Meine Finanzen und Ich – Wir haben leider immer unsere Probleme miteinander. Wenn ich Geld habe, gebe ich es oft zu schnell aus und wundere mich dann, dass am Ende des Monats nichts mehr zum Zurücklegen übrig ist.

Leider ist das nicht der beste Weg, um finanziell unabhängig oder gar reich zu werden. Vor einiger Zeit habe ich also erkannt, dass ich etwas ändern muss, wenn ich wirklich etwas im Leben auf die Beine stellen möchte – sowohl in Bezug auf meine Träume als auch auf meine Finanzen. Ich möchte finanzielle Unabhängigkeit und bin auf einem guten Weg dorthin. Sicher unter anderem auch, weil ich nun meine Finanzen erfolgreicher manage.

Es ist nach wie vor eine Lernkurve, aber ich denke, ich bin auf einem ganz guten Weg. Ein eiserner Sparer werde ich wohl nie. Aber man lebt ja auch nur einmal (vermutlich).

Um mein Finanzmanagement besser hinzubekommen, muss ich einige feste Regeln einhalten, damit ich nicht in alte Muster zurückfalle und über die Stränge schlage.

Besonders als ortsunabhängiger Freelancer muss man echt aufpassen. Verlockungen überall. Ich mag schöne Dinge und Erlebnisse kosten auch gern mal etwas mehr. Hostels z.B. waren noch nie mein Ding.

Da passiert es schnell mal, dass man sich am Ende des Monats fragt: Wo sind die Kröten geblieben?

Geht es dir eventuell ähnlich?

Falls auch du in Sachen Finanzen eher ein Chaos-Typ bist oder gern mal über deine Verhältnisse lebst, habe ich im Folgenden ein paar Tools für dich, die mir persönlich sehr geholfen haben, besser klarzukommen und am Monatsende immer ein Plus einzufahren.

Los geht es.

Tool #1: Money Control App

Die Money Control App ist einfach und genial. Ich halte alle meine Ausgaben und Einnahmen dort fest. Das geht Ruckizucki: Betrag eingeben, Kategorie auswählen, kleinen Kommentar dazu schreiben. Das war’s.

Somit kann ich am Monatsende ganz genau sehen, wofür ich wie viel ausgegeben habe und wie viel reingekommen ist. Wenn du möchtest, kannst du zu jeder Ausgabe auch noch den Beleg abfotografieren.

Auch der Motivationseffekt der App ist riesig: Wenn die Zahl ins Minus rutscht, siehst du sofort, dass dringend wieder Geld reinkommen muss. Es ist besser als jede Game-App: Die Aufgabe lautet, immer das Money Control Konto im Plus zu halten, komme was wolle.

Unnötige Ausgaben fallen auch sehr schnell auf. Du gehst zu oft Essen? Du gibst zu viel Geld für blödsinnige Sachen aus? Mit der App siehst du es sofort. Hier geht es zu MoneyControl.

Tool #2: Konto und Kreditkarte der DKB

Der zweitwichtigste Baustein in meinem persönlichen Geldmanagement ist mein heiß geliebtes DKB-Konto. Das Tolle ist: Bei der DKB bekommst du im Grunde zwei Konten. Ein Girokonto und ein Konto für die Kreditkarte.

Du kannst das Geld von einem Konto auf das andere überweisen und dir somit ein persönliches „Bargeld-Budget“ überweisen. Das Geld auf dem Girokonto ist derweil für laufende Kosten.

Mit der DKB Kreditkarte kannst du weltweit (auch in Deutschland) an nahezu jedem Geldautomaten Bargeld abheben. Ja, auch an diesen kleinen Automaten, die manchmal in Kiosken oder an der Tanke stehen. Wenn du die DKB Kreditkarte für deine Privatausgaben verwendest, kannst du deine Ausgaben gut trennen. Für meine Geschäftsausgaben nutze ich ein Konto der Netbank.

Das DKB Konto kostet dich nichts. Auch die Kreditkarte ist vollkommen kostenlos und besonders praktisch für Vielreisende. Man kommt immer und überall kostenlos an Bargeld. Für digitale Nomaden sicher das beste Konto. Du kannst es sofort hier kostenfrei beantragen.

Tool #3: Fastbill Rechnungsverwaltung

Mit Fastbill kannst Du ganz leicht Angebote und Rechnungen für deine Kunden erstellen und somit deine Business-Finanzen im Griff halten. Das Ganze kostet 5 Euro im Monat und diese 5 Euro sind verdammt gut investiert.

Meist schreibe ich gar nicht so viele Rechnungen pro Monat. Oft sind es nur 6 oder 7 Rechnungen. Man sollte denken, dass ich das auch noch mit Word bewerkstelligen kann. Jedoch habe ich bei Fastbill alles schön übersichtlich, kann sofort sehen was im laufenden Monat reingekommen ist und zudem liegt alles in der Cloud.

