Kennst du das auch? Wer sich nur aufs Geld verdienen konzentriert, der merkt gar nicht, wie ihm die Zeit unter den Fingern zerrinnt. Das Leben ist doch eigentlich viel zu kurz, um es so schnell verstreichen zu lassen, oder? Im folgenden Artikel teilt Anchu seine Meinung dazu mit uns.

Arbeiten zum Geld verdienen oder primär zur Selbstverwirklichung?

Du wachst jeden Tag auf und musst dich aus dem Bett quälen. Du frühstückst noch schnell was und machst dich dann in der überfüllten U-Bahn auf den Weg zur Arbeit – oder fährst im Schritttempo mit dem Auto dorthin. Auch nicht viel besser.

Das Einzige, was dich motiviert, ist zu wissen, dass es schon Mittwoch ist. Nur noch zwei weitere Tage und dann hast du deine Freiheit zurück.

Kommt dir das bekannt vor? Ja? Mir ging es auch so.

Es sind nicht „nur“ acht Stunden Arbeit

Einer der größten Irrtümer, den viele Menschen in der westlichen Welt begehen, ist zu glauben, dass ein Job hauptsächlich dazu da ist, um Geld verdienen zu müssen. Verstehe mich nicht falsch, wir alle brauchen Geld. Wie viel genau ist unterschiedlich, jedoch brauchen wir alle ein Minimum.

Aber zu glauben, dass Arbeit keinen Spaß machen muss oder dich nicht zumindest ansatzweiße erfüllen sollte, ist ein Trugschluss.

„Ach, es sind ja nur acht Stunden Arbeit am Tag. Solange ich gut verdiene und mir damit das Leben leisten kann, was ich will, geht das in Ordnung“.

Es sind nicht „nur“ acht Stunden, es ist der Großteil des Tages, der für die Arbeit drauf geht. Um neun fängst du an, also musst du spätestens um acht aufstehen. Vor sieben Uhr Abends bist du kaum zu Hause. Wenn du noch was einkaufen gehst oder sonst was erledigst, noch später. Damit ist der Tag so gut wie vorbei. Besteht das Leben nur aus Arbeit?

Was ist also der eigentliche Deal, den wir eingehen? Fünf Tage etwas tun, das uns nicht erfüllt, um zwei Tage frei zu haben. Wir tauschen fünf gegen zwei. Nicht unbedingt clever, oder was meinst du?

Das Problem ist nicht die Arbeit als solche

Fakt ist nun mal, dass wir alle arbeiten müssen – und höchstwahrscheinlich müssen wir sogar viel arbeiten. Das eigentliche Problem ist jedoch nicht viel zu arbeiten, sondern dauerhaft etwas zu tun, was uns nicht erfüllt.

Ich habe 2011 ein Praktikum in einem mittelständischen Unternehmen gemacht, ein Fahrradhersteller, um genau zu sein. Ich war früher semi-professioneller Radfahrer, also dachte ich, es würde ganz gut passen. Ich hatte eine ganz normale 40 Stunden Woche – ich arbeitet in einem 9 to 5 Job und ich war totunglücklich.

Wieso? Weil ich nicht dafür brannte. Nichts von dem, was ich dort tat, erweckte in mir auch nur die Spur von Zufriedenheit. Ich überlegte, ob es einen Unterschied machen würde, wenn ich für meinen Job mehr Geld verdienen würde – wenn ich anstatt 400€ Praktikantengehalt immerhin 4000€ bekäme.

Meine Antwort war ein klares Nein! Ich wäre immer noch unglücklich und unzufrieden, nur eben in einer größeren Wohnung und mit einem tollen Auto. Die 40 Stunden Woche war zu viel.

Geld hat wenig Einfluss auf Zufriedenheit

Um meine Seele vor dem Untergang zu bewahren, würde ich ein oder zwei Mal im Jahr einen schönen Urlaub machen, um mir einzureden, wie gut es mir doch geht. Klingt absurd? Absolut. Und trotzdem machen wir es.

Diese Erfahrung war für mich ein Schlüsselpunkt. Ich merkte, dass Geld nicht so viel verändert, wie wir denken oder wie uns die Gesellschaft verkaufen will.

Geld sollte nur ein Mittel zum Zweck sein, nicht unser Leben bestimmen. Wenn wir jedoch 5 Tage die Woche einem Job nachgehen, der uns nicht gefällt, lassen wir zu, dass Geld unser Leben regiert. Wir leben nicht selbstbestimmt.

Aber arbeiten kann auch was ganz anderes sein. Arbeiten kann Selbstverwirklichung sein. Arbeit gibt uns die Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen und der Welt ein Geschenk zu hinterlassen. Unser Geschenk.

Wir sollten Arbeit nicht als ein nötiges Tun sehen, das unser Überleben sichert, sondern als eine Möglichkeit, uns selbst auszudrücken und zu verwirklichen.

Ich will nicht leben um zu arbeiten – meine Leidenschaft

Seit ca. 10 Monaten arbeite ich sehr viel an meinem Blog. Ich schreibe über Frauen, Sex und Männlichkeit und helfe Männern dabei, das Liebesleben zu bekommen, das sie sich wünschen. Noch verdiene ich kein Geld mit dem Blog, aber ich arbeite an meinem ersten Produkt.

Ich arbeite oft bis spät abends (ich mach nebenher noch einen anderen Job, um Geld zu verdienen) und es macht nicht immer Spaß. Das wird Arbeiten nie tun, auch wenn wir unseren Traumjob finden.

Der Unterschied ist aber, dass es mich erfüllt. Ich weiß, es ist „was Eigenes“, ich weiß, ich helfe anderen Menschen, ich weiß, es ist mein Ding. Und das ändert alles.

Ich stehe morgens auf (nicht immer ausgeschlafen) und bin hoch motiviert und voller Vorfreude auf einen weiteren Tag, an dem ich etwas machen darf, was mich erfüllt und sich richtig anfühlt. Ich tausche nicht mehr fünf Tage für zwei. Ich tausche auch nicht vier Tage gegen drei. Ich tausche gar nichts mehr. Denn ich mache etwas, was mir gefällt.

Vor einigen Jahren las ich einmal:

Mache dein Hobby zum Beruf und du musst nie wieder arbeiten.“

Auch wenn es nicht immer ganz so einfach ist, es ist was Wahres dran. Geld ist notwendig, aber es bringt dir nicht viel, wenn du kaum Zeit hast oder unzufrieden bist. Nicht Geld ist das wahre Luxusgut, sondern Zeit. Guck dich um, Geld gibt es zu genüge. Du musst nur wissen, wie du ran kommst. Aber Zeit?

Zeit ist begrenzt. Jeder hat 24 Stunden pro Tag und 30000 Tage in seinem Leben (Durchschnittliche Lebensdauer eines Menschen in Tagen). Das war es dann aber. Wenn deine Zeit um ist, ist es vorbei.

Jedoch verhalten wir uns genau andersherum. Wir tauschen unsere kostbare Zeit gegen Geld. Als hätten wir genug Zeit zur Verfügung.

Schluss damit! Endlich Geld verdienen ohne Arbeit

Nutze deine Zeit, um etwas zu machen, dass dich erfüllt – und verdiene damit deine Brötchen.

Was das sein kann? Das musst du selbst herausfinden. Entdecke für was du wirklich brennst und überlege dir dann, wie du damit Geld verdienen kannst. Es wird dein Leben verändern. Versprochen. Hast du schon einen Beruf gefunden, der dich wirklich erfüllt? Lass es mich wissen.

Ein Leben ohne arbeiten zu müssen

Wenn du ähnlich wie unser Gastautor ein Leben führen willst, das frei ist und bei dem sich Arbeit nicht wie Arbeit anfühlt, dann lerne andere Querdenker und ortsunabhängige Online-Unternehmer kennen. Diese findest du in unserer Community Citizen Circle.

Lebe nach deinen eigenen Regeln!

Anchu Kögl
Über den Autor

Anchu Kögl

Vielen Dank an Anchu für diesen Gastartikel. Anchu reist um die Welt und schreibt über Frauen, Sex und Männlichkeit. Intensiv, filterlos und schockierend direkt. Besucht unbedingt seinen Blog: www.anchukoegl.com

93 Antworten zu “So verschwendest du dein Leben: Arbeiten, nur um Geld zu verdienen”

  1. Dem Grundtenor stimmt wahrscheinlich jeder, der hier mitliest zu. Ich auch, aber einen Punkt sehe ich anders:
    „Fakt ist nun mal, wir alle müssen arbeiten – und höchstwahrscheinlich müssen wir sogar viel arbeiten“

    Wir müssen heute nicht mehr 40 Stunden pro Woche arbeiten. Auch wenn 35 Stunden-Wochen in Deutschland eher eine Ausnahme ist und die Schweiz mit ihren 3/4 Stellen noch wegweisend ist, der Trend ist da und durch zunehmende Automatisierung und Outsourcing gar nicht zu vermeiden.

    Wenn diese 8 Stunden nicht mehr auf einen Tag gerechnet sind sondern auf eine Woche, dann sind es wirklich „nur 8 Stunden“.

    Gerade für Menschen, die ihr Hobby gar nicht zum Beruf machen wollen, die gar kein Hobby haben oder die einfach weniger Arbeiten wollen ist der naheliegendere Weg der Minimalismus. Mit Konsumverzicht und Geo Arbitrage kann man mit einer Stunde Arbeit einen Tag leben und dann passt auch die Work/Life Balance.

