Wer das Glück hat, am Tage des Todes noch bei klarem Verstand zu sein und mitbekommt, dass das Ende nahe ist, der wird sich vermutlich einen letzten Rückblick auf das eigene Leben nicht nehmen lassen. 

Wer dann auch noch das Glück hat, in dieser Situation nicht ganz allein zu sein, der wird dabei sicher auch schon einmal das eine oder andere Bedauern ausgedrückt haben.

Ich muss gestehen, dass ich bisher noch bei keinem Unternehmer am Sterbebett gesessen habe. Trotzdem bin ich mir recht sicher, dass man die folgenden Sätze in dieser Situation eher selten zu hören bekommt:

„Ich wünschte, ich hätte statt meinen eignen Träumen lieber die Träume eines anderen Menschen verwirklicht.“

Der Drang nach Selbstverwirklichung steckt in uns allen. Menschen, die diesem Drang nachgehen konnten, werden dies sicherlich am Ende auch nicht bereuen.

„Ich wünschte, ich hätte am Monatsende immer bereits all mein Geld wieder ausgegeben.“

Die meisten Angestellten können nur wenig bis gar nichts zur Seite legen. Ihre Anschaffungen finanzieren sie auf Pump. Das wenige Geld, dass am Monatsende noch übrig ist, geht daher an die Bank. Für Träume bleibt da nichts übrig.

„Ich wünschte, ich hätte mehr Konsumschulden gemacht und mir ein Auto und ein Haus im Grünen auf Pump gekauft.“

Selbes Spiel. Konsumschulden sind die moderne Form der Sklaverei. Sie sorgen dafür, dass viele Menschen niemals ihr Geld vermehren können. Die Schulden des Einen, sind auch immer der Reichtum eines anderen. Wo nichts übrig bleibt, kann auch nichts investiert werden.

„Ich wünschte, ich wäre nicht so mutig gewesen und hätte mich mein Leben lang von Ängsten leiten lassen.“

Menschen fürchten sich vor Unsicherheiten. Lieber leben sie ein unbefriedigendes, aber einigermaßen vorhersehbares Leben, als ein unsicheres Leben, welches aber auch zugleich viel mehr Potential nach oben bietet. Unternehmer gehen Risiken ein, aber haben auch mehr zu gewinnen.

„Ich wünschte, ich wäre immer in der Deckung geblieben und hätte von dort aus das Leben an mir vorbei ziehen sehen.“

Wer keine Risiken eingeht, der bleibt immer schön in der sicheren Deckung. Hier ist es schön warm und sicher. Gleichzeitig ist man aus der Deckung heraus aber gezwungen, immer nur bei allem zuzusehen, was da draußen so Spannendes passiert. Wer in der Welt da draußen gehört werden möchte und Dinge bewegen möchte, der muss nach Vorne treten und sich sichtbar machen.

„Ich wünschte, ich hätte meinem Leben keinen Sinn gegeben. Dann wäre mein Abgang nicht so traurig.“

Den einen „Sinn des Lebens“ gibt es nicht. Zumindest nicht den Gleichen für alle. Jeder Mensch muss seinem Leben selbst einen Sinn geben. Wem das gelingt und wer eine klare Mission hat, der wird am Ende auch zufriedener sein. So einfach ist das.

„Ich wünschte, ich hätte niemals Fehler gemacht. Dann hätte ich von ihnen auch nichts lernen müssen.“

Hier spiel auch wieder die Angst eine große Rolle. Bloss keine Fehler machen, was denken denn sonst meine Mitmenschen? Wenn ich scheitere, dann denken alle, dass ich ein Loser bin. Loser sind aber diejenigen, die über andere Menschen urteilen. Es ist immer leichter, mit dem Finger auf andere zu zeigen, als selbst Mut zu beweisen und Risiken einzugehen.

Und sonst?

Es gibt natürlich auch Dinge, die viele Unternehmer zu recht bedauern werden. Zum Beispiel zu viel gearbeitet zu haben und zu wenig Zeit für Freunde und Familie gehabt zu haben. Hier unterscheiden sich die Lifestyle-Unternehmer von der Riege der klassischen Unternehmer. Aber mehr dazu in einem anderen Artikel.

Fallen dir noch weitere Dinge ein, die Unternehmer am Sterbebett eher selten sagen?

Lebe nach deinen eigenen Regeln!

Tim Chimoy
Über den Autor

Tim Chimoy

Tim beschäftigt sich seit 2012 mit den Themen ortsunabhängiges Arbeiten und digitales Unternehmertum. Er verdient sein Geld als Architekt, Buchautor und Berater für Neues Arbeiten und digitale Transformation. Zudem ist er Gründer des Citizen Circle. Auch wenn Tim viel und gern unterwegs ist: Sein Zuhause ist zur Zeit die Stadt Chiang Mai im Norden Thailands.

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