Heute habe ich ein besonders spannendes Interview mit einem SEO-Experten, Weltenbummler und Webworker für Euch: Nils Römeling. Er ist mit seiner Frau für 2 Jahre um die Welt gereist und hat seine Arbeit einfach mitgenommen. Ausserdem hat er ein paar gute SEO-Tipps parat.

Nils gibt SEO-Tipps für Blogger und erzählt von seinen Reisen und seinem E-Book.

Das Interview ist für mich persönlich vor allem deswegen so spannend, weil Nils als SEO-Experte einige gute Tipps für Blogger verrät. Einige davon waren mir auch vollkommen neu.

Zudem zeigt Nils, dass man zwar ortsunabhängig arbeiten kann, dies aber auch nicht unbedingt permanent tun muss. Ein gutes Modell, um intensiv die Welt zu entdecken, aber trotzdem seinen Heimatbezug zu behalten.

Er ist quasi Gelegenheits-Nomade, war 2 Jahre unterwegs, ist nun aber erst einmal wieder fest zuhause verankert. Das finde ich eine gute und spannende Variante des ortsunabhängigen Arbeitens.

Wie du so eine Weltreise auch umsetzen kannst, erzählt Dir Nils in seinem Premium-Ebook. Hier aber nun zunächst das Interview:

Nils, bitte stell Dich kurz vor. Wer bist Du und womit verdienst du deine Brötchen?

Hi Tim, ich heiße Nils Römeling, bin seit 2007 selbstständig (mit meinen eigenen Webseiten) und verdiene damit auch mein Geld. Davor habe ich einige Jahre in München bei großen Internetunternehmen gearbeitet und dort einiges lernen können. Vor allem ging es dort um die Suchmaschinenoptimierung und darum, wie man aus Besuchern Profit schlagen kann.

Du hast von 2009 bis 2011 eine Weltreise gemacht und deine Arbeit einfach mitgenommen. Wie gut hat das geklappt?

Ja, das hat bis auf einige Ausnahmen sehr gut geklappt. Einerseits war ich sehr gut organisiert, motiviert und selbstdiszipliniert. Das kommt einfach daher, dass meine Arbeit mir so viel Spaß macht – ansonsten hätte das auch nicht so gut funktioniert. Andererseits gibt es mittlerweile überall dort Internetzugang, wo auch Touristen sind.

Wie war denn die Route und wo war es am Schönsten?

Wir haben 33 Länder auf allen Kontinenten bereist. Über San Francisco ging es für einige Wochen nach Hawaii und dann weiter nach Mexiko, Richtung Süden.

Highlights in Südamerika waren dann vor allem Argentinien mit Patagonien, die Ebenen Bolivien sowie die Galapagos Inseln.

Danach ging es nach Afrika, wo wir in Tansania und die Serengeti mit den vielen wilden Tieren bereisten, den Kilimandscharo und die Insel Sansibar. Die folgende Zeit im eigenen Auto hat mir besonders gut gefallen: Südafrika, Namibia und Botswana. Drei Monate Freiheit und dort bleiben, wo es einem gefällt.

Über Dubai ging es dann zunächst drei Monate nach Neuseeland, anschließend in die Südsee und nach Australien. Dort machten wir unseren Tauchschein am Great Barrier Reef und waren dann gewappnet für sechs Monate in Asien mit vielen tollen Tauchspots.

China, Tibet und Südostasien standen dann natürlich auch noch auf dem Programm.

Im Nachhinein zu sagen wo es am schönsten war, ist wirklich schwer. Die drei Monate im Auto in Afrika und nochmals in Neuseeland haben mir schon besonders Spaß gemacht.

Tibet und den Mount Everest zu sehen war auch ganz tolle Augenblicke. Und trotzdem habe ich das Gefühl, lange noch nicht alles gesehen zu haben.

Was hat dich wieder nach Hause verschlagen? Planst du, noch einmal loszuziehen? Wie ist das mit der Ortsunabhängigkeit zur Zeit bei Dir?

Naja, geplant waren von vornherein „nur“ die zwei Jahre. Deshalb war die Rückkehr schon mehr oder weniger geplant, auch wenn dies fast wie ein Neuanfang ist. Wir hatten vor unserer Reise unsere Wohnung aufgegeben, Auto verkauft und meine Frau hatte Ihren Job gekündigt.

Mit der Ortsunabhängigkeit ist es erst einmal zu Ende, da ich nebenbei noch ein Offline-Business gegründet habe und wir uns eine Wohnung in Augsburg gekauft haben. Mindestens dreimal im Jahr sind wir schon noch unterwegs, wenn auch nun zunehmend mit unserem VW-Bus.

Und ja, ich könnte mir es schon wieder vorstellen, für längere Zeit unterwegs zu sein, aber erst in ein paar Jahren.

Wie bist du in dieses Business hineingekommen? Interesse? Zufall? Erzähl ein bisschen über Deinen Weg.

