Dein Job ist öde? Keine Lust, morgens aufzustehen? Vor dem Sonntag Abend graut es Dir, weil sich die neue Woche wie eine dunkle böse Wolke über Dir zusammenzieht?  Dann ändere doch was! Das ist gar nicht so schwer. Du musst nicht gleich die Koffer packen und abhauen. Mehr Freiheit kann man sich auch als Sesselpupser erkämpfen!

Freiheit fängt am Küchentisch an

Damit meine ich jetzt nicht, Dir ein Tattoo mit chinesischen Schriftzeichen zu machen, Dir ein Ohrloch stechen zu lassen oder morgens einfach mal (ganz radikal!) einen anderen Weg zur Arbeit zu nehmen. Vielmehr solltest Du Dir überlegen, wie Du Dich zukünftig ernähren kannst und die Miete bezahlen kannst, ohne dass Dir das Grauen in den Augen steht, wenn der Montag näher rückt.

Glaub mir – da gibt es Möglichkeiten. Du musst nicht für ewige Zeiten deine Kreise im Hamsterrad drehen, bis Du kotzt oder irgendwann in Rente gehst. Man kann auch arbeiten und sein Geld verdienen und gleichzeitig Spass dabei haben. Ich würde sogar noch weiter gehen: Man kann Spass an der Arbeit haben und dabei nahezu völlige Unabhängigkeit erreichen- Selbstbestimmung! Egal ob Ortsunabhängigkeit, eine andere Art von Selbstbestimmung oder einfach nur mehr Spass an der Arbeit – alles ist drin!

Digitales Nomadentum

Der Begriff der digitalen Nomaden geistert seit längerer Zeit bereits durch die Blogosphäre. Dabei wird er allerdings höchst unterschiedlich definiert und interpretiert. Für die einen bedeutet er, dass man seine Brötchen im Internet verdient, während man um die Welt reist. Für andere ist es nur ein Begriff, der aussagt, dass man eine relativ grosse Freiheit bei der Wahl des Arbeitsortes hat. Das kann dann natürlich auch einfach nur das Café um die Ecke sein. Deine Wohnung musst du deshalb noch lange nicht aufgeben. Es sei denn, Du möchtest es.

Das Grundprinzip des digitalen Nomadentums ist einfach und genial. Das Einkommen wird mit eigenen Webprojekten (oder ggf. auch Offline-Projekten) generiert und das Arbeiten ist im Grunde von überall möglich. Man kann sich zur Zusammenarbeit mit anderen Vernetzen, oder ein Projekt alleine durchziehen. Wichtig sind zwei Dinge: Man erwirtschaftet sein Einkommen online und kann dies im Grunde von überall.

Es gibt auch digitale Nomaden, die in einem Angestelltenverhältnis tätig sind. Das ist jedoch eher die Ausnahme. Eigentlich ist Selbstständigkeit eine Grundbedingung. Schliesslich vollen Nomaden unabhängig werden – selbstverantwortlich sein. Klar, das hat auch viele Nachteile. Angefangen von der Steuer, bis hin zur teuren Krankenversicherung. Aber die Vorteile überwiegen zweifelsohne. Als Nomade kann man aber auch einen festen Wohnsitz haben.

Der Strand – Dein Büro?

Das romantische Bild des digitalen Nomaden, der mit dem Laptop am Strand sitzt, ist zwar etwas klischeehaft und in meinen Augen für die meisten eher unrealistisch und auch gar nicht erstrebenswert, aber es lockt natürlich und macht viele gefrusteten Bürohengste schnell neidisch. Aber auch Menschen, die einfach mal öfters Tante Gunda in Castrop-Rauxel besuchen möchten haben Vorteile vom Nomaden-Dasein, denn auch vom Küchentisch in Castrop-Rauxel kann der digitale Nomade seine Arbeit erledigen.

Ich sehe die Definition dieses Begriffes nicht so eng. Jeder, der sich selbst verwirklichen möchte, dessen Arbeitsschwerpunkt im Netz liegt, der sein eigenes Ding durchzieht und dabei eine gewisse Ortsunabhängigkeit anstrebt, ist für mich ein digitaler Nomade. Bauchschmerzen vor Montag morgen? Überleg mal, ob auch Du nicht eine Idee hast, Dir mehr Freiheit zu erarbeiten. Es gibt viele Möglichkeiten.

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Lebe nach deinen eigenen Regeln!

Tim Chimoy
Über den Autor

Tim Chimoy

Tim beschäftigt sich seit 2012 mit den Themen ortsunabhängiges Arbeiten und digitales Unternehmertum. Er verdient sein Geld als Architekt, Buchautor und Berater für Neues Arbeiten und digitale Transformation. Zudem ist er Gründer des Citizen Circle. Auch wenn Tim viel und gern unterwegs ist: Sein Zuhause ist zur Zeit die Stadt Chiang Mai im Norden Thailands.

4 Antworten zu “Digitale Nomaden – der Küchentisch tut’s auch”

  1. Hallo Tim,
    ich bin dann auch einer von diesen Digitalen Nomaden mit festem Wohnsitz. Den festen Wohnsitz habe ich mir allerdings auch ausgesucht und so gewählt, dass ich in meiner Umgebung viele Möglichkeiten zum Co-Working habe.
    Die Lifestyle-Variante, bei der man viel reist, ist natürlich auch sehr cool. Aber ich glaube, man braucht dafür dann auch mehr Geld, oder? Dann muss das Business halt auch noch mehr einbringen. Das Leben bei Tante Gunda in Castrop-Rauxel kann dagegen super günstig sein, wenn man nicht viel Wert auf Materielles legt.
    Viele Grüße
    Micha

    • Hi Micha, schön von Dir zu hören.

      Du wirst dich wundern, aber es ist in Wahrheit genau anders herum. Wenn du bei Tante Gunda wohnst, musst du für deine Currywurst mit Pommer trotzdem noch 5 Euro hinlegen. Und das Taxi nach Hause ist unerschwinglich.

      Ich bin zur Zeit in Chiang Mai, in Nordthailand. Eine gemütliche Stadt mit guter Infrastruktur, auch zum Arbeiten. Ich zahle für mein köstliches, abendliches Curry keinen Euro und fahre überall hin mit dem Taxi für 2 Euro – wenns teuer wird.

      Daher muss ich dir widersprechen – die Lifestyle Variante kann, wenn man es richtig anstellt, deutlich günstiger sein 🙂

      Liebe Grüße, Tim

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