Unsere Träume, Wünsche und Ziele sind nicht statisch. Kindheits- und Jugendträume werden oft durch materialistische Werte und Vorstellungen eines „erwachsenen“ Lebens ersetzt. Auslöser dafür sind unter anderem die gesellschaftliche Struktur, Medien und Werbung. Kurz, das Umfeld, das uns umgibt.

Lange habe ich so vor mich hin gelebt, gelernt und gearbeitet. Tief in meinem Inneren gab es aber immer noch eine Stimme, die mich gefragt hat: Ist es das? Soll sich mein Leben wirklich in diese Richtung weiterentwickeln? Werde ich glücklicher, wenn ich XY erreicht habe?

Diese Stimme war für alle Brüche in meinem Leben zuständig. Und bisher hat jede dieser schlagenden Veränderungen in meinem Leben alles verbessert. Zuerst musste ich allerdings jedes Mal eine große Angst überwinden. Eine Angst, die mit den quälenden Gedanken einhergeht, ob auch diesmal alles gut ausgehen wird.

Selbstvertrauen und Selbstzufriedenheit

Als ich meine heutige Frau Natalia kennengelernt habe, ist etwas passiert, womit ich nicht gerechnet habe. Sie ist die gefühlt erste Person in meinem Leben, die wirklich toll findet, was ich mache. Aufrichtig und ehrlich.

Mit ihr konnte ich mich an die Werte aus meiner Kindheit und Jugend wieder erinnern. Durch ihre Offenheit habe ich gemerkt, dass ich mich langsam, aber sicher zu einem arroganten und hochnäsigen Menschen entwickelte.

Und um das zu erreichen, was ich damals hatte, habe ich mir vieles verboten. Ich habe sehr früh begonnen mein eigenes Leben aus „Vernunft und Verantwortungsbewusstsein“ zu zensieren. Kinderträume wurden an den Nagel gehängt und durch andere „männlichere“ Träume ersetzt.

In diesem Artikel zeige ich dir meine Erfahrungen und Methoden, wie ich von einem klar strukturierten Leben zurück zu meinen wirklichen Zielen gefunden habe. Diese Methoden kannst auch du dafür nutzen, zu deinen wahren Zielen wieder zurückzufinden. Unabhängig von dem, wer du bist, was du gerade machst oder wie alt du bist. Wenn ich es kann, kannst du es auch! Wir haben nur dieses eine Leben und dieses ist eindeutig zu schade, um es verkommen zu lassen.

Träume vs. Ziele

Ich habe durch Natalia das Gefühl bekommen, dass es vollkommen in Ordnung ist, meine Jugendträume wieder zu meinen Zielen zu machen. Einer dieser Träume ist z.B. Segeln. Und endlich wurde aus der Utopie, mit dem Schiff um die Welt zu segeln, ein wahres Ziel! Dass es einfach wäre, das zu machen, wusste ich schon immer. Ich habe es mir aber aus den verschiedensten Gründen „aus dem Kopf geschlagen“.

Der Weg zurück zu meinen Träumen

Natalia und ich haben beide in unterschiedlichen Büros als Architekten gearbeitet. Bis ich eines Tages, ein paar Monate nach dem Tod meines Vaters, einen Hörsturz hatte. Von einer Sekunde auf die nächste wurde alles um mich herum einfach dumpf. Wirklich alles.

Nichts mehr zu hören hat mich damals extrem getroffen. Als mir die Psychologin im Spital sagte, ich solle mich ausruhen und den Laptop im Krankenhaus nicht zum Arbeiten benutzen, wurde ich zum ersten Mal in meinem Leben richtig aus meinem Trott gerissen. Darauf folgten mehrere Wochen Krankenstand und ich hatte zum ersten Mal endlich Zeit das zu tun, was ich will. Vom Arzt verschrieben.

Und eines Tages habe ich mir die entscheidende Frage gestellt: Lebe ich das geile Leben der Youtuber, denen ich folge? Oder ist Videos schauen nur eine Ersatzbefriedigung? Verbrauche ich damit nur meine Zeit? Sollte ich statt anderen dabei zuzusehen, lieber anfangen meine eigenen Träume zum Leben zu erwecken? Ist das für mich irgendwie möglich? Wie muss ich mein Leben verändern, damit ich das machen kann, was ich mir eigentlich wünsche?