Das war eher Zufall. Über meinen Vater bin ich zum Ballon fahren gekommen und habe mit 18 meinen Pilotenschein erworben. Danach haben wir zusammen eine Firma gegründet und 1998 habe ich somit meine ersten Domains zu dem Thema registriert – damals war noch viele Domainnamen frei und ich fing an, für alte Suchmaschinen wie Yahoo, Fireball oder Altavista zu optimieren.

Während meines BWL-Studiums habe ich mich dann immer mehr in Suchmaschinenoptimierung rein gefuxt konnte erste Erfahrungen sammeln. Somit stand mein Berufswunsch schon während des Studiums fest. Zunächst habe ich dann in München bei einigen großen Firmen wie zum Beispiel AutoScout24 als Suchmaschinenoptimier gearbeitet.

Dein wichtigstes Ziel in nur 3 Worten:

Lebe dein Leben!

Nun eine Frage, die mich selbst brennend interessiert, da SEO nicht gerade mein Fachgebiet ist: Was sind deiner Meinung nach die drei wichtigsten SEO-Maßnahmen für Blogger, die sonst von SEO wenig verstehen, aber nicht in der Masse untergehen wollen?

Ich denke, dass vor allem Blogger gar nicht so sehr auf Google schauen sollten. Es reicht schon oftmals, sich in der Community bzw. in der jeweiligen Branche einen Namen zu machen. In anderen Blogs kommentieren, Gastbeiträge schreiben oder Interviews geben und sich somit eine Bekanntheit aufbauen.

Denn dann kommen die so wichtigen Links für Google normalerweise von ganz alleine. Auch sollte man sich in Facebook oder Google+ eine eigene Community aufbauen und sich somit gar nicht von den SEO-Regeln abhängig machen.

Aber unter uns: Links sind schon noch wichtig, wenn man gut ranken möchte. Nur muss man es eben clever anstellen, an die richtigen Links zu kommen.

Eine weitere Maßnahme besteht auch darin, möglichst den besten Content zum jeweiligen Thema zu schreiben, möglichst authentisch zu sein und mit Bildern und Videos anreichern. Google soll schon sehen, dass es dem User auf deiner Seite gefällt und er eine möglichst lange Zeit verbringt.

Ich habe zum Beispiel nach meinem Indien Urlaub 2006 die Seite http://www.rajastan.de erstellt – ich habe unsere komplette Tour gezeigt, alle Locations beschrieben, viele Fotos gezeigt und mir Mühe gegeben, einen richtig guten Content zu erstellen. Und siehe da: Die Seite rankt richtig gut und bekommt ganz alleine Links. So soll es sein. Man muß sich eben Mühe geben – 0815 Artikel mit 300 Wörtern sind leider nicht mehr erstrebenswert.

Mein dritter Tipp lautet: Anmeldung bei der Google Webmaster Zentrale. Hier validiert man seine Seite bei Google und bekommt allerhand Daten zurück. Hier findet man das Handwerkszeug: Wie sieht Google meine Seite, wie oft kommt sie vorbei und mittlerweile bekommt man auch gute Keywords, über die die User auf die eigene Seite kommen.

Was sind deiner Meinung nach die 3 größten SEO-Fehler, die jeder Blogger tunlichst vermeiden sollte?

Google hat in den letzten Monaten viel unternommen, damit man nicht gegen deren Webmasterrichtlinien verstößt. So zum Beispiel sollte man keine themenfremden Artikel mit Links veröffentlichen. Also zum Beispiel einen reinen Finanztext auf einem Reiseblog.

Auch sollte man sich nicht kaufen lassen ohne zu schreiben, dass es sich um einen gesponserten Artikel handelt. Das mag Google nicht mehr.

Auch sollte man heute nicht mehr „hart“ verlinken wie z.B. mit „Reiseblog“. Wenn man schon Links kauft oder tauscht, dann eben vor allem natürlich wie mit „www.mein-reiseblog.de“ etc.

Der 3.Punkt hat mit dem obigen 3.Punkt zu tun: Wenn man die Technik seiner Seite nicht im Griff hat, mag Google einen eben nicht. Durch die Google Webmaster Zentrale erkennt man viele Fehler, z.B. ob bestimmte Seiten ausgesperrt sind und nicht gelesen werden können vom Google Spider.

Du hast nach deiner Weltreise ein E-Book geschrieben mit dem Titel „Ein Webworker auf Weltreise„ in welchem du erklärst, wie man um die Welt reisen kann und von unterwegs dabei online sein Geld verdienen kann. Ich habe bisher 30 Seiten gelesen und bin sehr angetan. Wie kam es zu dem E-Book?

