Gleich vorneweg: Ich habe nie länger als einige Monate in einem 9 to 5 Job gearbeitet und das war auch kein “richtiger” Job, sondern ein Praktikum, welches jedoch dem klassischen Bürojob sehr nahe kam.

Was du hast nie gearbeitet? Doch. Ich habe geputzt, Waren eingeräumt, Flyer verteilt (heute manchmal immer noch) uvm. Und sonst war ich sehr lange auf sämtlichen Schulen. Gymnasium, Hauptschule, Abendschule, OSZ usw. Jetzt verhelfe ich mir und anderen Menschen zu mehr Glück, Freude, Freiheit, Liebe, Bewusstsein und Erfolg im Leben und (Blog-)Business. Noch nicht ganz lukrativ, aber.. I’m good, weil ich mache und vertraue.

Der 9 to 5 Job von außen betrachtet

Zurück zum Titel: Ich habe bewusst “von außen betrachtet” geschrieben, weil ich im 9 to 5 Job nicht drin bin und es nie war. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn jemand 40 Jahre der gleichen (Büro)-Tätigkeit nachgeht.

Warum dieser Artikel? Weil es manchmal trotzdem weh tut, diese Menschen zu beobachten. Es gibt Menschen in meinem Umfeld, die gehen dem klassischen 9-5 Job nach. Menschen, die eigentlich etwas anderes wollen und können.

Menschen, die talentiert sind. Menschen, die sich unter ihrem Wert verkaufen. Menschen, die sich nicht trauten, ihr wahres Ich zu leben.

Es sind Menschen, die ich liebe und die (von außen betrachtet) etwas tun, was in meinen Augen überhaupt keinen Sinn ergibt.

Es ist okay, wenn du das liest und happy bist. Wenn du happy bist, bin ich es auch. Aber ich sehe und spüre, wie viele leiden. Leidest du? Dann lies bitte weiter.

8 Stunden Anwesenheit und wie viel tatsächliche Arbeitszeit?

Du bist, sagen wir, 8 Stunden im Büro. Soweit so “gut”, nur glaube ich, dass du garnicht solange “rumsitzen” brauchst, weil – rechne es doch selber aus – du nur einen kleinen Teil dieser Zeit, wirklich “arbeitest”. Den anderen Teil bist du auf Facebook, machst Pause, erledigst Privates usw.

Vor einiger Zeit hat Steve Pavlina ausgerechnet… , “dass der durchschnittliche Büroarbeiter nur 1,5 Stunden am Tag mit echter Arbeit verbringt…”

Kaum persönliches und finanzielles Wachstum

Nach 3 Jahren winkt immernoch nicht die Gehaltserhöhung… und auch sonst hat sich nicht viel verändert. Du gehst seit 3 Jahren Tag ein, Tag aus brav aus dem Haus, um pünktlich bei der Arbeit zu sein und bleibst solange, wie Chef es von dir verlangt.

Vielleicht folgt bald die Gehaltserhöhung – nur – wie viel wird das wohl sein? 50€, 100€ oder 200€ mehr? Vielleicht gehst du auf Fortbildungen und Co – nur – bringt es dir persönlich etwas? Interessiert es dich wirklich?

Du hasst den Montag und liebst den Freitag

Die beliebtesten Angestellten-Sätze sind wohl “Fuck, Monday” und “Thank god it‘s friday”(tgif) – Warum? Warum gehst du einer Tätigkeit nach, wo du dich schon am Montag auf den Freitag und das darauf folgende Wochenende freust? Warum quälst du dich? Warum schenkst du dieser Arbeit, die dich scheinbar nicht sonderlich fasziniert und interessiert, deine wertvolle Zeit? So verschwendest du nur dein Leben.

Du schenkst einer Sache, die du irgendwie nicht magst deine Zeit.

Zeit, die du nie zurückbekommst. Morgens quälst du dich – Abends erlöst du dich

Immer wieder “krass” zu beobachten, wieviele sich morgens aufraffen “müssen”, um aus dem Bett zu kommen und zur Arbeit zu gelangen. Als ob dich jemand zwingt. Nach “getaner Arbeit” – als wärst du 8 Stunden auf dem Bau gewesen – kommst du erschöpft nach Hause, denkst “endlich erlöst”, “endlich frei” – und pflanzt dich aufs Sofa.

