Outsourcing ist ein Begriff, mit dem heute jeder etwas anfangen kann. Große Konzerne nutzen bereits seit Jahrzehnten die Möglichkeiten, Ihre Produktion ins Ausland auszulagern. Das Lohngefälle zwischen den reichen Industriestaaten und den Entwicklungs- und Schwellenländern dieser Erde ist nach wie vor groß.

Die Zeiten des Wirtschaftswachstums in Europa sind lange vorbei, andere Länder haben nun Ihre Chance aufzuholen und diese nutzen Sie auch.

In vielen Ländern geht es rasant voran. Neben dem Lohngefälle, welches es großen Firmen ermöglicht in Ländern wie China oder Vietnam zu sehr geringen Kosten zu produzieren, gibt es in diesen Ländern auch im Bildungsbereich eine rasante Entwicklung nach oben.

Man findet dort nicht nur günstige Arbeitskräfte für die Industrie, sondern zunehmend auch sehr gut ausgebildete Fachleute, welche ebenfalls im Vergleich zum heimischen Lohnniveau wesentlich günstiger arbeiten, die Qualität Ihrer Ausbildung aber nicht schlechter sein muss als daheim.

Ich habe schon einige Universitäten in asiatischen Schwellenländern kennen gelernt und bin immer wieder überrascht, wie gut die Ausbildung dort ist. Auch der Dienstleistungssektor wächst dort rapide. War Outsourcing bis zum Ende des letzten Jahrhunderts vor allem der Produktion vorbehalten, so wird es zunehmend populärer auch Dienstleistungen in Niedriglohnländern einzukaufen.

Als Beispiel sind die Philippinen zu nennen, wo neben der Landessprache Tagalog auch Englisch zu den offiziellen Amtssprachen zählt. Die meisten Filipinos sprechen ein hervorragendes Englisch, zugleich sind die Löhne im Land extrem niedrig. Das Land bietet also beste Vorraussetzungen, um dort Dienstleistungen anzusiedeln. Kein Wunder, dass die Philippinen mittlerweile bereits als das Callcenter oder das Paradies für virtuelle Assistenten der englischsprachigen Welt bezeichnet werden.

Geht man am späten Abend durch die Strassen Makatis, dem Geschäftsviertel der Hauptstadt Manila, so sieht man links und rechts der Ayala Avenue hell erleuchtete Fenster in welchen Callcenter-Agents gerade Bankkunden in England über Ihren Kontostand informieren oder ähnliche Telefonleistungen bieten.

Die Arbeitszeiten werden hier vom Sonnenstand auf der anderen Seite der Erdkugel bestimmt. Outsourcing von Dienstleistungen liegt im Trend und dieser Trend wächst weiter.

Was du davon hast?

An dieser Stelle wird es nun auch interessant für den selbstständigen Einzelkämpfer, denn es ist heute problemlos möglich, sich Arbeitsunterstützung am anderen Ende der Welt zu suchen. Gleichzeitig kann man auf diesem Wege eine Menge Geld zu sparen. Einmal angenommen, Ihr bestreitet Euren Lebensunterhalt als selbstständiger Webdesigner. die eigene Leidenschaft beschränkt sich jedoch weitestgehend auf das Design.

Die Programmierarbeit liegt einem nicht, gehört aber zur täglichen Arbeit. Eure Kunden wünschen sich schliesslich eine fertige und funktionierende Internetseite von Euch. Was tun? Wäre es nicht toll, sich nur noch mit aller Leidenschaft auf die Designarbeit zu stürzen und die Programmierung einfach abzugeben?

Einen deutschen Programmierer damit zu beauftragen, würde den eigenen Gewinn vermutlich so sehr schmälern, dass sich das Geschäft für Euch nicht mehr lohnen würde. Aber nun einmal angenommen, ein Programmierer aus Indien würde einem diese Arbeit abnehmen und dafür nur ein Fünftel des heimischen Programmierers verlangen.