    Und das ist nur eines von vielen Problemen, die der Minimalismus löst…

    • Hi Florian,
      ich bin selbst Minimalist (wie immer man das auch definieren soll), jedoch kenne ich keinen, der mit 4h arbeiten pro Woche hinkommt. Ob das möglich ist? Vielleicht. Jedoch weiß ich gar nicht, ob das so erfüllend ist. Was machst du den ganzen restlichen Tag? Ich denke, es ist erfüllender etwas zu tun, was man wirklich liebt – auch wenn man dann ein bisschen mehr arbeitet.
      Viele Grüße,
      Anchu

      • sehr spannend…was hier zum Thema „Arbeit“ zitiert wird, ebenso auch die Einleitung…
        Wenn ich darf möchte auch ich noch meine Geschichte dazu beitragen…
        Ich bin 33 Jahre, w, und hatte insgesamt bisher über 30 Jobs (u. A. Freelancer, Teilzeitjobs, Vollzeitjobs, geringfügig, und gar keinen Job:) – hauptsächlich Büro, Gastronomie, Soziallbereich oder ich saß im Garten 😉
        Dementsprechend konnte ich natürlich viel Erfahrung sammeln, alle möglichen Geschäftsbereiche, viele Menschen-Typen. Diese Erfahrung möchte ich nicht missen. Es gab aber auch Zeiten die nicht so dolle waren…wo ich nicht mehr wusste wer ich bin und wozu das Ganze. Diese Konflikte können sehr verunsichern. Schlussendlich wenn man sich aber treu bleibt, geht man gestärkt und mit neuen Ideen heraus…
        Heute fast 15 Jahre später….
        Ich verdiene zwar mein Geld nicht durch meine Kreativität oder besondere Begabung (welche auch immer das sein mag :), aber dafür habe ich einen Job den ich zu schätzen weiß. Arbeitszeit von 7:00 Uhr bis 15:30 Uhr (anschl. mind. noch 7 Stunden Freizeit!!). Fahrt zur Arbeit mit dem Auto ca. 20-25 min (Benzinkosten durch meinen günstigen Flizer max. 70 EUR/Monat), ein tolles Büro, viele Arbeitskollegen, korrekter und netter Chef, viel Arbeit (auch herausfordernd), öffentlicher Dienst im Gesundheitswesen, überdurchschnittlich guter Gehalt. Momentan bin ich gerade am verhandeln, wegen einem Sabbatical (mind 120 Tage) – wenn alles klappt kann ich in ca. 4 Jahren um die Welt reisen 🙂
        Dieser Job war damals Zufall, und jetzt kommt die eigentliche Pointe: Ich wollte nämlich überhaupt nicht mehr in einem langweiligen Büro meine Zeit verschwenden. Ich war mir nicht mal sicher, ob ich überhaupt noch hier in diesem Land bleiben wollte…
        – – Doch dieses Job-Hopping ging nun schon schon über 10 Jahre, und irgendwie hatte ich darauf keine Lust mehr und brachte mich auch nicht wirklich weiter….weshalb ich mich zum x-ten mal in einen Job stürzte um wieder ein Kreuzchen mehr auf meiner Liste machen zu können: „100 Jobs die man gemacht haben muss, bevor man stirbt“ 🙂 und meiner Umgebung zu liebe…
        Das war nun vor 5 Jahren und siehe da..ich sitze noch im gleichen Büro, fast jeden Tag und dabei ist mir etwas klar geworden:
        Wenn ich diesen Job nicht hätte, könnte ich mir meine teuren Hobbys nicht leisten, die mich wirklich beflügeln…..Klavierunterricht, Tanzunterricht, Trommelunterricht, meine Katzen die ebenfalls nicht zu kurz kommen 😉 und natürlich sonst noch so einige Dinge, die mir aber nicht so viel bedeuten, worauf ich nicht auch verzichten könnte. Die restlichen Hobbys, kosten ja fast kein Geld (hauptsächlich Wandern, Radfahren, Zeichnen, Lesen) – aber auch hier gehts nicht immer ohne….
        Ich leben ansonsten sehr minimalistisch. Ich kaufe so gut wie keine neuen Dinge, habe fast keine Dauerverträge mit Niemanden, baue mir selber Gemüse, Obst und Kräuter an, habe nicht wirklich viel Schnickschnack, ein Haustelefon, ein Handy für den Notfall im Auto, einen Fernseher aber ohne Kabel/SAT-Fernsehen ;)….viele Bücher, viele Bekannte, wenig Freunde, eine super tolle und große Familie – helfe überall wo ich kann mit und vor allem bin ich gesund und kann mich frei bewegen. Und solange ich und mein Körper im Einklang sein können, und alle wohl genährt sind – werde ich mich darüber freuen, einen „Job“ haben zu dürfen, der mir die Möglichkeit gibt auch die Dinge machen zu können, die einfach zusätzlich noch mehr Lebensfreude bereiten und mich sogar hin und wieder in andere Welten eintauchen lässt…
        Man könnte es vielleicht auch als Umkehreffekt bezeichnen;)

      • Denke auch, dass man, wenn man weniger arbeitet, die gewonnene Freizeit ja mit Inhalt füllten muss. Ansonsten kann es schnell langweilig werden! Wenn man viele Hobbys hat, ist das vielleicht kein Problem. Wenn das aber nicht der Fall ist, sollte man lieber wieder mehr arbeiten, damit man eine Beschäftigung hat! Das was man macht, sollte allerdings auch etwas Freude bereiten. (Auch wenn Arbeit nicht immer nur Spaß machen kann. Da sollte man schon realistisch sein.)

    • “ ….um 9 Uhr gehst du zur arbeit ….“, daß ich nicht lache. Schon mal im 3-schicht-System
      gearbeite ? Montage ,Freileitungsbau , Sonntags um 1 Uhr (nacht’s) fährst du 800 km nach
      Österreich, bist um 8 uhr am Montag morgen da, um 9 Uhr fängt die Arbeit an. In der wär-
      meren Jahreszeit jeden Tag 12 Stunden knöppeln, am Wo-ende geht’s natürlich durch. An-
      geblich kann der Termin nicht anders gehalten werden. Mit 58 gehst du dann in den Vorruhestand, leer und ausgelutscht. Freunde hast du keine, allenfalls Saufkumpane,
      die aber nie Freunde sein werden. Alles wegen des Geldes von dem uns Banken, Konzerne, selbstherrliche Politiker , welche sich als Wohltäter darstellen und doch nur
      Triebtäter sind, abhängig machten. Und das übelste ist, unseren Kindern und Enkeln
      wird es nicht anders ergehen. Schöne, neue Welt ! ! !

      • Da muss ich Peter leider recht geben.
        Ich musste 4 Jahre lang um 4:30 aufstehen und kam um 20 Uhr heim. Es war eine Katastrophe. Und diejenigen die glauben das ich dadurch viel Geld verdient habe…300€. Das war zwar Lehre, aber trotzdem ein Scherz und das in mitten von Europa in Österreich. Ich bin seit 1 Jahr arbeitslos und hatte schon mehrere Vorstellungsgespräche. Die Chefs sind eigentlich so ziemlich alle total durch den Wind und man wird nur mehr ‚angekotzt‘ von denen und, so wie ich es heute auch mal wieder erfahren musste, man wird wie ein Sklave benutzt, ich will kein Sklave sein, muss ich deswegen gleich selbstständig werden? Nur mit was? Ich würde so gerne weiterlernen, ich bin 22 und will frei sein bzw. reisen und die Welt entdecken. Ich will das tun was ich will und dann kommt das Arbeitsmarktservice und sagt: „NEIN, du machst das was wir dir sagen, egal ob du willst oder nicht“. Ich bin derzeit in nen Kurs vom Arbeitsmarktservice und weine jeden Tag, weil ich nicht das tun darf, was ich will bzw. lernen darf was ich will. Ich denke es geht vielen anderen genauso

    • Matthias

      In dem Artikel steckt sicherlich sehr viel Wahres drin. Problem nur: Was mache ich, wenn sich mein Wunschberuf nicht erfüllt – obwohl ich mein Möglichstes dafür getan habe? Stellen werden ja heutzutage leider kaum mehr nach fachlicher und persönlicher Qualifikation vergeben, sondern aufgrund des besseren Vitamin B. Und soll ich mich dann beleidigt zu Hause hinsetzen und sagen, ich mache jetzt gar nichts mehr? Damit ist wohl niemandem geholfen. Und wie es schon Alice oben schreibt: Freiberuflichkeit ist nicht in jeder Branche eine wirklich sinnvolle Alternative – jedenfalls nicht, wenn man nicht sein ganzes Leben am Hungertuch nagen will. Es hat ja leider auch nicht jeder Eltern, die einen bis zur Rente finanzielle bezuschussen und einem dann noch ein dickes Erbe hinterlassen können. Letztlich finde ich daher, dass ein Großteil von uns seine Erfüllung halt eher im Privatleben suchen muss – und dann dann auch findet, hoffentlich …

  2. Ich finde diesen Beitrag sehr schön, denn ich hasse meinen Beruf abgrundtief ,weil es nichts weiter als ein Beruf ist aber keine Berufung darstellt, darum bin ich nur noch auf 50 % bechäftigt damit ich meine Freizeit mehr geniessen kann und meinem Wunschberuf in einem Fernlehrgang nacheifern kann. Klar es ist eine Umstellung…eine sehr große Umstellung sogar wenn man am Ende des Monats nicht mehr schöne Zahlen sieht sondern mit relativ wenig Geld durchkommen muss ( momentan). Aber ich habe auch nicht mehr das große Geld im sinne … lieber ein armer und glücklicher Künstler als ein reicher und durchgehend gestresster Arzt.

    Mit einem Gruß
    P.

    • Hi Mirjam,

      warum gehst du dann nicht auf Reisen? Reisen ist nicht so teuer wie man denkt. Ich bin schon viel gereist und habe dort viele richtig coole Leute getroffen.

      Das interessante ist, dass diese Weltenbummler alle irgendwann ihr Ding finden und damit erfolgreich sind. Ich kenne viele, die jetzt Mitte 30 sind und sich eigene Unternehmen aufgebaut haben. Die meisten von denen sind bis Ende 20 rumgereist und haben das Leben genossen. Das tun sie jetzt auch noch, nur dass sie jetzt dafür Geld kriegen.