Am nächsten Tag das gleiche Spielchen… Spiele weiter, wenn du Freude daran hast. Wenn nicht: Es gibt noch andere “Spiele”. Lieblingsspiele, welche du dir einfach aus dem Regal herausnehmen kannst.

Das Einzige, was du an deinem 9-5 Job liebst, ist das, was außerhalb des Jobs ist.

Es sind die Pausen, die Firmenessen und Veranstaltungen sowie der Feierabend. Das sind die Dinge, die du am meisten an deinem Job liebst. Kommt dir das bekannt vor?

Klar, es gibt ungeliebte Dinge, die “müssen” erledigt werden. Nur, wenn das bei dir der größte Teil ist, ist das noch gesund? Stresst es nicht und macht krank und launisch? Lass dich nicht stressen! Ändere deine Gedanken, Gewohnheiten und Taten. Sei mutig und wage Neues.

Mach was du willst. Und nicht das, was ich oder andere sagen.

Ändern kann und will ich dich eh nicht, nur, dich an die Hand nehmen. Mach, was du wirklich willst und ich nehme deine Hand…, wenn du sie mir ausstreckst. Wenn du willst, dass ich sie halte.

Danke. Mit diesem Artikel geht es mir nicht darum, die 9 to 5 Job-People nieder zu machen, das Ganze zu verallgemeinern, meinen Weg als den “besten” zu bezeichnen o.ä.

Vielmehr geht es mir darum, dass die, die auf welche Weise auch immer, “gefangen” sind, sich über sich und ihre Lage zunächst im Klaren, also bewusst werden und dann im besten Fall so handeln, wie sie es für “richtig” halten. Denn:

Du hast die Wahl.

Du bist frei. Du musst nicht das tun, was du eigentlich nicht möchtest.

Du musst nicht das tun, was andere von dir verlangen oder erwarten.

Du darfst und du kannst das machen, was du dir vom ganzen Herzen wünschst.

Höre auf dein Herz… Was sagt es dir? Was will “es” wirklich? Was willst du wirklich?

Wenn dir dein 9 to 5 Job gefällt – prima – wenn nicht, hier noch 3 simple und sofort umsetzbare Tipps, wie es für dich weitergehen könnte, ja, was du – jetzt – tun kannst, wenn du etwas verändern willst und dich ersten Schritte “raus” traust.

Vielleicht war dir vorher nicht bewusst wie unsinnig es ist, Mo-Fr von 10-18 Uhr ins Büro zu dackeln. Das ist okay. Jeder Tag ist eine neue Chance.

Eine neue Chance, das Beste aus deinem (Arbeits-)Leben zu machen. Du musst auch nicht gleich komplett aus dem Job raus, aber eine Be-sinnung könnte dir gut tun.

Magst du dir Gutes tun?

3 einfache Tipps für mehr Sinn und Freude im Leben/bei der Arbeit:

1. Überlege, was für dich einen Sinn ergibt und was nicht. Es ist erstmal egal, wie, wo, was. Wichtig ist, dass du zunächst einfach darüber nachdenkst, was für dich sinnvoll. Im Leben, bei der Arbeit, im Unternehmen usw. Dafür reicht eine einfache “Ich hasse” und “Ich liebe”-Liste, um schnelle Ergebnisse erzielen zu können.

2. Orientiere dich an dieser Liste und erkenne deine Leidenschaften. Was liebst du? Was kannst du? Was willst du (noch) machen? Folge dem, was du liebst und entferne (radikal oder Step by Step) das, was du verabscheust. Das können Dinge, Tätigkeiten, Gewohnheiten, aber auch Menschen sein. Denke in Lösungen, anstatt in Problemen.

3. Mach. Tue das, was du liebst. Erschaffe dir ein gutes Leben, eine Arbeit, die für dich Sinn ergibt und ein positives Umfeld. Und wenn du jetzt denkst: “Ja, aber…” dann mach solange, bis das “Ja, aber…” verschwindet. Gehe die ersten, noch so kleinen, Schritte

Entscheide dich für dich, für dein Leben und für den Job, der nur für dich Sinn macht. Wisse: Alles, was du dir vorstellen kannst – kannst du auch erreichen. Du brauchst dich “nur” entscheiden und mutig und voller Zuversicht den Weg gehen.