Durch den gewonnenen Rückhalt von Natalia und ihre grandiose Begeisterung gemeinsam unser Traumleben zu erschaffen, haben wir beide unsere ersten Zielelisten geschrieben, Werte diskutiert und uns damit beschäftigt, was uns wahre Freude bereitet.

Deine erste Ziele-Liste

Schreibe dir alle deine Gedanken, Wünsche, Vorstellungen auf. Für mich war das der erste wichtige Schritt. Der erste Schritt zur eigenen Erfüllung.

Und eine solche Liste ist auch nichts starres. So wie wir uns verändern, ändern sich auch unsere Wünsche und Ziele mit der Zeit. Meine Ziele-Liste hat sich, seitdem ich sie führe, stark verändert. Es kommen immer wieder Ziele dazu und manchmal kommt auch etwas weg. Am Anfang stand z.B. eine Uhrensammlung an wertvollen Uhren drauf. Und mittlerweile? Nein danke. Die Uhr, die ich habe, reicht völlig und ist sicherlich genug für mein Handgelenk…

Es gibt unendlich viele Dinge, Erlebnisse, Ereignisse, Eigenschaften, die man sich zum Ziel setzen kann. Was auf deiner Liste steht, musst du für dich selbst definieren. Bei mir hat allerdings der Antrieb, tatsächlich etwas fürs Erreichen meiner Ziele zu tun, erst dann begonnen, als ich Sachen, die mich so richtig anspornen, auf die Liste gesetzt habe. Uhren zu sammeln gehört definitiv nicht dazu 😉

Was treibt dich zu Höchstleistungen an? Beantworte dir diese Frage immer wieder und schaffe dir dadurch einen positiven Ansporn!

Die Milestones auf deinem Weg zum Ziel

Ziele kann man nicht von heute auf morgen erreichen. Um hier nicht zu verzweifeln, hilft ein guter Plan und richtig gesetzte Wegpunkte. Solche Wegpunkte nennt man Milestones. Diese Herangehensweise kommt aus dem Projektmanagement und wird bei jeglichen Groß- und auch Kleinprojekten erfolgreich angewendet.

Da Natalia und ich aus der Architekturbranche kommen, wissen wir, wovon wir sprechen :). Dort ist eine solche Planung extrem wichtig. Es soll ja alles zeitnah und lukrativ bleiben.

Aber auch für deine eigenen Ziele kannst du das ganz einfach anwenden. Ein Milestone für uns war z.B. Segeln lernen. Im Folgejahr haben wir dann die Lizenz, die notwendigen Törns und schlussendlich die Prüfung zum Yachtmaster gemacht. Yuhu! Ein Milestone auf unserem Weg geschafft.

Nächster Milestone: Ein Schiff kaufen. Mit dem Ziel, die Welt zu umsegeln und auf einem Schiff zu leben, hängen aber auch noch einige weitere Punkte zusammen, die auf unserer Zieleliste und in unseren Milestones zu finden sind: z.B. komplett von unserem Online-Business leben zu können. Unser Business muss schließlich auch remote funktionieren.

Das richtige Mindset für deinen Erfolg

Ein guter Plan mit den wichtigsten Milestones und richtig gesetzten Prioritäten ist noch nicht alles, was du fürs erfolgreiche Erreichen deiner Ziele brauchst. Eine bestimmte Denkweise, ein positives Mindset ist mindestens genauso wichtig. Und ja, du kannst deine Gedanken trainieren und dein Mindset verändern!

Wie denkst du über Arbeit? Was spielt sich in deinem Kopf ab, wenn du weißt, dass du noch deine Buchhaltung machen musst? Ist das super oder ist das langweilig? Genau diese Gedanken kannst du zu kontrollieren beginnen. Das klingt zwar ein bisschen freaky, ist aber wahr. Je besser und je positiver deine Einstellung zu deinen ToDo’s wird, desto leichter erledigst du deine Aufgaben. Es gibt nicht ein Rezept für alle, wie es funktioniert.

Die beste Methode, meine Gedanken zu kontrollieren, ist für mich ein Journal zu schreiben und zu meditieren. Jeden Tag nach dem Aufstehen schreibe ich als erstes mein Journal. Da kann ich mich abreagieren und alles loswerden, was in meinem Kopf so herumschwirrt.

Dran bleiben, aber wie?

Sich Ziele zu stecken ist eine Sache. Über einen längeren Zeitraum daran festzuhalten und nicht davon abzulassen, eine andere.