      Fang mit Work and Travel an z.B. in Australien und schau, wo es dich hintreibt 😉

      Grüße
      Dario

      • Genau so sehe ich das auch. Weltenbummelei, das ist für mich auch ein erfülltes Leben. Sich schon in jungen Jahren dem Vollzeit Arbeits-Faschismus hinzugeben, und sein Geld in Dinge zu investieren, die man nicht braucht (bsp: Teures Auto, was irgendwann auf einer Schrotthalde in seinem eigenem Rost verendet) sollte man zusehen dass man was erlebt, ansonsten ist das Leben mAn sinnlos.

    • Nicole Harriman

      Liebe Mirjam, sofern du noch keine Kinder hast, die du ernähren und zu einer guten Schule schicken musst, wünsche ich Dir, dass du dich unabhängig vom Jobcenter bzw. eurem Arbeitsmarktservice machen kannst. Nimm dir lieber einen kleinen Teilzeitjob mit dem du irgendwie über die Runden kommst bis du weißt welcher Weg der Deine ist. Viel Mut und Kraft… alles Liebe, Nicole

    • Darius-Marvin Westerhold

      Wie wäre es alles hier zu lassen und mit Couchsurfing ( + an manchen Tagen auf der Straße) ins Ausland zu gehen oder wo du hinwillst?
      Um den Kopf feri zu kriegen und den ganzen Frust von dir abzulassen?

  3. Du sprichst genau meine Gedanken aus. Hammer!
    Nur bin ich grad soweit, dass ich täglich zur arbeit gehe und aussichtslos in die Zukunft blicke. Ich weiß noch immer nicht, was „meins“ wäre.

  4. Benjamin Seber

    alles aussichtslos! ich arbeite schon seit Jaaaahhren und es kommt nichts bei rum, ich habe immer noch kein prall gefülltes konto, fahre immer noch eine alte schüssel, und teures essen muss ich nicht haben, kenne keinen der 150 jahre alt wird oder gesünder ist dadurch, ich bin endlich aufgewacht und habe meine jobberei „erstmal“ an den nagel gehängt, und ja genau mehr ausgeben als ich habe kann ich nicht, aaaber!!! was mir gefällt dass ich jetzt leben kann und meine zeit sinnvoll nutze, spazieren gehen, schlendern durch die city, leute besuchen, quatschen, zuhause dinge tun wofür ich sonst kiene zeit hatte, und und und…… alles für lau, kostnix!!! so zum gegenteil zur arbeit— jeden morgen aus dem bett quälen, arbeitsklamotten anziehen, zur arbeit fahren, genau eine stunde morgens verloren, hat unnötig geld gekostet wegen benzin, unbezahlte stunde… Netto 8 stunden abrocken plus pause = 8,5 stunden wieder nach hause duschen…= 10,5 stunden für 8 schlech bezahlte stunden, jetzt noch nen stündchen ausruhen wegen der arbeit, so schon sind wir bei fast 12 stunden, jaaa an alle kritiker, bleiben noch etwa 5 stunden freizeit, wie toll, schaut mal jetzt habe ich die zeit einen roman zu schreiben das nenne ich absolute freiheit, werde jetzt gleich pennen gehen denn ich muss morgen pünktlich zur guten zeit um 11:11 zur feier da sein, ach und urlaub muss ich mir nicht nehmen, habe ja frei, also bye bye

  5. Ich bin seit der Kindheit paranoid schizophren. Habe mich trotzdem durch Schule und Studium gequält, den Abschluss kurz vor Schluss wegen erneuter Symptome nicht geschafft, obwohl die Noten traumhaft waren. Nun hänge ich seit Monaten rum (wie so oft), habe keine Hobbies und es gibt auch nichts was mir Spaß macht. Dach über dem Kopf habe ich bei den Eltern, essen darf ich hier auch umsonst, nur Krankenversicherung und Pflegeversicherung muss ich selber aufbringen. Hört sich paradiesisch an, in Wahrheit ein langer, quälender Weg ständiger Verzweiflung. Die ständige Einsamkeit, da andere Menschen nicht an mir interessiert sind. Die Perspektivlosigkeit, nichts selber leisten zu können.
    Da ich kaum mehr emotionalen Empfindungen habe (nennt man Affektverflachung, ein Symptom der Krankheit), die Depression aber sehr wohl mein ständiger Begleiter ist, sehne ich mich nach einer halbwegs sinnvollen Tätigkeit unter Leuten. Ob ich dafür fit genug bin wird sich noch rausstellen, ich hoffe ich halte den 8-Stunden Arbeitstag durch.
    Ich kann nur sagen, Hut ab vor den 50 % der deutschen Bevölkerung, die sich täglich zur Arbeit quälen auch wenn es ihnen zum Hals raushängt. Wer will schon jeden Tag den Leuten in den Zähnen rumbohren, oder in der Kläranlage arbeiten.
    Das eigentliche Problem sehe ich nicht in der Vergeudung von Zeit, sondern in der Tatsache, dass nur etwa die Hälfte der Deutschen arbeitet, und das Geld sich immer mehr bei wenigen Leuten sammelt. Würde man die Arbeit gerecht verteilen, und das Geld ebenso, dann gäbe es nicht das Problem, dass man volle 8 Stunden irgendeine Drecksarbeit machen muss, ohne dass man dafür die Anerkennung bekommt die man verdient, und jeder nur schlecht gelaunt ist und man noch angepöbelt wird. Die Arbeit muss getan werden, es gibt unendlich viel Arbeit die geschaffen werden müsste, aber das Geld, die Geldverteilung, und die mangelnde Beteiligung großer Massen an der Arbeit ist das Problem. Zwangsarbeit durch Zeitarbeitsfirmen, zudem Menschen die keiner produktiven Tätigkeit nachgehen, trotzdem Gelder beziehen.

    • Der Blogeintrag spricht mir aus der Seele!

      Ich habe meine Ausbildung in der Altenpflege gemacht weil mir mein damaliges Praktikum gut gefiel und meine Ausbildung auch nicht anders verlief.

      Ich fing dann mit 18 an richtig zu arbeiten und das auf 85% Basis in einem Pflegeheim. Nach schon kurzer Zeit hatte ich keine Lust mehr auf das Pflegeheim weil dort pflegerische sehr sehr große Misstände vorhanden waren und wurde durch unzureichenden Schutz eine Woche Krank (grippe) und wurde deshalb direkt gekündigt.
      Dachte mir naja wird nicht wieder passieren und direkt nächsten Job bekommen in einem Pflegeheim mit sehr gutem Ruf!

      Als ich dort anfing war alles Prima und Kollegen kam ich auch klar gut. Als ich dann nach meiner Einarbeitung richtig klotzen musste und ca. 14 Tage durcharbeiten musste, 1-3 Tage Frei und dann wieder weiter und immer von Tag zu Tag zwischen spät und Frühschicht Wechsel hatte, bekam ich allmählich Schlafprobleme und wachte jede 3/4h auf ohne mir erklärlichen Grund. Dies erleichterterte mir meine Arbeit nicht unbedingt und ich zog mich wegen der durchgehenden Arbeit komplett aus meinem eig. großen Freundeskreis zurück.
      Ich stand um 4:45Uhr auf, um 5:45 Uhr mit dem zug zur arbeit und dann um dreie Zuhause, wenn ich einkaufen musste so um fünfe meistens. In der Spätschicht um zehne aufstehen, kurz was essen, um zwölf zur arbeit los, um 13Uhr beginn, um 21Uhr ende und dann um halb elfe daheim. Dann hab ich natürlich auch eine Freundin die auch was noch von mir haben will. Aber das konnte ich einfach nicht mehr, war immer ausgebrannt und ausgelaugt nach der Arbeit und war immer genervt, angespannt und extrem übermüdet. Direkt am Anfang hatte mich die Nachtschicht (2 Mitarbeiter) davon irgendwie auf dem Kicker und behaupteten wilde Sachen über mich (würde flüßigkeitsbilanzen fälschen, die Leute nicht kontrollieren abends bevor ich gehe) und das machte mir zusätzlich noch zu schaffen dann. Ich habe dadurch immer mehr getan in der Arbeit und immer auf noch so jedes kleien Detail geachtet was an mir ausgesetzt wurde, hab über mein Limit gearbeitet um es perfekt zu machen, aber immer wieder hat man was gesagt über irgendwas was ich nicht gemacht hätte! (Obwohl ich alles dokumentiert, fotografiert dann sogar habe)

      Ich fühlte mich ausgelauft, genervt, allein und einfach „Tod“. Hatte keinen Antrieb zu nichts mehr und das was ich mir von dem Geld kaufen konnte, wie technischen Schnickschnack (Technik interessiert auch) erfühlte mich für wenige Tage mit glück und das war es dann auch schon. Ich bin dann in ein loch gefallen und sah in rein Garnichts mehr einen sinn, aber konnte auch nicht aufhören zu arbeiten weil ich alles ja irgendwie finanzieren muss (eigene Wohnung) und meiner Freundin auch was bieten wollte!
      Hatte sehr oft, fast jeden Tag streit mir ihr wegen meiner Laune! Ich war in ärztlicher Behandlung wegen meiner schlafprobleme und der überwies mich direkt zu einer Psychologen und sie stellte mir offen fragen wie ich mich fühle etc. und hat mir erklärt das ich bereits in einer schweren Depression sei, ein starkes schlaf Defizit im Unterbewusstsein aufgebaut habe, meine Gefühle total abgestumpft sind und ich fast vor einem Burnout stände! Ich gestand mit dies dann zum ersten mal selbst ein, das ich es selbst nicht mehr schaffe und war dann öfters krank und wurde schlussendlich gekündigt und lebe nun von Harz-4 weil mir normales arbeitslosen Geld nicht zusteht und Krankengeld genauso viel ist. Bin Krank geschrieben für erstmal ein halbes Jahr, kaum Geld aber ich habe Zeit und bin langsam dabei mich wieder selbst zu finden und habe eine Ausbildung bekommen als Fachinformatiker was mich interessiert und hoffe bin bis dahin Gesund wieder richtig!