Welchen Weg gehst du? Was ist dir wichtiger? Glück oder Geld?

Vielen Dank, Valeria für diesen spannenden Artikel. Hier geht es zu Valerias Blog.

Kurzer Hinweis in eigener Sache: Dieser Artikel gibt alleinig die Meinung der Autorin wieder, ich teile diese Meinung teilweise, aber nicht vollständig. Jedoch finde ich den Artikel einen guten Denkanstoß. Valeria Geizer schrieb ihn 2014. Er hat damals viele Menschen inspiriert und tut dies immer noch.

Lebe nach deinen eigenen Regeln!

Tim Chimoy
Über den Autor

Tim Chimoy

Tim beschäftigt sich seit 2012 mit den Themen ortsunabhängiges Arbeiten und digitales Unternehmertum. Er verdient sein Geld als Architekt, Buchautor und Berater für Neues Arbeiten und digitale Transformation. Zudem ist er Gründer des Citizen Circle. Auch wenn Tim viel und gern unterwegs ist: Sein Zuhause ist zur Zeit die Stadt Chiang Mai im Norden Thailands.

21 Antworten zu “Warum der 9 to 5 Job (von außen betrachtet) keinen Sinn ergibt”

  1. Ja ist ein netter Ansatz – in der Theorie. In der Praxis haben Menschen eine Familie, Kinder die sie versorgen müssen und und und. Manche Menschen können nicht einfach raus aus dem Job. Da hängt zu viel dran.

    Ich kann das alles von beiden Seiten. Aus dem Job und aus der Selbständigkeit. Bist du Single ist das alles relativ leicht. Du macht einfach was du willst, was soll schon groß passieren. Schlimmstenfalls Hartz IV, aber das überlebst du als Single auch – ich hab schon für weniger gearbeitet, alles kein Thema.

    Hast du aber Kinder die du gut versorgen willst sieht das anders aus. Da kannst du nicht einfach mal schauen was morgen kommt. Da kannst du dein Kind nicht mal eben wieder aus dem Kindergarten nehmen, weil du grad keine Kohle dafür hast. Oder halt keine Klamotten kaufen oder einfach nichts mehr mit ihnen unternehmen weil du kein Geld für Sprit hast und auch sonst nicht weg kommst. Geht nicht. Und wenn du in München wohnst und für die Wohnung schon der erste Tausender weg ist, erst recht nicht.

    Da nehmen dann viele den Job in Kauf weil sie es für jemanden tun, den sie lieben.

    Und dazu sei noch angemerkt, nicht alle die einen 9to5 Job haben, hassen ihn. Da gibt es verdammt viele die nach kurzer Zeit die Selbständigkeit hassen und sich wieder zurücksehnen. Zurück in die Zeiten als man ungelöste Aufgaben dem Chef zurück geben konnte, als man Urlaub hatte, als man Krank sein durfte, als man nicht jeden Schei… selber lösen musste.

    Für mich ist es dennoch die Selbständigkeit und das wird sie auch immer sein. Ist halt nicht 9to5 sondern eher 9am to 9am – Selbständig leitet sich ab von selbst und von ständig 🙂

    Aber momentan ist es natürlich groß in Mode anderen das „freie Leben“ schmackhaft zu machen. Natürlich erst nachdem man ihnen mehrere Ratgeberbücher und ein paar Seminare verkauft hat … Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

    • Du sprichst mir aus der Seele.
      Andererseits ist es heute einfacher als nie zuvor, diesen Ausstieg in Teilzeit zu vollziehen. Sich nebenbei etwas aufzubauen, zu sehen, ob es einem liegt oder nicht.
      Dann kann man immer noch entscheiden. Will ich es ganz oder gar nicht. Oder vielleicht tatsächlich nur Teilzeit und dafür 9 to 2 o.ä.

      Gruß Oni

      PS.: Trotzdem super Beitrag. Denn es gibt mehr als genug, die gerne würden, aber sich ohne Hilfe nicht trauen.

      • Heiko Jörges

        Kinder sind kein Hinderungsgrund !