Allein das ist mir das Geld schon Wert. Die Rechnungen liegen nicht irgendwo auf meiner Festplatte und sind futsch, wenn der Laptop geklaut wird und ich mal wieder monatelang keine Sicherungskopie gemacht habe.

Wie du siehst bin ich echt kein organisierter Mensch, daher nehme ich gerne solche Dienstleister in Anspruch, die mir helfen, mehr Klarheit und Struktur in meine Finanzen zu bringen. Einen Fastbill-Account kannst du dir hier anlegen und 30 Tage kostenlos und unverbindlich FastBill testen.

Waren diese Tipps hilfreich für dich? Welche Tools benutzt du, um deine Finanzen im Griff zu halten? Teile deine Tipps mit uns allen. Ich freue mich auf dein Feedback.

Lebe nach deinen eigenen Regeln!

Tim Chimoy
Über den Autor

Tim Chimoy

Tim beschäftigt sich seit 2012 mit den Themen ortsunabhängiges Arbeiten und digitales Unternehmertum. Er verdient sein Geld als Architekt, Buchautor und Berater für Neues Arbeiten und digitale Transformation. Zudem ist er Gründer des Citizen Circle. Auch wenn Tim viel und gern unterwegs ist: Sein Zuhause ist zur Zeit die Stadt Chiang Mai im Norden Thailands.

21 Antworten zu “3 Tools, um dein Geld zu managen und zu vermehren”

  1. Hi Tim
    Mir geht es ziemlich gleich wie dir! Geld war und ist mir auf der einen Seite so unwichtig, dass ich es einfach ausgebe aber trotzdem ist es mir wieder so wichtig, das ich froh bin wenn ich es habe. Sparen war mein Leben lang noch nie meine Tugend! Ich hab schon versucht meine Ein- und Ausgaben in Excel festzuhalten hat aber auch nicht wirklich funktioniert. Ich denke Geld braucht man in unserer Gesellschaft aber man kommt auch gut durch, wenn man ein Chaot ist, was dies betrifft! Werd mir aber das Money Controll App mal anschauen. Danke für den Tipp, vielleicht klappte ja dies mal 😉
    Liebe Grüsse aus Bali Marco

  2. Hey Marco,

    stimmt schon – ich bin als Chaot bisher auch gut durchgekommen. Ich merke aber seit dem letzten Jahr ganz klar, wie viele Vorteile es bringt, eine gewisse Grundordnung zu haben. Ich denke, auch wir als Chaoten müssen uns da ein wenig in den Hintern treten 🙂 Muss ja nicht superpenibel sein. Erzähl doch dann mal, wie es mit MoneyControl läuft!

    Liebe Grüße zurück nach Bali. Grüss mir den Strand von Seminyak. Tim

  3. Ich bin kein Sparfuchs und gebe gerne mal etwas mehr Geld aus, wenn es um Geschenke für die Familie geht oder um einen schönen Abend mit Freunden. Allerdings brauche ich kein riesiges Eigenheim, keinen teuren Pkw der Luxusklasse oder exklusive Designerroben – aus diesem Grund sind meine Ausgaben durchaus überschaubar. Ich kenne meine monatlichen Fixkosten und überlege mittlerweile beim Einkaufen, ob ich dieses oder jenes wirklich benötige oder ob ich es aus Langeweile kaufe oder den Gegenstand einfach nur besitzen möchte. Wenn ich es nicht wirklich dringend benötige, darf es nicht mit und verbleibt im Laden. So bleibt mir der eine oder andere sinnlose Einkauf von Klamotten oder Krimskrams erspart und ich kann mein Geld für die wirklich wichtigen Dinge ausgeben – zum Beispiel für Reisen. 🙂

  4. Hey Tim, danke für den Einblick und die Tipps. Werde mal die App ausprobieren, da ich auf Papier manchmal etwas den Überblick verliere.

    Oder kannst du oder jemand anderes eine weitere App empfehlen? Punkt 2+3 kommt für mich jetzt nicht in Frage, aber hoffentlich später, da ich von diesen Tools schon des Öfteren (positiv) gehört habe.

    PS: Mich würden noch Alternativen zur KK interessieren, z.B. Reiseschecks. Vielleicht hast du Lust darüber zu schreiben. LG

    • Hey Valeria, immer raus mit den Fragen 🙂 welche Fragen zur KK hast du konkret? Nehme das gerne auf. In Deutschland kostet die gesetzliche KK ja immer nahezu das gleiche. Man kann aber bei einem gewissen Einkommen seinen Beitrag senken lassen. Habe das 2012 gemacht.

      • Hi Valeria, ohne KK (oder die Bargeldabhebung mit KK) bist du unterwegs schon relativ aufgeschmissen. Einige Buchungswebsites ermöglichen mittlerweile auch Paypal Zahlung. Abhebung mit EC Karte geht oft auch, aber eben nicht überall. Wenn eine KK für dich nicht in Frage kommt, dann solltest du je nach Destination individuell entscheiden, wie du dich organisierst.