      Ein guter deal war es nicht, ein halbes Jahr Arbeiten für die Qualen die ich jetzt hatte und Krankheiten die ich jetzt habe davon :///

      Ich hoffe einfach in meinem neuen Beruf das meine geregelten Arbeitszeiten das etwas verbessern und ich eine Berufung darin finde und keinen einfach Job den ich jeden Tag aufs neue mache ohne irgendwelchen Antrieb und Sinn darin zu sehen!

      <Christ deine Ansicht verstehe ich total!

      Du hast jemanden, woran du siehst, das dass, was du tust eben diejenigen Glücklich macht, diese ohne Sorgen Leben können, dies erfüllt einen natürlich schon extrem und für die eigenen Kinder steckt man viel ein denke ich!

  6. Benjamin Seber

    ja das ist in der gesellschaft leider so, es geht nicht um den respekt und um die anerkennung im job, sondern das was man an gehalt bekommt und was man auf dem konto hat (abgesehen von den wahren freunden denen das egal ist) das habe ich nun mittlerweiler heraus gefunden, egal was du an einem normalen job machst das sieht keiner, die leute die in der kläranlage arbeiten oder die, die den müll sortieren, und all diese schmutzigen jobs, das sehen die da oben nicht, was bitte leistet ein schauspieler oder fussballer das man ein utopisches gehalt bekommt, das soll jetzt nicht heissen dass das nicht gerecht ist weil wenn ich fussballer geworden wäre, gerne her mit den millionen, nur das geld gerecht zu verteilen funktioniert auch wieder nicht, warum sollte einer der keinen bock auf eine ausbildung hat genau das verdienen wie jemand der studiert hat, also die verteilung ist schon gerecht an bildung, aber immer noch nicht an leistung, es muss soviel verdient werden ohne sich durch den monat zu quälen und die angst die einem gemacht werden soll, bla bla was ist wenn ihr arbeitslos werdet …….. , wo bitte ist die realität? auto bar kaufen für 30000€ ich lach mich tot, ja ja kredit nehmen für 10 jahre, oh man was denken die, und der arbeiter bei vw steht da für nen zehner brutto, na klar, also es ist nur etwas motivierend wenn das geld passt, es ist so wie mit dem kaufen, könnt ihr euch eine 3 millionen villa leisten? eher nicht, also denke ich so genau nur andersrum, für das geld kann ich leider nicht arbeiten gehen, http://www.zeitzuleben.de/13184-ich-bin-faul-und-das-ist-auch-gut-so/ seht mal hier endlich mal das wahre! fortsetzung folgt

  7. Wow. Dein schreibstil ist super. Hab es wie Gummibärchen verschlungen. Hättest du ein Buch veröffentlicht würde ich es sofort kaufen. Deine Aussagen über die Arbeit und das Leben bzw. das Leben und arbeiten sind klasse. Ich habe das Problem das ich mich auch nur auf die Arbeit stürze weil ich nicht weiß was ich mit meiner Zeit machen soll. Hobby zum Beruf..das hab ich mir nur als Teenager vorgestellt jetzt aber sieht es aus als müsse ich arbeiten. Ich will nicht arbeiten (kein Alg oder hartz4 ) ich will was machen womit ich mich identifizieren kann und damit mich verwirklichen ich will das man weiß ich bin da gewesen.
    O mann das klingt depressiv. Ich vermisse es ein teil von etwas zu sein wo ich mein Ketchup nicht Senf dazugeben kann. Die zeit so zu nutzen..das ich..etwas hervorbringe. .
    Danke.

  8. Artikel gebuffert! Ich kann da voll und ganz nachempfinden. Das ist der Hauptgrund, warum ich meinen Blog aufbaue.

    Ich möchte nicht für „jemanden“ arbeiten, ich möchte auch nicht die Träume von jemand anderen erfüllen.

    Ich will meinen Traum leben und dafür unglücklich mein Leben einer anderen Person gegen ein wenig Geld in die Hand zu drücken, ist definitiv der falsche Weg. Es hat etwas von einem Pakt mit dem Teufel abschließen. Nur nicht ganz so lukrativ.

    Viele liebe Grüße
    Vladimir

  9. Super Artikel, hat mir sehr gut gefallen. Ja ich denke, es muss eben zwischen Brotjob, Karriere und Berufung unterschieden werden. Brotjob= „wann ist der Tag endlich rum, Urlaub bereits 10 Jahre im Voraus planen und sich auf die dann wohl nicht mehr vorhandene Rente freuen“. Karriere ist dann wieder etwas mehr mit Ambitionen und das Anstreben einer besseren Position verbunden und bei der Berufung merkst Du gar nicht, dass Du arbeitest, weil Du Dein „Warum“ kennst. Zuerst nur der Leidenschaft zu folgen ist sogar riskant, wie wissenschaftliche Untersuchungen schon gezeigt haben…Aber das ist wieder ein anderes Thema 😉 LG Tobias

  10. Hey, wie immer Super Artikel.
    Ich selber bin ebenfalls Minimalist.
    Meine Devise ist ebenfalls. Einfach Machen. Nicht lange Planen. TUN!
    Habe jetzt einen kleinen Affiliate Online Shop gebaut. Ich hatte eine Vision und dementsprechend umgesetzt.
    Sowas macht mir Spaß. Ich hoffe es ist ein Mehrwert.
    Gruß

  11. Ein interessanter Artikel, aber ich muss sagen, dass jede Arbeit nach einer Zeit langweilig zu sein scheint. Und die Gesellschaft braucht vor alem die Menschen, die langweilige Arbeit ausüben wollen.
    Ja, ich bin so pessimistisch eingestellt… 😉

  12. Ganz richtig, damit kann ich mich nur einigen. Es sind nicht nur 8 Stunden die wir „Verschwenden“ um Geld zu verdienen und dann Sachen zu kaufen die, wie wir denken, das Leben wertvoller machen.

    Ein ehrlicher und wahrer Artikel. Ich selber bin erst seit kurzem Minimalist, aber ich fühle mich deswegen noch reicher als je zuvor.

    Bezüglich Geld, noch ein tolles Zitat zum Schluss „Sie kaufen Dinge, die sie nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen, mit Geld, das sie nicht haben.“

    Gruß
    Norman

  13. Ich bin 43 und hatte bis vor 3 Jahren einen 10.000€ Job im Monat gehabt – als Freelancer UX-Designer und war tot unglücklich. Ich wollte raus in die Natur statt 8 Stunden mit doofen Kollegen im Zimmer zu hocken, die den ganzen Tag nur jammern. Ich wollte keine Chefs haben, weil ich absurd fand sie reich zu machen. Ich kam mir vor wie ein Sklave. Mein Problem war aber gar nicht der Job und das habe ich herausgefunden, nach dem ich ein Jahr Pause gemacht habe. Mir hat der Ausgleich gefehlt: Partys, Frauen, Sex. Ich bin nach Berlin gezogen und hier habe ich alles was mir gefehlt hat und seit dem klappt es auch mit dem Job. Ich bin ausgeglichener und ich gehe niemandem auf dem Sack und ich auch niemandem. Sport, Bewegung, Partys, das haben mein Leben gerettet. Also es ist nicht immer der Job sondern auch der Ausgleich ist ganz wichtig. Vorm TV hocken wird man nie glücklich, es sei du bist 90. TV klotzen macht einem nur depressiv. Besser als das ist sogar nichts tun, wirklich sich den ganzen Tag nur die Decke anschauen, den dass bringt dich auf Ideen. Du denkst du bist alleine und konkurrenzlos. Du fängst plötzlich an Pläne zu schmieden, zu lesen und schreiben. Du lässt dich nicht mehr ablenken und konzentriest dich nur auf dich. Also fang jetzt schon an, dir die Decke anzuschauen und mach das so oft wie möglich, und mach das am besten nüchtern 🙂

    • HI

      dein Text ist der Hammer, ist fast so also würdest du mich kennen!
      Und hättest meine Idee geklaut, aber durch meine viele freie ZEIT weiß ich das jede Idee immer 2x kommt!

      Mein Rat an alle die frei werden wollen, macht mal 4-6 Wochen nur das was ihr wollt, ohne Termine ohne Verpflichtungen.

    • DerJungeMensch

      Hey Leute,
      ich bin 18 und mach grade ein FSJ und hab ein bomben-abi (1,4). Ich bin grade echt am überlegen, was ich studieren/arbeiten soll. Ich könnte ja alles, toll, alle möglichkeiten haben, nicht wahr? Aber es ist auch eine Qual dabei: treffe ich eine falsche entscheidung kann ich später immer sagen: damals konntest du was anderes machen, da hast du den fehler gemacht. und seitdem scheue ich jede definitve entscheidung. ich will Medizin machen, weil es mich unglaublich fasziniert, aber die schichtarbeit und das (vergleichsweise) ja doch niedrige gehalt bei langen arbeitstagen schreckt mich ab. vor allem weil der freund meiner schwester und einer meiner besten kumpels dual studieren und schon mit 22 mit gleichem gehalt einsteigen, mit dem ich dann mit 26 anfangen würde. aber ganz im ernst: was soll ich mich da vergleichen? beinahe hätte ich gehalt zum kriterium nummer 1 gemacht, was ich studiere. Da gewöhnst du dich dann dran dachte ich, also an das fach, dann wirst du gut drin undso, bist ja intelligent. aber dieser blog und meine familie und freundin haben mir gottseidank noch kurz vor knapp die augen geöffnet: warum soll ich dual BWL machen oder mechatronik, wenn es mich nicht interessiert? Nur wegen mehr kohle im monat? mir erschien das echt ne gute idee! Mit Wirtschaftsingenieur habe ich geliebäugelt, obwohl mich weder wirtschaft noch ingenieur auch nur peripher tangiert. das heisst beide fächer gehen mir am arsch vorbei. Ich weiß dass ich bei medizin ackern muss wie bescheuert aber ganz ehrlich? abwägen, dass man möglichst viel stundenlohn kriegt und möglichst selten zur arbeit muss, tut doch nur einer, der etwas tut dass er nicht will! und deshalb seh ichs so: Lieber acker ich mich für etwas tot, dass ich liebe und mich fasziniert und das mich zufrieden macht und in dem ich einen sinn sehe, anstatt nur entspannt zu arbeiten und ein bomben gehalt zu kriegen und meinen job nur (r)umzubringen. Amen 😀

  14. Hallo zusammen!

    Sehr interessant hier mitzulesen. Ich möchte meinen Job auch auf keinen Fall länger machen.