        Ich kenne genügend Leute die nicht im Hamsterrad mitlaufen und ihren Weg gehen und:
        sie haben Kinder und: diese Kinder sind nicht dumm, vernachlässigt etc., sondern ausnahmslos mehrsprachig, in ihrem Job (der dann auch oft genug in Nischen wie Film, Kultur und manchmal sogar im Finanzbereich stattfindet) zumeist sehr erfolgreich

        Das Argument Kinder, Familie, Verpflichtungen (eigentlich geht es nur darum, den Abend vor der Glotze zu verbringen und sich übrer die Weltpolitik aufzuregeen, die man ohnehin als kleines Licht nicht beeinflusssen kann, anstatt selbst aktiv zu werden

        Ich kenne Leute die trotz überstandener Krebserkrankung (ich habe auch mehrere schwere Erkrankungen überlebt, na und?) und trotz Kindern und trotz, trozt, trotz eben nicht dem Trott gefolgt sind. Sie leben auf Schiffen oder hier auf der Insel, oder ziehen in Deutschland einen Bauernhof mit Ferienpark oder ganze Filmfestivals aus dem Nichts hochgezogen haben, mehr als genügend

        Nein:
        Kinder, Familie, Verpflichtungen und Versicherungen sind eine Ausrede: aber
        sicherlich kein Hinderungsgrund. Sie sind eine Ausrede für ein Leben mit der Fernbedienung in der Hand

    • Primrose

      Ein wundervoller Artikel, der mir persönlich vollkommen aus der Seele spricht, nur wird hier leider eines nicht beachtet: die Notwendigkeit, seine Existenz zu sichern. Nicht jeder kann nun mal tun, was er möchte, denn er ist auf seinen 9 to 5 angewiesen um zu leben. Wer aus dem Hamsterrad aussteigt, der muss finanziell meist noch ein paar Jährchen durch den Mist laufen. Das kann sich nicht jeder leisten. Daher würde mich sehr interessieren, wie die Autorin denn eigentlich ihr Leben finanziert? Ich würde einmal sagen, liebe Frau Geizer, sammeln Sie doch erst einmal ein paar Jährchen Erfahrung im Arbeitsleben und dann sehen wir mal, ob Sie dann in der Realität ankommen?
      Nicht böse gemeint, ich steige demnächst auch aus, aber dafür habe ich erst einmal mehrere Jahre durch den nine to five Mist laufen müssen, um genug Erspartes für Notfälle zu haben, um nicht auf H4 angewiesen sein zu müssen. Ich denke eher, dass ArbeitGEBER reagieren müssen. Viele AG sind noch derart rückständig und halten wehement an diesem alten Zopf fest, obwohl viele Mitarbeiter viel produktiver und effizienter wären, wenn sie sich ihre Zeit flexibel einteilen könnten.

  2. Hallo Max, danke für deinen Kommentar. Ja, da hast du womöglich recht, allerdings ist „Kind“ und Co wieder einer dieser Ausreden. Verstehe, was du meinst und meine das auch nicht böse, aber auch mit Kind ist alles möglich…

    Gerade hier in D wo es Unterstützung vom Staat gibt, haben „wir“ es leichter als in den Ländern, wo es kein Arbeitslosengeld o.ä. gibt. Genau die Beispiele, die du nennst, sind im Ausland und sicher auch in Deutschland, Realität. Bei uns war das auch so. Kein Geld? Kein Spielzeug, keine/gebrauchte Kleidung usw.

    Ich verstehe, was du meinst. Meine Mom geht heute, wie damals auch für mich arbeiten und dafür danke ich ihr. Dennoch sage ich ihr immer wieder: Das brauchst du nicht. Du brauchst nicht leiden. Es ist okay, wenn du weniger verdienst, mir kaum bis gar nichts gibst, aber dafür glücklicher und gesünder lebst. Verstehen tut sie es leider nicht so. Also „arbeite“ ich jetzt jeden Tag härter, um auch für sie zu sorgen. 🙂

    Es ist ein Geschenk, wenn jemand für dich sorgt, weil er dich liebt. Aber ist es Liebe, wenn der eine dadurch zu Grunde geht? Ohne irgendwo auch ein Stück Egoismus, da die Person sich zum „Versorger“ selbst ernannt hat.

    Ich weiß, dass es Menschen gibt, die ihren 9 to 5 Job lieben – klasse, das freut mich! 🙂

    Schön, dass du die Selbstständigkeit bevorzugst. Ja, 9 to 9 kenne ich, aber Selbständigkeit kann auch selbst ohne ständig sein. 🙂

    Mit diesem Artikel gebe ich lediglich meine Beobachtungen preis. Bei Bedarf darf daraus ein Stück Inspiration und Motivation genommen werden.

