Ein religiöses Trauerland, in welchem man keinen Alkohol bekommt und man sich am besten verschleiert? Weit, weit gefehlt! Penang zeigt sich weltoffen und tolerant. Zwar geht hier nicht direkt der Punk ab, dafür aber eine Mischung aus indischer Musik, chinesischen Klängen und dem neuesten Asia-Pop. Ein Besuch lohnt sich und wird dringend empfohlen!

Wer Südost-Asien mit seinen quirligen und chaotischen Großstädten kennt, der der wird bei seinem ersten Besuch auf Penang überrascht sein. Hier geht es vergleichsweise recht geordnet zu und der Verkehr auf den Straßen erinnert einen anfänglich gar an die Straßen von Singapur. Kommt man der Innenstadt näher, wird es hingegen wieder etwas chaotischer und somit auch interessanter.

Multikulti hat hier Tradition

Über Multikulti und seine Probleme wird in der Heimat viel diskutiert, während es hier bereits seit einem Jahrhundert aktiv gelebt wird. Ein Melting Pot der Kulturen und Religionen. Die Moschee steht neben einem chinesischen Tempel, während sich schräg gegenüber eine Kirche und ein Hindu-Tempel befinden. Indisches Naan, chinesische Buns und das berühmte Penang Curry verbreiten ihren Duft durch die Straßen. Allein aus kulinarischen Gründen, sollte man Penang einmal besuchen. Essen gibt es überall und wer mutig ist, kann ständig etwas Neues probieren.

Malaysia, ein rein muslimischer Staat im Herzen Südost-Asiens, ist wohl nicht bei Jedem unbedingt weit oben auf der Liste der Reiseländer zu finden. Dies mag nicht zuletzt an einem falschen Bild des Landes liegen. Penang, eine kleine Insel vor der malaysischen Westküste, ist ein Muss für Reisefans. Die Altstadt Georgetowns, der Hauptstadt der Region, ist seit 2008 UNECO Weltkulturerbe und die Häuser wunderschön.

Englische Kolonialbauten vom Feinsten, gemischt mit Einflüssen aus vielen anderen Ländern. Architektonisch gibt es hier viel zu bestaunen. Lohnenswert ist auch ein Ausflug zum größten chinesischen Tempel der Insel, von welchem man einen tollen Blick über Georgetown hat.

Essen & Übernachten

Ein Restaurant-Tipp: In Little India, dem Herzen der indischen Community, gibt es ein Indisches Restaurant mit dem Namen „Kapitan“, welches sich auf indisches Naan-Brot spezialisiert hat. Ein Geheimtipp unter Einheimischen. Wohl nur in Indien selbst bekommt man ein so leckeres Naan. Wer einmal das Naan dort probieren möchte, der findet weitere Adress-Infos hier

Naan Indisch penang

Wer auch ein wenig am Strand entspannen will, der sollte sich für eine Fahrt von ca. einer Stunde in einen Linienbus setzen und auf die andere Seite der Insel fahren. Dort, in Batu Feringgi, finden sich auch viele große Hotelketten und es herrscht das übliche Strand-Treiben eines Touristenortes. Sogar das Hradrock-Cafe unterhält hier ein Hotel. Wer jedoch wenig Zeit hat, der sollte sich vor allem auf Georgetown konzentrieren. Strand gibt es ja schliesslich überall. 😉

Auch einen kleinen Nationalpark hat die Insel zu bieten, welchen ich aus Zeitmangel nicht besuchen konnte. Gerne hätte ich etwas mehr Zeit gehabt. Daher empfehle ich jedem Penang-Besucher mindestens 4 volle Tage einzuplanen, um alles erleben zu können und auch Zeit für Entspannung einplanen zu können.

Wer bei der Unterkunft ein wenig sparen möchte, es aber trotzdem sauber und gemütlich haben möchte, dem empfehle ich das Red Inn Court Hostel. Es befindet sich mitten in der Altstadt und ist äußerst gemütlich eingerichtet. Es gibt Zimmer mit Fenster und auch einige Zimmer ohne Fenster, sauber und geräumig sind jedoch alle von Ihnen. Das Wichtigste: Vor allem die Location ist ein großes Plus.

Nachmittags kann man auf der schattigen Terrasse das Treiben auf der Straße bei einem Mokka beobachten. Es gibt Getränke und auch ein kleines Frühstück. Die Waschgelegenheiten muss man sich zwar teilen, aber auch diese sind extrem sauber und insgesamt fühlt man sich fast eher wie in einem Hotel. Wer jedoch unbedingt ein eigenes Bad haben möchte, findet auch etwas teurere Unterkünfte zu Hauf auf der Insel.

Also, wer das nächste Mal in der Gegend ist, Flüge nach Penang gibt es z.B. ab Bangkok schon für 50 Euro, unter anderem mit AirAsia. Auch von anderen asiatischen Großstädten ist man schnell hier. Kommt nach Penang, geniesst das Essen und schaut Euch an, wie harmonisch Multikulti sein kann.

Lebe nach deinen eigenen Regeln!

Tim Chimoy
Über den Autor

Tim Chimoy

Tim beschäftigt sich seit 2012 mit den Themen ortsunabhängiges Arbeiten und digitales Unternehmertum. Er verdient sein Geld als Architekt, Buchautor und Berater für Neues Arbeiten und digitale Transformation. Zudem ist er Gründer des Citizen Circle. Auch wenn Tim viel und gern unterwegs ist: Sein Zuhause ist zur Zeit die Stadt Chiang Mai im Norden Thailands.

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