Welche Tools helfen dir, ortsunabhängig zu arbeiten? In diesem Artikel erfährst du, was ich zum Arbeiten nutze!

Arbeitswerkzeug (Hardware)

Du willst unterwegs flexibel bleiben und daher auch nicht zu viel Gewicht mit dir herum tragen müssen. Gleichzeitig musst du aber deine Arbeit erledigen können. Du benötigst ein Notebook, dass leicht, aber leistungsstark ist. Keine Frage: Die für mich persönlich mit Abstand beste Lösung ist hier das Macbook Air. Ich schwöre auf das Macbook Air mit 13 Zoll. Einige andere Nomaden schwören auf die 11 Zoll-Variante. Mir persönlich ist aber das 11 Zoll-Display zu klein.

Wer Apple nicht mag und lieber ein Windows-System möchte, für den könnte ein Asus Zenbook die Lösung sein. Auch leicht und leistungsstark.

Bargeld im Ausland

Wenn du unterwegs bist, möchtest du jederzeit auf dein Konto zugreifen können, um an Bargeld zu kommen. Hierfür empfehle ich dir das Konto der DKB. Du erhältst mit dem Konto eine Kreditkarte, mit welcher du weltweit kostenlos Bargeld abheben kannst. Eine bessere Lösung, um weltweit schnell an Bargeld zu kommen, gibt es nicht.

Fokus

Oft hat man mit Lärm oder anderen Ablenkungen zu kämpfen, wenn man von unterwegs arbeitet. Focus@Will hilft Dir, konzentrierter zu arbeiten. Du sitzt in einem lauten Coworking Space oder Café? Kopfhörer ins Ohr, Focus@Will einschalten, und nichts kann dich mehr so leicht aus der Konzentration bringen. Die Musik ist ideal, um sich auf eine bestimmte Aufgabe zu fokussieren. Nach 60 Minuten endet die Musik mit einem Gong, dann ist es Zeit für eine kurze Bildschirmpause.

Gepäck

Ich weiß, es ist anfänglich hart. Aber versuche, dich bei deinem Gepäck stark einzuschränken. Es macht dich viel flexibler, wenn du mit wenig Gepäck reist. Ich bin mittlerweile oft nur noch mit Handgepäck unterwegs. Man kann ja auch unterwegs problemlos einmal in der Woche in einen Waschsalon aufsuchen und einfach von dort arbeiten. Why not? Meine persönliche Gepäck-Empfehlung: Northface Duffel Bag. Man kann die Duffel Bag als Rucksack tragen oder als Tasche. Er lässt sich verkleinern, ist wasserdicht und sehr robust. Nutzbar als Handgepäck. Zusätzlich, um ein wenig Ordnung in der Tasche zu haben, empfehle ich dir die Cubes von Eagle Creek.

Krankenversicherung

Wenn du länger im Ausland bist, dann kannst du am besten deine heimische Krankenkasse „auf Anwartschaft“ legen. Das bedeutet, dass du nur sehr geringe Beiträge zahlst (ungefähr 20% der normalen Beiträge). Du hast dann keinen Versicherungsschutz, aber kannst nach deiner Rückkehr diesen Schutz mit einem Anruf wieder aktivieren.

Um im Ausland krankenversichert zu sein, solltest du am besten eine Auslandskrankenversicherung bei der ERV abschliessen. Die kostet deutlich weniger als die deutsche Krankenversicherung, nämlich nur 1,30 Euro am Tag!

Kreditkarte

Wie schon unter „Bargeld im Ausland“ erwähnt: Es geht nichts über die Kreditkarte der DKB. Für einen Langzeitreisenden ist sie die beste Lösung. Das Konto und die Karte sind umsonst, daher empfehle ich Dir, sofort ein Konto bei der DKB einzurichten.

Post empfangen

Die beste Lösung heisst: Dropscan. Du bekommst eine Adresse, an welche du mit Hilfe einees Nachsendeauftrages deine heimische Post weiterleiten lassen kannst. Dropscan scannt dann deine Post für dich ein und sendet dir diese per E-Mail. In deinem Dropscan Account kannst du deine Post dann jederzeit von unterwegs einsehen. Ein toller Service!

Post versenden

Um Post von unterwegs zu versenden, nutze ich meistens Pixelletter. Du kannst deine Briefe als PDF speichern und mit einer eingescannten Unterschrift versehen. Via Pixelletter kannst du diese Briefe dann direkt versenden lassen. Pixelletter druckt deinen Brief für dich aus, packt ihn in einen Umschlag und schickt ihn für dich ab. Auch Einschreiben sind möglich. Einen Briefkasten brauchst du somit nicht mehr!