    Danke dir und LG, Valeria

  3. Also mir spricht der Artikel total aus der Seele.
    Genau deswegen habe ich auch Ende Juli meinen 9-5 Bürojob gekündigt. Nun „ertrage“ ich das noch bis Ende Oktober und schau mal was dann kommt.
    Mir ging es zwischenzeitlich so schlecht im 9-5 Gefängnis, dass ich auch keine Angst vor der Zukunft habe.
    Ich möchte etwas tun, was für mich einen Sinn ergibt. Ich möchte flexibel sein. Und ich möchte ein glückliches Leben führen. Das ist alles was zählt.
    Die schnelle Karriere und das große Geld standen zu lange ganz oben auf meiner Liste. Jetzt wo das alles so nahe ist will ich es echt nicht mehr.
    Vielen Dank für diesen Artikel!

  4. Huhu Judith. Klasse – sehr mutig von dir. Kannst du stolz sein und das Ding bis Oktober kriegst locker hin.

    Genau so! Jetzt sprichst mir aus der Seele. Ich will auch nichts tun, was überhaupt keinen Sinn ergibt usw.

    Das „wenn mans hat, wills man gar nicht mehr“ erlebe und höre ich immer wieder und finde es irgendwie faszinierend. Danke dir und Alles Liebe

  5. Ich denke und hoffe, dass es in Zukunft immer weniger Präsensarbeit geben wird und vieles im Home-Office erledigt werden kann – Zumindest in den Berufen, wo es eben möglich ist!

    Leider sind viele Firmen, noch weit davon entfernt und setzen noch immer auf eine (für mich) nicht mehr zeitgemäße 40-Stunden Woche.

    Auf jeden Fall ein toller Artikel, der sich auch mit meinen Erfahrungen deckt!

    Viele Grüße
    Andreas

  6. Hey, das 20/80 Prinzip wenn es um Leistung bei der Arbeit geht sag ich ……
    Es ist hier halt so das man sich schnell Abhängig macht. Sei es mit einer Finanzierung(Haus,Elektro,Auto Abos etc.) Sobald man in dieser Lage ist und seinen „Rucksack“ voll hat, kann man aus diesen Hamsterrad leider nicht so einfach raus. Dazu kommen Kinder die man ebenfalls was bieten muss.
    . Zu einer normalen 40 Stundenwoche kommt auch noch der Fahrtweg hinzu also werden da locker 50h raus+Überstunden. Man ist gefangen, lebt in seinem Einfamilienhaus und bekommt davon kaum was mit weil man den ganzen Tag nicht zu hause ist. Ich denke jeder der das Glück hat und einen Bürojob nachgeht kann mit etwas Geschick die Arbeitsabläufe Automatisieren und aus seiner 50h Woche eine 25h Woche machen!!!!! Man muss es nur wollen und strategisch vorgehen.

    • Danke, stimme dir zu. Die Gewohnheiten des Lebens – ja, des Alltags können es einem schwer machen. Die Ketten, die „uns“ gefangen halten, können nur wir selbst durchbrechen. Zumindest meistens und wenigstens ein bisschen. Darüber hinaus dürfen gerne „andere“ mithelfen.

      Genau! Um diese Ketten zu lösen, „müssen“ wir in 1. Linie wollen und machen. Danke für deinen Kommentar!

  7. Hallo Valeria,
    danke für den interessanten Artikel, wenn ich auch nicht verstehe, warum man sich so viele Gedanken über Andere macht? Die leben doch in ihrer Welt und werden schon das nötige tun um sich zu verändern wenn sie es wirklich wollen. Oder?
    Ich bin auch free und arbeite für mich selbst an etlichen Projekten.
    Die Zeit, ob nun von 9 bis 17 oder sonst wie, hat dabei nie eine Rolle gespielt. Vielmehr ging es mir um Selbstverwirklichung und Unhängigkeit!
    Gruß
    Alex

    • Hey Alex – ja, gern! Und Haha, ja, das weiß ich auch nicht. Wohl ne (alte) Gewohnheit von mir bzw. war/ist einfach eine herzergreifende Beobachtung.