    Sehr regelmäßig muss ich länger als 8 Stunden pro Tag arbeiten. Das ganze dann ohne Vorwarnung ganz spontan. Überstunden Zulagen gibt es auch nicht.

    Wobei es auch nicht ums Geld geht. Möchte einfach keine körperliche Arbeit mehr verrichten und unter keinen Umständen länger als 8 Stunden am Tag machen.

    Bin drauf und dran erstmal ein Jahr Arbeitslosigkeit zwischen zu schieben.

    Ich sehe um mich herum, dass viele Menschen zuviel arbeiten und krank werden oder früh sterben. Nicht wenige sind Alkoholiker. Aber solange sie arbeiten gehen, sei es auch noch soviel, klopft man ihnen auf die Schulter.

    Ich hab die ganze Scheisse satt. Ich möchte ein gesundes, selbstbestimmtes Leben führen.

    Wenn der Ausbildungsstand, bzw. die Qualifikation nicht all zu hoch ist, wird das leider sehr schwierig.

    Zum Glück habe ich keine Schulden gemacht und keine Kinder in die Welt gesetzt. Dann wäre es mit der Freiheit endgültig vorbei.

    Wirklich schade das es so ist.

    LG. 🙂

  15. Ich habe in meiner Jugend eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin gemacht und auch fast 8 Jahre in dem Beruf gearbeitet, bis ich mich mit Ende 20 dann doch noch mal für eine neue Richtung entschied. Als ZMF verdient man leider zu wenig zum leben und zu viel zum sterben, man kann sich kaum eine Wohnung leisten oder in den Urlaub fahren. Also ging ich wieder zur Schule, machte mein Abi, studierte Design und machte meine Leidenschaft zum Beruf. Nun bin ich seit einigen Jahren angestellte Designern…und was soll ich sagen, ich war noch nie in meinem gesamten Leben derart unglücklich und von profitgeilen Menschen so angewidert!

    Nun steh ich hier mit meinem Studium, meinem Job, mehr Geld, mehr Wohnung, mehr Auto von allem mehr….aber ohne einen Hauch Menschlichkeit. Es zählt nur Profit, Geld…schnell schnell, denk! Mach! Liefere ab! Ohne Freizeit, ohne Freunde, ohne alles!

    Alles was mir mein Drang zur Selbstverwirklichung gebracht hat, ist die Erkenntnis, dass eine unterbezahlte Zahnarzthelferin vor allem eines hat: Zeit für die wichtigen Dinge im Leben! Wenn ich mich recht erinnere hatte ich damals auch Kollegen mit denen es liebte zu arbeiten, weil wir uns gegenseitig stützten und uns vertrauten.
    Es gab keinen Konkurrenzkampf und keine Messer im Rücken!

    Weniger ist mehr! In jeglicher Hinsicht…

    Gute Nacht

    • Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin seit 10 Jahren freiberufliche Illustratorin, zeichnete und malte seit meiner Kindheit, habe Design und Illustration studiert. Ich habe dementsprechend wirklich mein Lebensinhalt zum Beruf gemacht. Leider ist die gesamte Design-/Kunstbranche.. Nun du beschreibst es ziemlich genau, so dass ich es nicht wiederholen muss. Fakt ist, dass ich nun überhaupt keine Lust mehr habe, irgendeinen Stift oder Pinsel in die Hände zu nehmen, wenn ich nur daran denke, bekomme ich ein schweres und beklommenes Gefühl. Ich denke momentan auch über eine sinnvolle Umschulung nach… Wie dem auch sei.
      Der Artikel ist großartig. Es ist allerdings ein zweischneidiges Schwert, wenn man sein Hobby zum Beruf macht. Man geht am Anfang auf jeden Fall darin auf, aber irgendwann wird es Arbeit, harte Arbeit. Und in meinen Fall finde ich es schade, dass ich komplett die Lust an meinem Lieblingshobby verloren habe.

  16. Ich kann dem nur 100%ig zustimmen! Ich selbst arbeite mittlerweile nur noch halbtags in einer Festanstellung mit dem Ziel, irgendwann komplett selbstständig arbeiten zu können. Währenddessen baue ich mir mein eigenes Online Business auf. Derzeit schreibe ich an meinem ersten eigenen Buch (Einem Buch für Wanderanfänger) und es gibt nichts, was mich bisher in meinem Leben mehr erfüllt hat als das Schreiben dieses Buches! Ich weiß, dass ich es nur für mich mache und nicht für irgend einen Chef oder ein Unternehmen! Und ich habe bereits Ideen für weitere Bücher! Seit dem ich mit meiner eigenen Arbeit durchgestartet bin, geht es mir so viel besser! Ich war kein einziges Mal mehr krank und kann das Leben viel mehr genießen!!!

  17. Also ich kann dem nicht ganz zustimmen. Ich hatte schon mehrere Jobs und bin derzeit bei zwei Jobs angestellt und nebenbei selbstständig. Insgesamt verdiene ich damit brutto ca. 6000 Euro im Monat, netto knapp über 3000. An dem Geld habe ich auch wirklich Freude, u.a. habe ich mehrere Autos und ich stehe auf Autos, wollte schon als Kind mehrere haben, die machen mir durchaus Spaß. Mein Leben wäre leerer, wenn ich die nicht hätte und insofern macht Geld schon glücklich. Ansonsten bin ich eher Stubenhocker und sitze gerne den ganzen Tag vorm Fernseher. Das hat nichts mit depressiv zu tun, es gibt eben Menschen, die nicht gerne weggehen. Mit Party und Reisen kann man mich nicht locken. Ich bin halt eher gemütlich.

    Meine Jobs finde ich insgesamt ok. Ich bin generell nicht so begeisterungsfähig, dass ich für irgendwas brennen würde oder denke, es gebe eine Berufung für mich. Immer, wenn ich früh noch müde bin und gar nicht aufstehen will oder wenn mich meine Vorgesetzten nerven, denke ich mir aber auch, dass ich am liebsten gar nicht mehr arbeiten wöllte. Ich mag das generell nicht, wenn ich mich nach anderen Leuten richten soll oder irgendwelchen Leuten nach dem Mund reden soll. Schon die Urlaubsplanung kotzt mich an, denn da muss ich für jeden Tag, den ich nicht da bin, einen Vertreter organisieren – dieses organisatorische Hick Hack. Andererseits will ich aber nicht auf Geld verzichten. Ich wäre mit einem Job, mit dem ich weniger verdiene, garantiert unglücklich. Bei der Selbstständigkeit ist es auch so, da habe ich keinen Chef, aber ich muss dennoch Termine und Vorgaben einhalten, auch wenn ich nicht immer Lust habe. Selbstständigkeit ist für mich kein Ausweg aus der Arbeitsunlust.

    Aber da ich mir nebenbei Immobilien kaufe, die ich vermiete und da ich einiges spare, kann ich in nicht allzu ferner Zukunft aus dem Arbeitsleben auszusteigen oder mit 1-2 Tagen Arbeit in der Woche hinzukommen. Da kann ich den ganzen Tag herumgammeln, fernsehen, mit meinen Autos herumfahren und machen, was ich will und damit es mir nicht langweilig wird und ich weiter gesetzlich krankenversichert bleibe, arbeite ich halt noch 1-2 Tage.

  18. >> Ich wahr früher semi- professioneller Radfahrer…

    In der deutschen Sprache, wa(h)ren Sie aber noch nie wirklich sehr gut. Das ist nicht wirklich klever (oder clever)? Entschuldigung. Aber nach dem 4 Rechtschreibefehler habe ich aufgehört zu lesen. Das ist ja peinlich!

  19. Bin durch Zufall auf diesen Artikel gestoßen und musste so schmunzeln…da hab‘ ich wohl alles richtig gemacht, denn jahrelang habe ich als Handwerker gearbeitet und es kotzte mich an…mein Hobby war zeichnen und Tattoos interessierten mich…also hab‘ ich ein Studio aufgesucht und nebenbei das Tätowieren erlernt…dann mein Hobby zum Beruf gemacht und lebe nun zufrieden im Einklang mit der Natur und der Zeit die ich habe ohne mich stressen zu lassen auf 7000qm Waldgrundstück mit Wohnhaus und Studio und lass den lieben Herrgott einen guten Mann sein…die Menschen kommen zu mir mit ihren Ideen und ich setze diese in ihre ganz persönlichen Tattoos um…sie erzählen mir ihre Geschichten aus dem Leben und bewundern meines ein wenig…jeden Tag an dem ich wieder erwache danke ich Gott dafür so Leben zu dürfen…es war ein beschwerlicher Weg dahin, doch jeder Schritt hat sich gelohnt.

    T.H.