Danke für die Lorbeeren! Natürlich fragten mich viele Leute aus der SEO-Branche nach meiner Reise, so dass ich auch schon einige Vorträge gehalten habe – einmal vor mehr als 600 Leuten. Dabei kommen immer dieselben Fragen zum Vorschein, so dass ich dachte, mal alles aufs Papier zu bringen. Rausgekommen sind über 500 Seiten und ein halbes Jahr Arbeit.

Das E-Book kann man für 19,90 Euro kaufen. Die Tipps darin sind aber sicher deutlich mehr wert – warum so günstig?

Naja, viele sagen es wäre zu teuer 😉 Aber nichts ist umsonst, so auch das Buch. Im Buch steckt viel Arbeit und auch viel Erfahrungen und viele Erinnerungen. Gerne gebe ich mein Wissen weiter, aber wenn du das einer breiten Masse zugänglich machen willst, geht es eben nicht billiger, aber auch nicht teurer, denn dann kauft es niemand.

Und ich habe einiges an Geld in die Hand genommen fürs Lektorat und das Design bzw. die Aufbereitung. Diese Investition möchte ich zumindest wieder zurückbekommen.

Wer nun übrigens nachdenkt das Buch zu kaufen, der kann sich vorab eine kostenlose Leseprobe downloaden, die natürlich das komplette Inhaltsverzeichnis enthält als auch einige Probe-Kapitel.

Würdest du sagen, dass man nach der Lektüre deines E-Books bereit ist, seinen Lebensunterhalt unterwegs problemlos zu bestreiten?

Nein, problemlos keinesfalls und ich möchte auch nicht in die Ecke des unseriösen „Geld-verdienen-im-Internet“ geschoben werden. So einfach ist es eben nicht. Man muss schon einen Plan haben, Durchhaltevermögen und vor allem mit Herzblut agieren.

Gute Vorbereitung und ein glückliches Händchen gehören eben auch dazu. Aber ich gebe viele Tipps, wie man es besser macht als ich, um einfach einige Fehler zu vermeiden.

Man kann das Handwerkszeug in meinem Ebook nachlesen. was man daraus macht, ist jedem selbst überlassen. Ich denke aber, dass man sich ein Leben unterwegs mit gleichzeitiger Arbeit nun besser vorstellen kann.

Ich gehe da z.B. darauf ein, dass es noch andere Online-Jobs gibt, die man auch von unterwegs bewerkstelligen kann. Besonders beliebt sind Texter, Programmierer oder Designer. Egal, wo du bist, du hast Internet und kannst dann online arbeiten.

Was möchtest Du den Lesern sonst noch mit auf den Weg geben? Deine 2 Cent sozusagen.

Niemals aufgeben und vor allem nicht zu früh aufgeben. Gerade mit einer neuen Webseite ist es anfangs schwer Erfolge bzw. Besucher zu erhalten. Ein langer Atem ist schon wichtig.

Und ansonsten: Wer die Möglichkeit hat eine längere Reise zu unternehmen: Greif zu und traue dich, es werden Erfahrungen sein, die kann einem Keiner mehr nehmen. 

Vielen Dank für das spannende Interview, Nils. 

Du interessierst dich für „Ein Webworker auf Weltreise“, das E-Book von Nils? Du kannst es über diesen Link beziehen.

Bei obigem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link. Das bedeutet: Wenn du das Buch über diesen Link kaufst, dann bekomme ich eine kleine Provision vom Verkaufspreis. Für dich kostet das E-Book jedoch keinen einzigen Cent mehr. Ich würde mich aber sehr freuen, wenn du den Link nutzt und Earthcity somit unterstützt, falls du das Ebook kaufen möchtest.

Das Geld investiere ich direkt in diesen Blog, um dir weiterhin spannende Artikel liefern zu können.

Vielen Dank für dein Vertrauen! 🙂

Lebe nach deinen eigenen Regeln!

Tim Chimoy
Über den Autor

Tim Chimoy

Tim beschäftigt sich seit 2012 mit den Themen ortsunabhängiges Arbeiten und digitales Unternehmertum. Er verdient sein Geld als Architekt, Buchautor und Berater für Neues Arbeiten und digitale Transformation. Zudem ist er Gründer des Citizen Circle. Auch wenn Tim viel und gern unterwegs ist: Sein Zuhause ist zur Zeit die Stadt Chiang Mai im Norden Thailands.

2 Antworten zu “Arbeiten von unterwegs und SEO-Tipps für Blogger – Interview mit Nils”

  1. Nettes Interview. Ist schon cool, wenn man es schaftt alles hinter sich zu lassen und als Gnomads durch die Welt zu ziehen. Das ortsunabhängige Arbeiten macht es natürlich auch einfacher. Hab letztens erst auf dem Bayerischen Rundfunk eine Sendung dazu gesehen. Manche steigen ja auch nur – wie Nils erzählt – ein paar Monate im Jahr aus. Das könnte ich mir eher vorstellen, aber mit Familie ist es aus meiner Sicht heraus kaum mehr umsetzbar.

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