Rechnungen stellen

Einzige Ausnahme, bei der ich Pixelletter nicht nutze: Rechnungen. Für Rechnungen. Wenn ich Rechnungen versende, nutze ich hierfür Fastbill. Fastbill hat viele Vorteile: Rechnungen erstellen und verschicken, Belege erfassen und archivieren und Finanzen im Blick behalten. Das beste: man kann die ganzen Infos später schön säuberlich aufbereitet für den Steuerberater exportieren.

Software zur Organisation

Ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll. Es gibt so viele Software-Tools, die unentbehrlich sind, wenn man unterwegs arbeitet. Ich will Dir hier nur meine drei Favoriten nennen:

Evernote ist ein fantastisches Tool, um seine Notizen zu organisieren. Wenn dir eine neue Idee in den Kopf schiesst, kannst du diese in Evernote speichern und aufrufen, wenn du Zeit hast, sie umzusetzen.

Mit 1Password hast du all deine Passwörter im Griff. Du musst nicht jedes Mal deine Passwort eingeben, wenn du dich irgendwo einloggen willst. 1Password speichert all deine Passwörter für dich, sicher und easy.

iAWriter ist mein Lieblingsprogramm um Texte zu verfassen. Es ist ein ganz simples Textprogramm, welches es dir ermöglicht, dich voll und ganz auf den Text zu konzentrieren. keine Ablenkungen! Zudem sieht es einfach schick aus. Probiere es einmal aus!

Steuern machen

Die Steuererklärungen und Umsatzsteuervoranmeldungen muss man ja mittlerweile sowieso digital einreichen. Daher ist es auch kein Problem, dies von unterwegs zu erledigen. Auf www.elsteronline.de kannst du alle notwendigen Formulare bequem online ausfüllen. Vorher muss man sich jedoch anmelden.

Telefonieren

Um von unterwegs gut und günstig telefonieren zu können, nutze ich eine kostenfreie Telefonnummer von Sipgate. Diese „Voice over IP“ Nummer ist eine ganz normale, deutsche Festnetznummer. Diese kann ich widerrum mit dem Programm Telephone auf meinem Mac so einrichten, dass ich auf meine Laptop anrufe empfangen und Anrufe selbst tätigen kann.

Eine ähnliche Lösung bietet auch Skype, dort kann man sich ebenfalls eine Festnetznummer einrichten lassen, mit der man dann sehr günstig nach Deutschland und in viele andere Länder telefonieren kann.

Visa

Viele Länder geben deutschen Staatsbürgern ein 30tägiges Aufenthaltsrecht. Manche Länder geben sogar 90 Tage. Wenn diese Zeit abgelaufen ist, reicht es in der Regel, für 48 Stunden das Land zu verlassen. Danach kann man neu einreisen und erhält wieder 30 bzw. 90 Tage Bleiberecht. Dies nennt man Visarun.

Will man in Ländern bleiben, die ein Visum erfordern, sollte man sich bereits in Deutschland ausgiebig informieren. Für einige Länder kann man das Visum nämlich auch nur in Deutschland beantragen. Viele Länder, wie z.B. Vietnam, ermöglichen aber auch, dass man das Visum von unterwegs aus einem anderen Land beantragt. Stickwort: Visa on Arrival

Hast du weitere Fragen, die hier noch nicht beantwortet wurden? Lass es mich wissen, und ich nehme den Punkt noch mit in die Liste auf! Ich freue mich auf dein Feedback.

Lebe nach deinen eigenen Regeln!

Tim Chimoy
Über den Autor

Tim Chimoy

Tim beschäftigt sich seit 2012 mit den Themen ortsunabhängiges Arbeiten und digitales Unternehmertum. Er verdient sein Geld als Architekt, Buchautor und Berater für Neues Arbeiten und digitale Transformation. Zudem ist er Gründer des Citizen Circle. Auch wenn Tim viel und gern unterwegs ist: Sein Zuhause ist zur Zeit die Stadt Chiang Mai im Norden Thailands.

7 Antworten zu “Wie organisieren sich digitale Nomaden?”

  1. Danke für diese tolle und interessante Übersicht. Vor allem Danke für den Link zu Focus@Will – für mich absolut die Entdeckung des Jahres. War gestern und heute mein wichtigster Helfer bei der Arbeit!

    Und auch ansonsten mal Danke für die Seite, ich lese hier immer wieder sehr gerne und finde es echt toll, so viele Infos zu bekommen.

    Bianka

  2. Schöne Zusammenstellung! Nutze Evernote schon seit Jahren, aber leider ohne großes System. Ist also eher ein digitales Notizbuch, das schon auseinanderfällt, und wo überall Zettel aushängen, sozusagen 😉 Wenn die Suchfunktion nicht so gut wäre, wäre ich verloren. Viele Grüße, Katharina

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