Das ist sicherlich der schwierigste Teil. Das Ziel zu behalten und nicht aus den Augen zu verlieren. Egal was kommt. Ein entsprechendes Mindset ist hilfreich, um länger dranzubleiben. Aber was passiert in Zeiten, in denen alles aussichtslos erscheint? Wenn das Geld ausbleibt oder das gesamte Umfeld an deiner Idee zweifelt und niemand so richtig an dich glaubt?

Das sind die schwierigen Momente, mit denen du fertig werden musst. Und auch dafür gibt es Dinge, die jeder machen kann. Das hat nichts mit Zauberei zu tun. Es ist vielmehr eine taktische Überlegung und langfristiges Denken, dass dich in solchen Zeiten über Wasser hält.

Die folgenden Dinge sind super einfach und haben mir ganz besonders geholfen, um meine allgemeine Produktivität zu erhöhen und mehr aus meinem Tag herauszuholen.

Die Routine

Es hilft mir sehr, meinen Tag zu starten und einen genauen Fahrplan zu haben, über den ich nicht nachdenken muss. Ein strikter Ablauf des (Normal)Tages macht mich auch an schweren Tagen produktiv. Natalia und ich machen die Dinge gemeinsam und können uns dadurch auch daran erinnern, was zu tun ist und motivieren uns zusätzlich gegenseitig.

Es gibt unzählige Möglichkeiten deine Routine zu planen. Im Independent Unicorn Blog haben wir einige Beiträge zu diesem Thema und stellen den genauen Aufbau unserer Routine dar.

Das Journal

Wir beginnen unseren Tag, indem wir das Journal schreiben. Alle Gedanken werden dort niedergeschrieben und stören dadurch nicht mehr (so stark) bei der eigentlichen Arbeit unter Tags. Probiere es aus! Bei mir hat es wahre Wunder bewirkt!

Das Training

Danach gehen wir trainieren. Ja, wir machen das jeden Tag unter der Woche, also 5 x pro Woche. Das ist wie Meditieren, nur gleichzeitig erhöht es die Fitness, stärkt den gesamten Körper und schüttet Seratonin (das Glückshormon) aus. Dadurch gibt es auch an Depri-Tagen eine volle Ladung Glück.

Für mich ist es essentiell, dass ich das alles vor der Arbeit mache. Dadurch habe ich jeden Tag das Gefühl, auf meine eigenen Kosten zu kommen.

Die Meditation

Die dritte Methode, die wir in unseren Tag eingebaut haben, ist Meditation. Auch das ist wieder eine Sache, die für jeden möglich ist und wahre Wunder bewirkt. Am Anfang dachte ich, es ist total lächerlich. Aber ich habe es trotzdem versucht. Zum Glück!

Für mich ist die Meditation eine Konzentrationsübung. Loslassen zu lernen und den Fokus zu schärfen. Das ist für mich der eigentliche Sinn der Meditation. Es ist einfach zu erlernen und man beginnt nicht gleich zu schweben und muss auch keine Patik T-Shirts tragen, wenn man es probiert. Was aber passieren könnte ist, dass du dir schnell die 10 Minuten jeden Tag dafür nehmen möchtest, um immer wieder hochkonzentriert an deinen Zielen arbeiten zu können.

Die ToDo Liste

Wer führt keine heutzutage? Ob als Browser-Addon, eigenes Programm, als App oder sonst wie. Lange Zeit hat das in mir einfach nur Stress ausgelöst. Mittlerweile habe ich kein Todolisten-App/Addon/Programm mehr.

Ich mache meine Todo Liste abends im Bett, bevor ich mir noch ein paar Minuten für mich nehme. Und ich schreibe sie mit einem herkömmlichen Stift in mein Journal. Dort habe ich den Überblick, was noch zu tun ist und was ich am nächsten Tag machen möchte.

Warum hat mich die Todo Liste früher so gestresst und jetzt geht es? Ganz einfach: Ich habe mir immer zu viel vorgenommen. Auch Todo-Listen schreiben will gelernt sein. Das ist nicht nur eine Liste, auf die du alles was du im nächsten Jahr erledigen willst, aufschreibst.

Halte deine Liste klein und klar. Setze Prioritäten und mache nur eine einzige große Sache pro Tag. Falls du Zeit hast, kannst du dann immer noch andere Sachen erledigen. Aber das Gefühl etwas abzuhaken, ist bei weitem besser und motivierender, als Punkte vom Vortag auf die neue Liste zu übertragen. Keep it simple.

