den 2 EUR Dorms in Pokhara, 1 EUR Dorms in Kathmandu (ohne Plumsklo) und kostenlosen Übernachtungen auf den Treks (Man muss ein Abendessen bestellen)

    • Ich geb‘ Dir recht, die Philippinen sind unterbewertet. Wer aber gern in Großstädten umherzieht, der ist auf den Philis vielleicht doch nicht ganz so gut aufgehoben. Bin gespannt auf den Artikel!

  2. Ich war noch in keinem der drei vorgestellten Länder (zumindest aus westlicher Sicht, wenn man Taiwan nicht zu China zählt 😉 ). Für mich wäre Nepal in der Liste ein Favorit. Mich würde interessieren welches der drei Länder Dir auf Reisen am besten gefallen hat?

Hinterlasse eine Antwort