Sein Auskommen ist trotzdem äußerst gut, denn das allgemeine Lohnniveau in seinem Heimatland ist niedrig. Glaubt es oder nicht, genau dieser indische Programmierer wartet da draussen bereits auf Euch! Im Internet gibt es mittlerweile eine große Anzahl von Plattformen und Services, die es einem leicht machen, diesen Programmierer zu finden. Natürlich funktioniert das gleiche Prinzip auch für eine Menge anderer Dienstleistungen.

Jede Art von Arbeit, die sich aus der Ferne für Sie erledigen lässt, kann man heute problemlos Outsourcen. Sehr beliebt sind auch die Services sogenannter ‚virtueller Assistenten‘, die klassische Assistenz-Arbeit übernehmen und beispielsweise die gesamte Terminplanung oder Schreibarbeiten für Euch übernehmen kann (Diesen Service gibt es weitestgehend nur auf Englisch). Durch diese Services gewinnt Ihr eine Menge Zeit und könnt diese nutzen, um neue Kunden zu gewinnen oder einfach mal zu entspannen.

Ich habe in den vergangenen Monaten bereits über diverse Plattformen Arbeit ‚outgesourct‘ und bin bisher immer wieder erstaunt gewesen, wie unkompliziert die Zusammenarbeit funktioniert hat. Zwar können wir uns nicht persönlich zusammensetzen, aber ein Vertrauensverhältnis lässt sich durchaus auch über Webcam & Skype aufbauen. Wichtig ist jedoch, dass die Arbeitsanweisung klar, ausführlich und verständlich sein muss. Es empfiehlt sich, das Gegenüber zu bitten, die Aufgabenstellung in seinen eigenen Worten wiederzugeben.

Ausserdem sollte man darum bitten, mindestens einmal täglich einen Zwischenstand der Arbeiten via Email zu erhalten. Geht man es richtig an, probiert man es einmal aus, so wird man garantiert begeistert sein Nach einer Weile bildet sich ein eingespieltes und zuverlässiges Netz und Ihr gewinnt eine Menge Zeit hinzu, die man wahlweise zum Arbeiten oder aber zum Entspannen nutzen kann.

Anbei eine Liste der besten Outsourcing-Plattformen bzw. Plattformen für virtuelle Assistenten. Die Konzepte dieser Plattformen unterscheiden sich alle ein wenig voneinander, es lohnt sich daher genau zu schauen, welche Plattform für den eigenen Bedarf die beste ist:

Odesk.com (10% Marge auf Aufträge, Sitz: USA, Angebot: Dienstleistungen)

Freelancer.com (10% Marge auf Aufträge, Sitz: USA, Angebot: Dienstleistungen)

Elance.com (9% Marge auf Aufträge, Sitz: USA, Angebot: Dienstleistungen)

Twago.com (7% Service-Gebühren, Sitz: DE, Angebot: Dienstleistungen)

99designs.com (Service-gebühren, Sitz: Australien, Angebot: Design)

Designenlassen.de (13% Handling-Gebühren, Sitz: DE, Angebot: Design)

12Designer.com (12-72 € Einstellgebühr, Sitz: DE, Angebot: Design)

Getfriday.com (Service-Fee, Sitz: Indien, virtuelle Assistenten)

Asksunday.com (Service-Fee, Sitz: Indien, virtuelle Assistenten)

Virtualstafffinder.com (350 $ Fee, sucht persönlichen virtuellen Assistenten)

Gerne nehme ich weitere Webseiten in meine Liste auf. Solltest du weitere Seiten kennen, würde ich mich über eine Email freuen!

Lebe nach deinen eigenen Regeln!

Tim Chimoy
Über den Autor

Tim Chimoy

Tim beschäftigt sich seit 2012 mit den Themen ortsunabhängiges Arbeiten und digitales Unternehmertum. Er verdient sein Geld als Architekt, Buchautor und Berater für Neues Arbeiten und digitale Transformation. Zudem ist er Gründer des Citizen Circle. Auch wenn Tim viel und gern unterwegs ist: Sein Zuhause ist zur Zeit die Stadt Chiang Mai im Norden Thailands.

Eine Antwort zu “Wie man Arbeit an virtuelle Assistenten abgibt und Zeit gewinnt”

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