      Guter Einwand. Ich denke manche, viele oder gar alle brauchen hin und wieder einen Augenöffner. Einen Schub, Tritt oder sonst was von außen. Natürlich „müssen“ sie, wir es dann selbst machen, aber wer nicht weiß wie, darf sich gerne inspirieren und motivieren lassen.

      Klasse! Danke und Alles Gute auf deinem Weg!

  8. Ein Artikel, der mir aus dem Herzen spricht. 9to5-Jobs generell zu verdammen, ist wie du schon explizit erwähnst, nicht sinnvoll; es geht um die Motivation, die hinter jedem Hamster im Rad steht. Wenn dich Büro erfüllt, ist das super. Wenn nicht (wie das hier ansprechend thematisiert wird), ist es an der Zeit, etwas zu ändern. Recht simpel.

    Ein schönes Wochenende,
    Hendrik

  9. Das mit den 1,5 Stunden Arbeitszeit pro Tag erscheint mir etwas wenig. Mehr als 4-5 Stunden würde mich wiederum aus eigener Erfahrung wundern.

    Hier in den USA ist das alles noch viel übertriebener. Die Menschen sind regelrecht stolz auf Überstunden. Ihre nur 1-2 Wochen Urlaubszeit im Jahr nehmen viele Angestellte gar nicht vollständig in Anspruch. Produktiver als wir in Deutschland sind die Leute zwar nicht, aber Hauptsache der Schein vom „hustle and bustle“ ist gewahrt. 😉

    Wie man wohl in 20, 50 oder 100 Jahren über unsere Arbeitsvorstellungen denkt?

    Grüsse aus dem geschäftigen New York

    • Einigen wir uns auf 2,5? Ist ja auch nicht gerade viel…

      Interessant! Danke für den Einblick.Das wusste ich nicht, außer, dass es im Ausland natürlich andere „Arbeits-Sitten“ gibt. Merke ich auch gerade hier in der Ukraine. Zum Beispiel, das es hier auch solche „9-to-5-Kandidaten“ gibt…

      Bleiben wir voller Hoffnung und Zuversicht. GZ

  10. Der Artikel enthält sicher einige gute Ansätze sich immer wieder zu fragen „Ist das was ich gerade tue das Richtige? Macht es mich glücklich? Oder mache ich das nur um in meiner Komfortzone zu bleiben?“. Diese Selbstreflektion betrachte ich selber als sehr wichtig und zwinge mich immer wieder dazu.

    Dennoch kann man nicht pauschal 9 to 5 Jobs schlecht reden. Allein schon weil keine Volkswirtschaft funktionieren würde, ohne dass eine gewisse Anzahl von Leuten 9 to 5 Jobs macht. Eine Volkswirtschaft funktioniert nun mal nicht, wenn jeder in Thailand überwintert und nur Blogs übers Glücklichwerden schreibt. Genauso wenig könnten wir unser soziales Auffangnetz aufrechterhalten, ohne diese ach so langweiligen und unglücklichen 9 to 5 Arbeiter.

    Zum anderen empfindet jeder seinen Job anders. Manche gehen gerne jeden Morgen auf Arbeit und freuen sich drauf wieder mit ihren Kollegen zu schnacken, bisschen was zu schaffen und dann Punkt 5 den Stift fallen zu lassen, um danach den Sachen nachzugehen, die ihnen Spaß machen. Die vielleicht auch gar keinen Job machen wollen, bei dem sie Überstunden machen müssen oder viel Verantwortung tragen müssen. Wohl in Kauf nehmend, dass sie dadurch vielleicht weniger verdienen und sich keine Fernreisen und lange Urlaube leisten können.
    Genauso wie es immer Leute gibt die sich durch den Erfolg im Job definieren und damit glücklich werden. Die sich reinhängen um befördert zu werden, mehr Verantwortung zu bekommen und natürlich auch, um mehr Gehalt zu bekommen. Aus was für Gründen auch immer. Für das Selbstwertgefühl, um sich teure Hobbys oder teure Urlaube leisten zu können, oder was auch immer.

    Ich selber betrachte meinen Job als notwendig um mir die Sachen leisten zu können, die mich glücklich machen und die mir Spaß machen. Wenn ich mehr verdiene als ich mit der dann noch übrig bleibenden Freizeit ausgeben kann und ich das Gefühl habe, nicht mehr arbeite um zu leben, sondern lebe um zu arbeiten, schalte ich wieder einen Gang zurück.