  20. Ihr Lieben! Wir sind soziale Wesen. Als Einzelindividuum wäre nach wenigen Tagen die Luft raus. Die Gesellschaft, in der wir heute leben, ermöglicht uns ein Leben, von dem Generationen vor uns nur träumen könnten. Wir schufften nicht aus Leibeskräften für ein Stück Brot, sondern für die Erfüllung unserer Geschmackswünsche, damit wir warm und trocken sitzen können im Winter und bei Bedarf zum Arzt tingeln können. Kaum ein Job, der uns das ermöglicht, macht echt Spaß. Wie soll das auch gehen in der ewigen Notwendigkeit, noch effektiver zu werden. Solange wir jung sind, nehmen wir uns die Freiheit, die Annehmlichkeiten zu genießen, zu Reisen und das Leben zu genießen. Das brauchen wir als Polster für nachher. Irgendwann müssen die Meisten von uns sich dem Pflichtdasein anschließen. Und dann hoffen wir jeden Tag unseres Daseins auf ein Danach. Aber unsere Gesellschaft ist vom Grundsatz her bereits schreiend ungerecht. Sie hat es zum Prinzip gemacht, eine große Masse von Menschen schamlos auszubeuten und sich an den Rechtlosen zu bereichern. Die Gesetze wurden so geformt, dass der Betrüger reich wird und bleibt und der Normalo auf ewig arm bleibt. Auf dem Neidfaktor beruht unsere Gesellschaft. Jeder versucht wenigstens ein winziges Stück des Wohlstands für sich zu sichern. Das lässt sich nur durch eine Revolution ändern. Aber wollen wir denn alle gleich sein und gerecht? Wohl nicht! Die Zeit ist dafür noch nicht wieder reif. Und ich wünsche mir von Herzen, dass ich meinen Bürojob, der meine 3 Kinder und mich ernährt, das auch weiter tun wird. Ich habe auch wie ihr Wünsche und Träume. Und doch ist es für mich wichtiger, dass die Kinder ihre Phantasie leben können und das ohne Not. Wenn ich mein Seelenleben in den Vordergrund stellen würde, wäre es nicht möglich. Es gibt eine Zeit zu nehmen, die wir in unserer Kindheit erleben sollten und es gibt eine Zeit zu Geben. Es wäre unfair, sich immer nur die Rosinen aus dem Kuchen zu picken und die Arbeit der Anderen zu nehmen. Auch wenn es unsere Natur zu sein scheint, die Leute aus Gebersdorf sind anständiger als die aus Nehmersdorf.

    • @Chris
      Sehr schöner Beitrag! Besonders hat mir folgender Absatz gefallen:
      „Es gibt eine Zeit zu nehmen, die wir in unserer Kindheit erleben sollten und es gibt eine Zeit zu Geben. Es wäre unfair, sich immer nur die Rosinen aus dem Kuchen zu picken und die Arbeit der Anderen zu nehmen. Auch wenn es unsere Natur zu sein scheint, die Leute aus Gebersdorf sind anständiger als die aus Nehmersdorf.“

      @Martin
      Ebenso unter den o.g. zahlreichen Antworten sehr weise Worte!
      „Wahre Freiheit kann nur derjenige erlangen, Verantwortung für sich und andere übernehmen kann und seinen Mitmenschen hilft, egal auf welche Art. Wahre Freiheit heißt nicht, sein Ego und seine Selbtsverwirklichung auf Teufel komm raus durchzuziehen. Wahre Freiheit heißt einfach glücklich mit sich selbst sein, scheiß egal ob einen nun das Geld, der Job, die Familie oder ein Surfkurs ist.“

      Hallo Anchu,
      ich bin zufällig auf d. Artikel gestoßen, sehr interessant. Ich denke, im Wesentlichen hast du Recht und sicherlich hat jeder Mal im Leben solch eine Phase und fragt sich, was ist eigentlich der Sinn des Lebens – nur Arbeit kann es nicht sein. Das Thema ist immer noch aktuell, dass sieht man auch schon an den zahlreichen und auch aktuellen Kommentaren.
      Ich persönlich mache aber meinen Job größtenteils gerne. Ich denke, ich werde gut bezahlt und habe auch eine Branche, in der man sich derzeit ganz gut Stellenangebote aussuchen kann (IT). Aber ich muss auch sagen, dass der Weg bis hierhin sehr viel Initiative und Ehrgeiz gekostet hat. Ich komme aus einer „Arbeiterfamilie“ mit nicht allzu besten Voraussetzungen. Während meiner Ausbildungszeit, um die 17-25 Jahre herum (übrigens scheinbar bei den Kommentatoren hier das Durchschnittsalter) habe ich den Entschluss gefasst, dass das nicht alles im Leben sein kann und ich habe mir auch überlegt, was ich ändern kann. Schnell kam ich zu dem Entschluss, dass durch Bildung und durch Ehrgeiz (wofür auch immer) sich einige Türen leichter öffnen lassen. Ich habe dann über Umwege mein Studium der Informatik abgeschlossen.

      Inzwischen bin ich um die 40 und habe eine liebe, tolle Frau und zwei wundervolle Kinder. Ja, es ist richtig, dass man arbeiten geht um zu leben. Grundsätzlich ist aber hieran nichts Falsches. Ich denke, dass ich mit meiner Frau (sie ist Lehrerin) zusammen überdurchschnittlich Verdiene. Mir ist aber auch bewusst, dass durch meine gezahlten Beiträge/Steuern auch andere im Sozialsystem profitieren (fühl sich der eine oder andere hier evtl. angesprochen?) – aber das ist auch gut so! Ein Sozialsystem funktioniert halt nur durch geben und nehmen. Ich habe während der Studienzeit auch vom Sozialsystem profitiert. Ich habe heutzutage das Gefühl, dass wir in einer Welt leben, wo unsere Grundbedürfnisse erfüllt sind und wir hierdurch leichter zu „Egoisten“ werden und uns mit „Luxusprobleme“ beschäftigen. Fragst du eine Person, was denn sein Sinn des Lebens ist, kommt sicherlich nicht die Arbeit ;-).
      Erst seit ich Kinder habe, habe ich für mich den Sinn des Lebens gefunden. Kinder holen einen manchmal von seinem großen Ross runter und zeigen, wie einfach die Welt sein sollte oder könnte…. Und da sind halt die Grundbedürfnisse / Existenzbedürfnisse (Nahrung, Unterkunft, Geborgenheit, Kleidung, Atmung, Liebe, Freude usw.) einer der wichtigsten Faktoren.
      Würden sich manche Personen dies bewusst machen und würden sich diese nicht sich selber so sehr unter Druck setzen (sei es durch die Gesellschaft oder durch einen selbst), wären vielleicht auch nicht so viele Menschen Depressiv / psychisch krank. Das Glück im Leben sieht man manchmal vor lauter Bäume nicht.
      Wie mit allen Dingen gibt es nicht die eine große Lösung. Jeder Mensch ist ein Individuum (zum Glück, dass macht ja die Menschheit aus) und jeder muss für sich das Leben finden und dann auch leben. Ich wünsche einige Kommentatoren(innen) hier wirklich, dass Sie Ihr „Sinn im Leben“ finden. Und eines sei gesagt, dass muss nicht unbedingt „weniger Arbeit“ sein oder eine „lebenslange Weltreise“. Die zuvor genannten Möglichkeiten können aber häufig/kurzfristig einen bei der „Suche“ behilflich sein – Ich spreche aus Erfahrungen. Fokussiert euch nicht so sehr auf das Negative und verteufelt nicht so sehr das Wort „Arbeit“.

      Ach @Marcus, im Übrigen – wenn du im Text von mir Fehler findest, kannst du die sehr gerne behalten.
      Derartige Kommentare in solchen Foren / Blogs sind immer wieder belustigend und sicherlich sehr „hilfreich“.

  21. Aus der Sicht eines Familienvaters durchaus nachvollziehbar. Der Antrieb, den eigenen Kindern etwas zu bieten, treibt wohl die meisten von uns an.

    Wenn man jedoch keine Kinder und womöglich auch keine Frau hat, sieht man das mit dem Geben eher anders. 🙂

  22. Das Problem ist das System dahinter. Es lässt eigentlich nur ein Skalvendasein zu.

    Einer der Erfinder dieses System sagte ja, das die wenigsten Menschen es begreifen werden und brav nach den Regeln tanzen, die wenige die es verstehen, sind entweder an den Profiten des Systems interessiert, oder einfach eine kleine Minderheit aus der keine Opposition hervorgehen wird.

    Die Situation ist tatsächlich so und der Mensch hat das irgendwann 1863 oder so in etwas geäußert.

    In gewisser Weise hat unsere Generation bzw. eine gewisse Epoche einfach Pech.
    Denn irgendwann in der Zukunft, wenn wir uns nicht selbst wieder in die Steinzeit bomben, werden Maschinen und die Technik unsere Arbeit mehr oder minder erledigen, bis auf Wartung, Überwachung, Neubau/Entwicklung, Schulen und gewisse menschliche Dienstleistungen, wozu ein Blechhaufen einfach zu emotionslos ist.

    Bevor es jedoch dahin immer mehr kommt, braucht es eine Vorgeneration bzw mehrer, die den Weg bis dahin schaffen und das sind dummerweise wir und auch noch unsere Kinder und evtl. auch noch derer.

    Wobei wir irgendwann als Menschheit eine enorme Hürde nehmen werden müssen. Es zeichnet sich jetzt ja schon ab, dass Arm und Reich so auf Dauer nicht funktionieren wird und das angebliche ewige Wachstum, was unser System braucht um zu überleben, nicht aufgehen wird.

    Irgendwann muss ein Bruch mit Geld geschehen und da kommt das wegbomben und Kriege wieder sehr nah.

    Es sind die, die jetzt schon reich sind und alles steuern durch das Geld. Die wollen nicht wieder gleich gestellt sein, sondern werden alles tun, um den Status Quo aufrechtzuerhalten, wenns sein muss mit Gewalt.
    Finanziell reich ist man in diesem System eh IMMER nur auf Kosten aller anderen. Man kann nicht durch Arbeit reich werden, nur durch ausbeuten. Man nimmt sich einfach immer weit mehr und zwar den anderen weg und gibt ihnen nur soviel das sie kommen, weil sie müssen.

