Du bist gern unterwegs und magst keine muffigen Büros? Wenn das so ist, dann bist du hier genau richtig, denn mir geht es genau so.

Freiheit ist mir enorm wichtig. Ich stehe gern auf, wann ich es möchte. Ich bleibe gern einmal den gesamten Tag zu Hause und trage meine Jogginghose. Zudem verreise ich für mein Leben gern, auch mal länger. Manchmal sogar 3, 4 Monate am Stück.

All das bedeutet nicht, dass ich nicht auch lange Arbeitstage habe. Manchmal sitze ich 10, 11 oder 12 Stunden vor dem Rechner.

Es bedeutet vielmehr, dass ich einfach gern selbst die Zügel in der Hand halte. Ich entscheide, wann ich arbeite und vor allem von wo ich arbeite. Ich bin mein eigener Chef in meinem eigenen, virtuellen Büro.

Wäre das auch was für dich?

Viel Reisen oder von zuhause arbeiten und keinem Chef Rechenschaft schuldig sein. Klingt gut?

Bevor ich darauf eingehe, wie du diesen Plan erfolgreich umsetzen kannst, muss ich aber noch etwas loswerden. Es geht um Abkürzungen. Nach meiner Erfahrung gibt es vor allem drei Typen von Menschen, die sich als digitale Nomaden selbstständig machen wollen:

  • Diejenigen, die von Anfang an viel Arbeit investieren, immer das Ziel vor Augen.
  • Diejenigen, die auf der Suche nach einer Abkürzung sind und mit dieser Suche lieber ihre Zeit verplempern.
  • Diejenigen, die anfänglich eine Abkürzung gesucht haben, aber irgendwann erkannt haben, dass sie besser anfangen, echte Arbeit zu investieren.

Ich gehöre zu Gruppe C.

Woher kommt diese Suche nach der Abkürzung? Ist es reine Faulheit?

Es scheint hin und wieder, als würden einige Menschen enorm viel Glück haben, indem sie eine Abkürzung finden und spielend leicht online eine Menge Geld verdienen.

Oft trügt jedoch der Eindruck, und diese Menschen haben hinter den Kulissen schon sehr viel Arbeit investiert und somit ihr Glück quasi herbei gezwungen. Oder sie haben den unehrlichen Weg gewählt und ominöse Verkaufs-Websites mit leeren Versprechen ins Netz gestellt, nur mit dem Ziel, den Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Die „ehrliche Abkürzung“ existiert ganz einfach nicht. Hör auf zu suchen. Glaub mir einfach.

Auch du kannst morgen eine Website aufziehen, auf der du Menschen versprichst, in 14 Tagen 20 Kilo zu verlieren, wenn sie heute noch dein Diät E-Book für 77 Euro kaufen. Das Ding ist: wenn du es richtig anstellst, würdest du damit ohne Zweifel sehr schnell sehr viel Geld machen können.

Viele Menschen lassen sich spielen leicht veräppeln. Das ist einfach so und man sieht es in jeder Ecke im Netz am laufenden Band. Google mal nach „Fettverbrennungsofen“ oder ähnlichen Seiten. Aber willst du so etwas machen? Ich denke, sowohl du als auch ich, wir wollen auf unsere Arbeit stolz sein können.

Die Zukunft gehört ohnehin Websites mit Mehrwert für die Leser. Seiten, die Probleme lösen oder Hilfe anbieten. Seiten, die anderen etwas bringen.

Um solch ein Online-Business zu starten, musst du viel Arbeit investieren. Nicht nur das. Du musst den Menschen viel geben, bevor du nehmen kannst. Deine Fähigkeiten und dein Wissen investieren und anderen Hilfe anbieten. Der Rest kommt von allein.

Abkürzungen suche ich heute höchstens noch im bei Ikea (aber auch dort sind sie schwer zu finden). Im Leben habe ich das aufgegeben und investiere lieber eine große Portion Arbeit.

Lass dich nicht von To-Do Listen lähmen!

Hin und wieder geht es mir noch so, das die Länge meiner eigenen To-Do Liste mich lähmt. Ich verfalle in Schockstarre und tue lieber nichts, als mit etwas anzufangen, dass ich unmöglich am gleichen Tag noch fertig stellen kann.

