Eines der entscheidenden Erfolgskriterien für digitale Nomaden und ortsunabhängige Unternehmer ist Networking, also der Austausch mit Gleichgesinnten. Grund genug, dem Networking einmal eine eigene Podcast-Folge zu widmen, denn man kann hier viel falsch machen und verkrampft sich leicht.

Du fieberst wochenlang einem Event mit Gleichgesinnten entgegen? Du stellst jedoch danach fest, dass du mehr isoliert als unter Strom standest? Die Verbindung kam nicht zustande, war gestört oder gar einseitig? Wer seinen persönlichen Steckertyp kennt, kann mehr Nutzen aus dem Netzwerken ziehen.

Wir leben in einer vernetzten Welt. Kontakt zwischen Menschen, die auf einer Wellenlänge schwingen, sollte durch die heutigen Kommunikationsmittel die Regel sein. Doch häufig ist das Gegenteil der Fall.

A-soziale Netzwerke, wie Gegner unserer liebsten Ablenkung sie gerne betiteln, können tatsächlich zu verminderter Kontaktfreudigkeit im wahren Leben führen, bzw. diese stören. Sicher kennst auch du Menschen, mit denen ein intensives Gespräch kaum möglich ist, da sie durch ständiges Überprüfen ihres Smartphones jeden persönlichen Austausch im Keim ersticken.

Wenn du statt des Leuchtens in den Augen deines Gegenübers nur noch die durchs Smartphone beleuchtete Silhouette erkennst, solltest du dir vielleicht Gedanken über euer Zusammenspiel machen.

Wir alle wissen, dass man nicht nicht kommunizieren kann. Des Blickkontakts, der Mimik und Gestik beraubt (schließlich will der Touchscreen gestreichelt werden), ist es völlig normal, dass auch auf verbaler Ebene kaum etwas geht.

Doch zurück zum Netzwerken – offline oder online. Generell sollten wir bedenken, dass der virtuelle Austausch nur ein fader Abhauch des menschlichen ist. Je mehr Sinne an der Kommunikation beteiligt sind, desto eher fühlen wir uns dem Gegenüber verbunden. Anruf schlägt E-Mail, Skype schlägt Anruf.

Der virtuelle Kontakt kann jedoch wunderbar dazu genutzt werden, eine erste Verbindung, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Konkret: Du kannst die Informationen aus dem Internet dazu nutzen, Menschen mit ähnlicher Gesinnung ausfindig zu machen und sie zu kontaktieren. Triffst du sie dann auf Events, unter vier oder mehr Augen, habt ihr bereits einen Aufhänger für euer Gespräch.

Diese Art der Vorbereitung macht generell Sinn, unabhänhig davon, ob du eher intro- oder extrovertiert bist. Denn so kannst du Potentiale zu tieferer Kommunikation bereits im Vorfeld erkennen und wenn es soweit ist, besser nutzen.

Ein intaktes Netzwerk unter digitalen Nomaden und Unternehmern ist nicht nur aus unternehmerischer Sicht essentiell. Oft inspiereren uns Menschen in völlig unterschiedlichen Aspekten. Du könntest versuchen dich vom Dogma des Business-Networkings zu befreien, bei dem nur der berufliche Nutzen als Messwert von Zusammenkünften zählt.

Vielleicht hast du bereits vom bedingungslosen Geben gehört. Vielen Menschen fällt es in der heutigen Gesellschaft zunehmend schwerer, Leistungen zu erbringen, für die sie keinen unmittelbaren Wertausgleich erhalten. Viele wollen tauschen, statt geben. Handeln, statt schenken. Berechnung, Abrechnung, Unstimmigkeiten sind so vorprogrammiert. Erst wenn auch hier die globale Denkweise Einzug hält, Geben und Nehmen nicht als eingleisige Verbindung zwischen Einzelpersonen, sondern als großer Kreislauf gesehen wird, werden wir uns vom Tauschgedanken befreien können.

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Tim Chimoy
Über den Autor

Tim Chimoy

Tim beschäftigt sich seit 2012 mit den Themen ortsunabhängiges Arbeiten und digitales Unternehmertum. Er verdient sein Geld als Architekt, Buchautor und Berater für Neues Arbeiten und digitale Transformation. Zudem ist er Gründer des Citizen Circle. Auch wenn Tim viel und gern unterwegs ist: Sein Zuhause ist zur Zeit die Stadt Chiang Mai im Norden Thailands.

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