Damit habe ich meine Produktivität um einiges erhöht. Ganz einfach, weil das Gefühl von Zwang weg war.

Team-Up

Suche dir Menschen, die das gleiche wollen wie du! Das ist die letzte Methode, die für mich ein wahrer Augenöffner und eine super Motivation war/ist. Vernetze dich mit Menschen und verbringe Zeit mit ihnen. Gehe auf Meetups, suche dir Facebookgruppen, mache Challenges und sprich aktiv Leute an. Gehe auf Menschen zu und umgebe dich mit Leuten, die gleiche oder ähnliche Ziele und Vorstellungen haben.

Es ist kein Wunder, dass ich in eine leichte Depression gefallen bin, als mir nach mehreren Monaten harter Arbeit die meisten in meinem Umfeld sagten, dass sie nicht verstehen, warum und was ich eigentlich mache.

Wenn zu viele an dir zweifeln, kann das ansteckend sein und du beginnst selbst zu zweifeln. Suche dir – um das zu umgehen – Menschen, die schon das tun, was du tun willst. Menschen, die schon erfolgreich darin sind. Das gibt dir Sicherheit, du kannst viel lernen und findest vielleicht sogar echte neue Freunde.

Ausdauer ist der Schlüssel. Zu allem.

Und zu guter Letzt das wichtigste: Ausdauer.

Ich liebe den Spruch: „Was unterscheidet erfolgreiche Menschen von den erfolglosen? Die Erfolgreichen sind drangeblieben.“

So wie beim Marathon, beim Bergsteigen, bei einer Weltumsegelung,… die, die es schaffen, haben weitergemacht. Egal was kommt. Wenn du einen Traum hast, den du leben willst, dann arbeite daran. Mache deinen Wunsch zu deinem Ziel und erledige es. Koste es was es wolle. Wenn du stürzt, stehst du wieder auf und machst weiter. Nur wer es bis zum Erreichen der Ziellinie durchzieht, bekommt die Lorbeeren.

Ich bin mir sicher, du schaffst das, was du dir vorstellst. Ausdauer ist definitiv der Schlüssel. Und dieser Schlüssel ist kostenlos. Ausdauer kann man nicht kaufen. Genauso wie all die anderen Methoden und Tipps, die ich dir in diesem Artikel vorgestellt habe. Du kannst mit allen Dingen sofort beginnen und sie in deinen Alltag integrieren. Das ein oder andere wirst du schon machen und vielleicht ist etwas dabei, das du noch nicht kanntest.

Lass dir nicht zu viel verkaufen. Mindset, Fitness, Konsequenz und Menschen, die dich anspornen, bekommst du nicht für Geld. Du musst es dir aktiv holen. Das kannst du völlig kostenlos und mit dem kleinsten Budget erledigen. Du musst es nur machen!

Ich möchte mich recht herzlich bei Sebastian Kühn bedanken. Du hast mich seit 2014 inspiriert, das zu tun, was ich mir vorstelle, außerdem bei Tim Chimoy für den Citizen Circle, bei dem ich viel lerne, mitlese und hoffentlich auch mal den ein oder anderen persönlich treffe und bei Marta Rechul, die mir die Möglichkeit gab, hier einen kleinen Beitrag schreiben zu dürfen.

Wenn du mehr Motivation suchst, näheres über die einzelnen Methoden lernen möchtest, schaue auf unsere Seite independentunicorn.com. Wenn du dich für WordPress und den Aufbau von Websites interessierst, haben wir auch etwas für dich 😉

Was sind deine Methoden und wie motivierst du dich, um deine Ziele zu erreichen? Schreib mir in den Kommentaren und teile den Beitrag mit deinen Freunden und allen, die einen kleinen Kick brauchen, um mehr für ihre eigenen Ziele zu tun!

Alles Liebe und viel Erfolg,
Alex

Lebe nach deinen eigenen Regeln!

Alexander Hammerschmied
Über den Autor

Alexander Hammerschmied

Alex hat seine Hobbies zum Beruf gemacht. Er bloggt, vloggt, erstellt Konzepte für Websites und Onlineauftritte und baut Websites. Gemeinsam mit seiner Frau Natalia hat er independentunicorn.com gegründet. Dort schreiben sie über Mindset, entwickeln von Taktiken zum Erreichen von Zielen und zeigen, wie man mit dem geeigneten Webauftritt die eigenen Bedürfnisse erreicht.

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