Aber in solchen Momenten muss ich mir immer wieder klar machen, dass es nur schlimmer wird, wenn ich nicht einfach beginne. Auch kleine Schritte jeden Tag werden zu einer langen Strecke, wenn man Monate später zurück blickt.

Dass auch jene kleinen Schritte funktionieren und definitiv der bessere Weg sind, merke ich immer dann, wenn ich in meinem Arbeitsalltag Durchhänger-Phasen mit produktiveren Phasen vergleiche. Nach Durchhänger-Phasen stagniert alles. Leserzahlen. Einnahmen. Motivation. Nach produktiven Phasen stehen alle Ampeln auf grün und es geht aufwärts.

Klar, jeder hat mal Durchhänger. Bei mir tauchen diese Phasen oft zu den ungünstigsten Zeitpunkten auf. Zumindest aber weiß ich, dass ich mich immer, wenn ich mich in einer solchen Phase befinde, auf schnellstem Wege wieder aus dieser Phase herauskämpfen muss. Mal klappt das gut, mal weniger. That’s Life. Hauptsache kämpfen.

Motivation ist dein Rettungsanker

Hier kommt dann Motivation ins Spiel, die man sich irgendwo abholen muss. Motivation kann dich aus dem Sumpf ziehen. Sei es Motivation aus Büchern, durch Gespräche mit Gleichgesinnten oder Blogbeiträgen (wie diesem hier).

Ohne Motivation und der Investition von einer Menge Arbeit würde ich heute nicht selbst entscheiden können, wo (und an was) ich arbeite, sondern in einem dunklen Büro mit Neonlicht die Ideen anderer umsetzen. Auch nichts verwerfliches, aber definitiv nichts für mich!

Was ist denn nun der Weg zu Ortsunabhängigkeit?

Der Titel hat dir versprochen, dass du in diesem Artikel einen sicheren Weg zum ortsunabhängigen Einkommen aufgezeigt bekommst. Dieses Versprechen möchte ich einhalten.

Der sichere Weg besteht aus einem einzigen Schritt:

MACH DEINE ARBEIT!

Mit diesem Satz trete ich nicht nur Dich in den Hintern, sondern vor allem mich selbst. Denn auch ich vergesse ständig aufs Neue, wie wichtig diese drei Wörter sind.

Seit einigen Monaten hängt ein Zitat von Marc Cuban bei mir zuhause an der Toilettentür. Ich möchte es dir nicht vorenthalten, denn es hat mich unter anderem zu diesem Artikel inspiriert:

There are no shortcuts. You have to work hard, and try to put yourself in a position where if luck strikes, you can see the opportunity and take advantage of it. I would also say it’s hard not to fool yourself. Everyone tells you how they are going to be „special,“ but few do the work to get there. Do the work.

DO THE WORK!

Falls du jetzt also motiviert bist, die Arbeit anzugehen, dann möchte ich Dir noch zwei Produkte empfehlen, die dich der Ortsunabhängigkeit einen Schritt näher bringen.

Diese Produkte sind ein Handbuch (welches auf meiner eigenen Feder stammt) sowie ein Online-Kurs (bei welchem ich übrigens 2013 selbst mitgemacht habe).

Für den Start empfehle ich Dir zunächst mein „Handbuch für ortsunabhängiges Arbeiten“. Es ist eine Anleitung für all jene, die gerade am Anfang stehen. Es motiviert und zeigt dir die ersten und wichtigsten Schritte auf. Für einige Tage ist es übrigens noch für 15,- Euro im Angebot.

Wenn du dein ortsunabhängiges Business mit einem Blog starten möchtest (so wie viele andere digitale Nomaden es getan haben) dann empfehle ich dir dringend den Blog-Camp Onlinekurs von Conni und Sebastian. Dieser ist nur für 3 weitere Tage zum Sonderpreis von 119,- Euro erhältlich. Danach werden die Pforten wieder geschlossen.

Wenn du diesen Kurs von vorn bis hinten durchgezogen hast, wirst du ohne Zweifel in der Lage sein, deinen Blog in ein echtes Business zu verwandeln (solange du die Arbeit machst).

Und sonst?

Hey, aber auch ohne Handbuch und Kurs kannst du es natürlich schaffen. Ist alles nur eine Hilfestellung. Ein wenig Hilfe macht dir die Sache aber definitiv leichter. Hauptsache ist: Du legst los.