    Auf Arbeit selber gibt es solche und solche Tage. Mal macht es sehr viel Spaß, mal ist man froh wenn die Woche rum ist. Aber das ist glaub ich bei jedem Job so.

    Und wie manche vor mir schon geschrieben haben: Immer nur das zu machen worauf man Lust hat, mit dem Risiko im sozialen Auffangbecken zu landen, mag vielleicht noch gehen, wenn man alleine ist. Hat man aber Frau und Kind hat man nicht nur für sich selbst Verantwortung zu tragen und dann kann man nicht jedes Risiko eingehen in der Hoffnung, dass es einen glücklicher macht.

  11. Mobilität und Freiheit sind gute Sachen. Und ja, das geht sogar mit Familie. Aber es kostet dann entsprechend mehr. Schulgeld und Krankenversicherungen kosten in einigen Ländern ein Vermögen und Wohnen im Zelt ist mit Familie nicht mehr so der Bringer.

    Damit es wirklich dauerhaft funtioniert, muss man in eine gute Geschäftsidee investieren und Aufbauarbeit leisten, damit die dann auch nachhaltig 20-30 Jahre läuft, oder wahlweise vorher einen lukrativen Exit ermöglicht. Nicht jeder hat das Glück mit einer App einen Hit zu landen.

    Es gibt Leute, die verdienen so viel Geld mit dem Laptop unterwegs, dass die ganze Familie davon leben und die Kinder noch studieren können. Aber die haben vorher viele Jahre was Nachhaltiges aufgebaut. Und viel Glück gehabt.

    Mal ganz ehrlich: Die Geschäftsmodelle vieler Nomaden basieren allein darauf, anderen ihren Traum zu verkaufen oder Dienstleistungen darum herum anzubieten. Zum Vergleich: Es gibt andere Leute im Netz die mit „Reich werden im Internet“ tatsächlich richtig reich werden, nur weil sie Tipps verkaufen wie man im Internet reich wird (sie erzählen einfach wie sie es selbst gemacht haben — Kettenbrief lässt grüßen). Das ist leider nicht nachhaltig, weil es irgendwann mehr Verkäufer als Käufer gibt.

    Einfach so von der Hand in den Mund kostendeckend in den Tag hineinleben, das geht vielleicht bis 30 und dann wird es eng, weil man Rücklagen aufbauen muss. Nur mal ein Rechenbeispiel: Als Selbsständiger muss man bis 65 etwa 600.000 Euro auf der hohen Kante haben (versteuert, brutto müssen bis dahin ca. 1,2 Millionen Euro verdient worden sein, wenn man mit wenig zum Leben auskommt). Das reicht dann 25 Jahre für eine Rente von 2.000 Euro im Monat. Ohne Inflation und nur für sich selbst. Wer vielleicht noch einen Partner mit durchfüttern muss oder will, braucht entsprechend mehr. Mit sehr viel Talent in der Geldanlage vielleicht etwas weniger. Aber round about ist das wirklich das Minimum, denn Steuern muss man davon auch noch zahlen.

    Jeder sollte sich fragen: Wie alt bin ich schon und wo steht mein Konto bzw. Depot heute? Glaubt nicht, dass ihr bis 80 oder 90 am Strand durchhaltet. Dass die jüngere Generation euch dann noch nicht abgedrängt hat. Dass das ganze Internet dann inzwischen anders läuft. Irgendwann fällt euch nichts mehr zum Bloggen ein, weil sich die Idee überlebt hat wie einst Flower Power.

    Was dann? Mit 82 Straßenmusik machen, um was zu Essen zu haben? Was wenn man krank wird und Hilfe braucht? Ihr könnt euch vielleicht heute noch nicht vorstellen, dass man mit 65 nicht mehr so leistungsfähig ist. Mit 80 ist man erst recht müde. Egal wo auf der Welt, man ist mit zunehmendem Alter auf soziale Bindungen und unterstützende Strukturen angewiesen. Das zu leugnen führt nur in die Einsamkeit.

    Also: Alles supergeil, aber bitte ab 30 mal Kassensturz machen und neu planen. Nur die sehr Erfolgreichen können es sich dann leisten weiterzumachen.

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