  5. Fastbill klingt interessant – auch wenn ich derzeit eher größere Rechnung und damit in der Anzahl kaum mehr als eine pro Monat stelle gefällt mir die Gesamterfassung des Zahlungsverkehrs z.B. die Belegerfassung per App.

    Danke für den Hinweis!

    • Hey Steve. Gerne, freu mich, dass es nützlich ist. Ich selbst habe auch nicht so übermäßig viele Rechnungen, aber mag es ebenfalls einfach, alles schön übersichtlich zu haben. Ist ja nicht so teuer, lohnt sich also allein dafür schon finde ich 🙂

  6. Hi, man kann eine ganz einfache Strategie anwenden um weniger Geld auszugeben. Mittlerweile habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht dreimal zu überlegen ob ich etwas brauche oder nicht. Die Entscheidung etwas zu kaufen bzw. zu konsumieren heißt bei mir daher auch immer zu überlegen, wenn ich dieses oder jenes habe, kann ich damit mehr Geld machen als ich dafür ausgegeben habe ? Das heißt also, ich investiere nur in Anlagen statt in totes Kapital was eventuell nach einiger Zeit rumstehen könnte. Reisen verknüpfe ich meistens auch mit sinnvollen Zielen und Frage mich, welche Kontakte kann ich dort knüpfen und kann ich später daraus ein Business machen ? Usw. Also beim Konsum sehr stark auf den praktischen Nutzen achten, sonst wird es nicht gekauft. Egal wie toll die Sache auch sein mag. So kann man viel Geld sparen und sich persönlich sehr stark weiterentwickeln.

  7. Hallo, die App ist ein toller Tipp. Jedesmal wenn Geld ausgegeben wird nommt man das Handy heraus und muss die Ausgabe vermerken. Ich finde es super nützlich da man sich jedesmal wieder damit beschäftigt und sich die Zahlung ins Gedächtnis ruft. Erst so fällt einem wirklich auf wo das Geld hin geht. Im Alltag sind die 5 Euro für das Frühstück am Bahnhof schnell gezahlt und tun nicht weh. Beschäftigt man sich aber damit fällt einem plötzlich auf, dass das ganz schnell dreistellige Beträge jeden Monat sind die einen diese Bequemlichkeit kostet.
    VG Jan

  8. Hi Tim, ein interessanter Beitrag, aber beim Gedanken an das Erfassen meiner Einnahmen und Ausgaben in einer App dreht sich mir irgendwie der Magen um. Ich bin Anfang 20, nutze aber kein Onlinebanking, zahle fast alles bar und lehne Payback etc. kategorisch ab. Obwohl ich es toll finde, was für Potentiale die Technik (insbesondere mobile Applikationen) mir da bietet, fühle ich mich einfach nicht gut dabei solche detaillierten Daten von mir preiszugeben. Selbst dass Aufzeichnen meiner Laufstrecken per App habe ich vor kurzem beendet, weil mir einfach komisch bei der ganzen Sache ist. Kurzum- ich schwanke zwischen Bewunderung für das was geht und Bedenken vor dem was gehen könnte (und natürlich in der Tat möglich ist, praktiziert wird, wie auch immer). Ich versuche meine Ausgaben deshalb doch auf nem kleinen Zettelchen im Portemonnaie zu dokumentieren, nur für mich, ohne dass jemand mitliest oder meine Notizen ohne mein Wissen auswerten könnte 😉

    • Hi Medea, ich verstehe deine Sorgen und sicherlich ist es keine Frage, dass es nicht sicherer wird, wenn du eine App benutzt. Auf der anderen Seite stelle ich mir immer die Frage, welche Nachteile mir entstehen könnten. Wenn jemand die Kaugummis, Kaffees und meinetwegen auch die Weinflaschen zählt, die ich so kaufe, dann ist mir das eher egal. Da ist mir die Tatsache wichtiger, die Übersicht zu behalten. Eine sehr persönliche Entscheidung, ob man hier mit der Zeit geht oder lieber auf Nummer sicher. Beides nachvollziehbar.

  9. Hey Tim. Super das du auf die Kreditkarte der DKB hinweist. Diese verwende ich auf auch meinen Reisen. Bisher nur gute Erfahrungen. Die MoneyControl App werde ich mal testen. Klingt aber wirklich cool.

  10. Hallo Tim,

    vielen Dank für deinen tollen Artikel. Würde gerne ein ähnlich gelagertes Interview mit dir machen. Du bist mit deinen zahlreichen Erfahrungen eine tolle Auskunftsperson.

    Chiang Mai oder sehen wir uns davor noch mal?

    Beste Grüße
    Gregor

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