Noch ein kleiner Tipp für Durchhänger beim Arbeiten: Verkrieche dich eine Woche lang in deiner persönlichen Arbeitshöhle, um die Lokomotive ans Laufen zu bringen. Befreie dich von allen Ausreden. Geh nur mal 30 Minuten zum Joggen raus. Sage deinen Freunden, dass du eine Woche lang keine Zeit hast. Kaufe im Supermarkt einen großen Vorrat ein.

Schalte dein Handy aus und schau nur einmal am Tag, wer angerufen hat. Facebook und Co ebenfalls maximal einmal am Tag für 10 Minuten. Eine Woche lang 12 oder mehr Stunden am Tag nur Arbeiten. Danach, wenn du zurückblickst auf das was du geschafft hast, wirst du dich fühlen wie ein junger Gott (oder eine junge Göttin). Geht mir zumindest so. Probiers mal!

Wie holst du dich aus den gefürchteten Motivations-Tälern? Hast du einen guten Tipp? Ich würde mich freuen, wenn du ihn hier teilst.

Lebe nach deinen eigenen Regeln!

Tim Chimoy
Über den Autor

Tim Chimoy

Tim beschäftigt sich seit 2012 mit den Themen ortsunabhängiges Arbeiten und digitales Unternehmertum. Er verdient sein Geld als Architekt, Buchautor und Berater für Neues Arbeiten und digitale Transformation. Zudem ist er Gründer des Citizen Circle. Auch wenn Tim viel und gern unterwegs ist: Sein Zuhause ist zur Zeit die Stadt Chiang Mai im Norden Thailands.

7 Antworten zu “Dein sicherer Weg zu ortsunabhängigem Einkommen”

  1. Danke für den tollen Artikel, Tim.

    Wenn einem die Arbeit mal wieder über den Kopf wächst und die To do-Liste unendlich scheint, ist dein Tipp, sich einfach im Büro einzuigeln und die umfangreichen Aufgaben Punkt für Punkt abzuarbeiten, Geld wert. All zu oft flüchtet man sich leider in Ausreden, warum man die viele Arbeit heute nicht erledigen kann. Die Fenster sind so schmutzig, der Keller müsste aufgeräumt werden oder das Wetter ist einfach zu schön zum Arbeiten. Nicht darüber nachdenken, sondern einfach loslegen, ist wohl die beste Lösung.

    Ich denke, intrinsische Motivation ist entscheidend für den nachhaltigen Erfolg. Wenn du eine Sache um ihrer selbst willen machst, weil du einfach Spaß an deiner Arbeit hat, stellt sich der Erfolg wie von selbst ein.

  2. Hallo Tim,

    schöner Artikel und gut herausgearbeitete Punkte. Interessant finde ich auch das man mehr geben sollte als nehmen. Das machen wirklich die meisten nicht so.

    Was mich mal unabhängig von diesem Beitrag interessieren würde ist, wie du das mit den Bildern machst, die du auf deinem Blog veröffentlichst. Ich denke das die meisten nicht von dir sind. Deshalb würde ich gerne erfahren wo du die Bilder findest, worauf man bei der Nutzung achten sollte und wie die Kosten aussehen.
    Die Bilderauswahl von dir finde ich sehr gelungen und ist immer ein toller Eyecatcher für die Artikel.

    Vielen Dank und mach weiter so!

    • Hi Özhan, Vielen lieben Dank 🙂

      Die Bilder sind von verschiedenen Quellen. Mal selbstgemacht, mal gekauft, mal von kostenlosen Seiten oder Creative Commons Seiten. Wild gemischt also 😉

  3. Hallo Tim,

    danke für Deinen Artikel. Besonders die angesprochenen To-Do Listen kann ich nachvollziehen. Aber ich denke jeder sollte ein wenig auf sich selber hören, einfach mal in sich schauen und dann wird man über kurz oder lang den eigenen richtigen Weg entdecken. Natürlich muss man ihn dann auch gehen. Werde werde Deine Artikel lesen. Mir gefällt Dein Blog.

Hinterlasse einen Kommentar zu Janas Reisefieber

Hier klicken, um das Antworten abzubrechen.