    Jeder Chef macht das am Ende. Und unsere Steuern fliessen durch Staatsschulden die damit beglichen werden, als Zinsen und Verdienst in die Taschen der reichen. Wir arbeiten sozusagen und erwirtschaften tatsächlich werte, bekommen dafür eigentlich nichts, nur soviel das wir auch kommen und dann zahlen wir davon wieder alles an Steuern und anderen Ausgaben.

    Man stelle sich vor, man könne jeden Monat 2.000€ sparen, nach all seinen Ausgaben und würde das auch wirklich ununterbrochen tun, und davon nie etwas anfassen.
    Wie lange würde es dauern, um nur eine Million € zusammen zubekommen, nur eine?
    Rechnet man dann Inflation also die betriebene Geldentwertung der Banken dagegen, die jährlich bei ca 2% gehalten wird…

    Mit Arbeit erreicht man leider nichts, nur mit Diebstahl, Betrug, Ausbeutung und Skalverei auch wenn sie noch so modern sein mag.

    Alle unsere sogenannten Anführer, ob in Politik, Wirtschaft, Banken, Chefs usw. sind in Wahrheit Gauner und Ausbeuter, auch wenn es nicht offensichtlich und absichtlich direkt so sein mag.

    Wenn ich 5 oder 50 Millionen habe, bin ich automatisch ein Ausbeuter, denn ich bekomme dennoch ein Einkommen, ob ich was tue oder meine Hängematte besuche in der Südsee.
    Für die Zinsen die ich bekomme, irgendwo in einem Land gut angelegt wo es grad viel gibt, müssen Menschen arbeiten.

    Es ist eh eine glatte Lüge wenn wir sagen wir brauchen und wollen eine Arbeit. Was wir brauchen ist ein Einkommen. Wo das her kommt, ist dann die entscheidende Frage zwischen dem Skalven und dem freien Menschen. Geld ist geprägte Freiheit in diesem System und hat alles unter seiner Kontrolle.
    Es ist das System was abgeändern werden sollte.

    Man muss verstehen, selbst wenn man das Geldsystem beerdigt, müssen mindestens in der Umstellungsphase dennoch alle weiter den Kreislauf vorerst am Leben halten und arbeiten gehen.

    Der Traum vom einem bedingungslosen Grundeinkommen ist eigentlich gar keiner, sondern sehr nah. Unsere Politik und Wirtschaft könnte das binnen 5-10 Jahren durchaus umsetzen, aber warum sollten sie das tun wollen?

    Menschen die dann aber glauben, ich bleibe erstmal weg von der Arbeit und tue gar nix außer das was ich will, werden zusehen müssen, wie das System dann binnen ein paar Monaten zerbricht, einfach weil der Kreislauf nicht einfach geändert ist.

    Dazu haben wir Technik, die Menschen von der Arbeit befreit, diese Ressourcen werden dann frei und diese Menschen helfen woanders aus, so dass alle mehr Zeit haben aber dennoch was tun müssen.

    Es kann durchaus und wird durchaus mit Hilfe der Technik und den Maschinen dann immer mehr Zeit und weniger Arbeit werden, aber tun wird man immer irgendwo irgendwas auch wenn es am Ende alle 20 Tage einen Tag von 5-6 Stunden bedeutet, wo man eben nunmal dran ist.

    Es ist ja jetzt schon so. Es werden irgendwo 2000 Leute entlassen, weil eine neue Maschine die Arbeit macht und das viel viel kostengünstiger. Um diese Maschine zu warten werden aber nur noch 100 Leute gebraucht. Jetzt sind 2000 Arbeitslose und 100 bleiben bei extrem viel Arbeit nacher im Betrieb.
    Die 2000 Leute sind in Wahrheit aber gar nicht arbeitslos, sie wurden von der Arbeit befreit, das ist die Wahrheit. Wenn nun diese 2100 Leute sich die Aufgabe Teilen würden und am Tag 100 da sein müssen bei Vollzeit 8 Stunden, nun man kann sich ausrechnen, wieviel freie Zeit und wenig Arbeit man hätte, wäre dahinter nicht das Geldsystem was den Geldbeutel des Chefs aufbläht und 2000 Menschen um ihre Existenz bangen müssen.

    Man stelle sich vor, wir wären endlich so klug und würden Geld abschaffen. Die Masse an Arbeitskräften die dann frei sein würde anderswo die Menschen auch von der Menge an Arbeit zu befreien.

    Kassierer, Steuerbüros, Finanzämter, Banker und deren Angestellte, in allen Betrieben/Verwaltungen die Lohnabteilung, Finanzabteilung. Überall sitzen in Masse die Menschen nur wegen dem Thema Geld und wären freie Arbeitskräfte.

    Nur das System muss vorerst dennoch beibehalten werden, sonst gibt es einen Zusammenbruch und das endet schrecklich. Also nix mit ich geh nimmer arbeiten. Vorerst wird man das tun müssen, oder man kann auch gleich in dem System bleiben wie es jetzt ist.
    Aber man schaue auf die Zukunftsaussichten. Man wird gerne nacher einen Tag in der Woche, später einen halben, dann alle 2 Wochen etwas tun 1x, weil man dafür durch das bessere System 6 oder 13 oder 19 usw Tage tatsächlich frei ist.

    Freiheit ist das was wir alle wollen und das erlangt man durch Geld niemals wirklich.

    Hat man nämlich viel und ist dadurch frei, will man auch das es so bleibt und steckt ebenfalls wieder im Gefängnis. Aus dieser Angst heraus betreiben die Superreichen auch das was sie tun, sie legen die Hebel immer so um, dass das System so bleibt. Oder warum haben wir in der Politik nur Schauspieler, die immer nur für die 10% der Reichen regieren, aber die 90% immer anlügen?

    Mit so einem System haben wir dann ganz andere Sorgen übrigends.
    Überbevölkerung z.B. Recht es nicht mehr für alle wird es Krieg geben, ganz klar.
    Also wird es Jahre geben, wo man keine Kinder bekommen sollte. Das wird aber alles durch kluge Bildung der Leute kein Thema sein und sie werden es sogar sehr gerne begrüßen.

    Wäre ja dumm zu sagen, nee ich will aber nicht 2 Jahre warten ich will jetzt paar Bälger…Dafür bekommt man dann in 2 Jahren auch einen Krieg um die Ressourcen spendiert, wo man dann die Kinder beerdigen wird.. tolle kluge Leistung…

    Ich z.B. arbeite echt viel und tue unglaublich viele Dinge, wenn ich Zeit habe. Dann stehe ich gerne ohne Wecker eine halbe bis Stunde eher auf und gehe gleich joggen, kaufe eben was ein, putze etwas, duschen war ich auch schon und dann ist es grad mal 9 Uhr früh.

    Wenn kein WE oder Urlaub ist, liege ich im Bett bis der Wecker klingelt und das ist viel später, gehe zur Arbeit und besorge mir mein Einkommen in dem ich anderen Dauerhelfe und ein Netzwerk am Laufen halte mit einem weiteren Kollegen. Wir machen Arbeit für 4-5 Leute weil Kosten runter müssen ja ja…
    Im Winter gehe ich im Dunkeln und komme im Dunkeln…
    Ich wäre schon weit glücklicher, wenn ich nur bis Mittag arbeiten müsste.

    Auch die meisten Kollegen aus den Abteilungen sagen, wenn sie genug Geld hätten wären sie sofort weg.

    Aber dann wird uns immer die Lüge verkauft, das wir alle doch so sehr arbeiten wollen. Es ist was gutes oder? Nur mit Arbeit ist man ausgefüllt und glücklich…haha wirklich lustig.
    Warum will dann jeder WE, Urlaub und einfach nur weg?

    Scheinheilig ist das. Dummes Gerede. Ich sage mittlerweile überall eigentlich die Wahrheit und nenne die Dinge beim Namen. Einfach damit es aufhört, dass wir auch noch so tun als ob wir das ja alle so sehr wollen.

    Es reicht schon wenn ich dieser Nötigung und Sklaverei nachgehen muss, da werde ich nicht auch noch diesen Mist verteidigen und so tun als ob…

    Nur zusammen können wir etwas bewegen. Aber bitte im Guten und hin zum Guten. Nicht zur Selbstbereicherung, das geht niemals gut aus, glaubt mir. Es holt euch immer ein so ein Verhalten.

    Aber das Arbeitszeit die nicht gewollt ist runter muss und Zeit und Freiheit für Jeden an erster Stelle steht, das bekommen wir hin und sollte das Ziel sein.

    Wie gesagt bedenkt, dass ein Umbruch erst passieren muss und das diese Zeit nur dann klappt, wenn wir einen Kreislauf halten. Sonst gibt es Krieg…
    Nur der Kreislauf der gehalten wird ist der Beginn eines neuen, ohne am besten Geld und Bereicherung und hin zu so wenig wie möglich Arbeit für den Menschen und so viel wie möglich (auch mit Forschung in der Zukunft an neuen Technologien) für die Maschinen und Computerchips usw.

    Wir haben doch schon viel geschafft. Vor paar hundert Jahren hat ein Schiff mit einem Brief Monate gebraucht bis z.B. nach Amerika. Heute schicken wir eine Mail binnen 30 Sekunden rüber. Wenns 10 Minuten dauert bis die Server sich ausgekeckst haben seis drum.

    Aber habebn wir nun x-fach an Zeit gewonnen und können weniger tun?
    Pah… noch mehr von noch weniger Menschen mus geleistet werden. Das System ist eben Müll so wie es aktuell ist und wird auch nix anderes hervorbringen als das.

    Grüße

  23. Du hast soo Recht mit deinem Artikel! Es ist traurig, dass wir unsere Freizeit gegen Geld eintauschen müssen. Wenn niemand arbeiten würde, würde es allerdings auch nicht funktionieren, da es dann keine Polizei, Ärzte usw. gäbe. Ich bin aktuell dabei ein eigenes Online Business aufzubauen und hoffe dass ich in ein paar Jahren dann meine Freiheit zurück habe und nur noch wenige Stunden pro Woche arbeiten muss. Bis dahin ist es aber noch ein harter Weg.

    Ich habe übrigens ein Forum zum Thema Digitale Nomaden erstellt, auf dem man sich über alle Themen austauschen kann. Ich hoffe dass dieses noch zu einer großen Community heranwächst:

    http://nomaden-community.de

    • PAUL FREE
      16. FEBRUAR 2016
      Vielen Dank fuer deinen Blogpost.
      Doch das Statement:
      „wir alle brauchen Geld.“ kann ich widerlegen.
      Um dies auch durch eigene Erfahrungen belegen zu koennen hab ich das ganze mal ausprobiert und lebe seit dem frei von Geld. 🙂
      Was meine Beweggruende dazu sind/waren und wie das ganze auch im jetzigen Kapitalismus moeglich ist hab ich hier versucht zusammen zu fassen:
      http://ohnegeldumdiewelt.blogsport.de/

      Genau und wo von bezahlst du das Internet mit dem du hier schreibst und wenn keiner mehr geld verdient, das gibt es ja das hier alles garnicht*lol*

  24. Ich finde es ganz wichtig, seine Arbeit zu lieben und zu leben. Ich arbeite seit fast einem Jahr am Aufbau unserer (in Peru registrierten) Reise-Agentur. Davon kann ich (noch) nicht leben, aber was ich dabei lerne, wen ich dabei kennenlerne, ist für mich so spannend und aufregend, dass ich absolut davon überzeugt bin, dass es innerhalb der nächsten paar Jahre klappen wird.
    In gewissem Sinne definiere ich mich über meine Arbeit, ich kann mir nicht vorstellen, in Rente zu gehen. Ich brauche immer neue Herausforderungen und Ziele.

  25. Genialer Artikel!
    Ich kann mich damit richtig identifizieren. Mir ging/geht es genauso.

    „Ach, es sind ja nur acht Stunden am Tag. Solange ich gut verdiene und mir damit das Leben leisten kann, was ich will, geht das in Ordnung“.

    Ach schon sehr oft gehört :/ Das ist der gröste Unsinn! Lieber verdiene ich weniger und habe einen Job/Tätigkeit der/die mich erfüllt als in einem zu arbeiten, der zwar gut Geld bringt, mich total unglücklich macht.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog und deinem ersten Produkt 🙂

    Alles Liebe,
    Dominik

  26. Ein genialer Artikel! Ich kann mich so gut mit dir und deiner Situation identifizieren.

    „Ach, es sind ja nur acht Stunden am Tag. Solange ich gut verdiene und mir damit das Leben leisten kann, was ich will, geht das in Ordnung“.

    Ich kenne solche Sprüche! So ein Unsinn! Lieber verdiene ich etwas weniger Geld, aber dafür mache ich etwas, was mich erfüllt, anstatt mich irgendwo für ein paar Euro mehr zu quälen.

    Ich wünsche dir viel Erfolg weiterhin mit deinem Blog und deinen ersten Produkten 🙂

    Liebe Grüße,
    Dominik

  27. Es ist mir zugegeben nicht ganz leicht gefallen, diesen Artikel zu lesen, da ich mich mit vielen Punkten stark identifizieren konnte.

    Allerdings sehe ich das Positive. Nämlich dass ich erkannt habe, dass sich etwas ändern muss.

  28. XFrostyX

    Huhu, ich bin erleichtert das andere es genauso empfinden wie ich und schockiert das ich nicht alleine da stehe. Ich finde den Artikel und alle Kommentare toll. Aber was mit dem Lebenspartner? Wenn ich mir vorstelle ihm zu sagen was ich denke…
    (Einmal habe ich sowas wie im Artikel geäußert und wurde sofort als faul bezeichnet.)

  29. Ich bin ein Mensch, der gerne arbeitet. Solange das Gesamtpaket stimmt, d.h. Arbeit an sich, Kollegen und eben auch die Bezahlung. Dass es irgendwo immer etwas gibt, was nicht ganz stimmig ist, sicher. Ich sollte aber von meiner Arbeit leben können, sollte nicht jeden Tag schlechte Laune haben und mich fragen „was mache ich hier eigentlich“.

    Nun zum ABER.

    Ich habe 2012 nach einigem Hin und Her die Ausbildung zu Krankenschwester begonnen und 2015 (Gott sei Dank!) abgeschlossen. Dass ich die Schichtarbeit nicht verkrafte, okay – passiert. Es gäbe auch gewiss Stellen, wo man drüber reden kann und entsprechend „angepasst“ arbeitet. Hauptprobleme waren aber andere Dinge – genau jene, welche Felix hier schon beschrieb. Die Arbeit selbst ist hart, aber auch wunderschön. Wirklich.
    Mein Körper hat das nicht mehr mitgemacht. Ähnliche Probleme wie Felix.
    Hatte es dann noch einmal nach der Ausbildung in einer Klinik versucht – Fehlanzeige. Hab mich somit vier Wochen krankschreiben lassen müssen.

    Also wieder Umorientierung. Arbeitete zwischenzeitlich im Einzelhandel. Wieder 40h. Die ersten drei Monate lief es gut. Und dann die Kehrtwende: Überstunden en masse, nie gut genug sein, sich für einen Tag frei zwecks Beerdigung auch noch rechtfertigen müssen, etc. Denn natürlich stand Gewinn, Gewinn, Gewinn an erster Stelle. Ende der Geschichte: wieder körperlich so angeschlagen, dass ich nicht mehr konnte.

    Dann zu Dezember neuer Job. Geregelte Arbeitszeiten Mo-Fr, Teilzeit 30h zwecks Probehalbjahr. Okay, damit kam ich auch noch über die Runden. Dort bin ich jetzt seit bald einem Jahr und es scheint zu laufen.
    Doch was merkt man wieder? Richtig, mach bloß nie eine Woche am Stück pünktlich Feierabend, sonst bist du faul. Angeblich wird es dir ja angerechnet, wenn du Überstunden schiebst (O-Ton), aber wenn du dann sagst „Ich muss jetzt mal eine Woche wirklich pünktlich gehen“ gibt’s böse Blicke, denn Kollege X hat es ja viel weiter und schwerer als du – … ah ja. Entschuldigung, ich kann nichts für den abgelegenen Wohnort, den er sich selbst (!) ausgesucht hat.
    Zweitens: Auch hier wieder – immer mehr, immer mehr. Leute, gebt euch doch mit dem zufrieden, was ihr habt! Der Laden läuft gut, neue Aufträge gern, aber nicht so, dass ihr nicht hinterher kommt und es dann letzten Endes wieder auf die Mitarbeiter geschoben werden muss… Dass eine Kollegin in die Psychosomatik wegen Stress verfällt, alle mit den Arbeitsstunden runtergehen müssen, weil sie es gesundheitlich nicht schaffen und und und.
    Ich hatte mich gefreut, dass ich von 30 auf 35h aufstocken kann – 200€ netto brauche ich leider wirklich, aber inzwischen denk ich, dass ich vom Regen in die Traufe kam und dass ich das revidieren muss…

    Vor allem aber: Ich würde gerne ein altes Hobby wieder aufleben lassen. Oder ein neues beginnen. Nur eins. Nicht mehr. Das aber richtig.
    Sport? Tja, die Kurse sind dann, wenn ich arbeiten bin. Habe deswegen schon den Anschluss an meine Sportgruppe verloren, die nach 4 Jahren Plänkelei keinen Bock mehr auf mich haben (Verständlich. Ich mag auch keine Unzuverlässigkeit).
    Musikinstrument? Habe ich jetzt ein halbes Jahr versucht… ich verzweifle, weil ich nicht oft genug üben kann und jetzt auch keinen Unterricht dank Arbeit mehr nehmen kann.
    Sprache lernen bzw. wieder aufnehmen? Ja wie denn, wenn die Kurse so früh beginnen oder gar nicht erst stattfinden, weil es nicht genug Teilnehmer gibt.
    Das klingt sehr nach Jammern, aber ist es echt zu viel verlangt, EIN Hobby regelmäßig ausüben zu wollen?
    Eine Bekannte musste sich von ihrer Chefin anhören, wie lange „die Scheiße mit der Sprache denn noch gehen soll“, weil sie einmal in der Woche (!) regelmäßig Frühdienst braucht, aber von sich aus auch kurze Wechsel und alles mitmachen würde… Oder wenn ich meinen Vater sehe, der noch nicht mal Zeit hat, seine Modellbahn zu Hause aufzustellen, geschweige denn an der Anlage zu basteln…
    Normal finde ich das nicht, bei aller Liebe. Und ein „Das war früher auch so“ ist für mich auch keine Rechtfertigung.

    Ich bin kinderlos – vielleicht würden solche Gedanken gar nicht erst kommen, wenn ich Familie hätte? (Offene Frage – würde mich interessieren, ob ihr Muttis & Vatis euch mit solch einem „Wunsch“ plagt oder ob eure Kinder euch selbst schon so viel geben, dass dieser gar nicht erst groß aufkommt? Ich kann es mir als Ledige eben schwer vorstellen, wie das ist)

    Und nun mache ich mir Gedanken, ob ich nicht gleich eins auf den Deckel bekomme, weil ich solch „unwichtigen Kram“ niederschreibe, während andere ganz andere Probleme haben und um meinen Job froh wären…
    Das ist auch etwas, was die Arbeit mit mir gemacht hat: Ich war mal selbstbewusster und habe meine Belange voran gebracht. Tu‘ ich nicht mehr. Ich kriege sofort ein schlechtes Gewissen, wenn ich zu Hause bleibe, nicht 150% gebe, sondern nur 100% oder mal um einen freien Tag bitte…. trotz des nun mehr sehr verständnisvollen Chefs.
    Aber leider wird einem so oft anderes aufs Brot geschmiert… Kennt ihr das, wenn man sich irgendwann fragt „Vielleicht sind ja doch nicht die anderen ja nicht bekloppt, sondern ich?“

    • Markus Häusler

      Hi Alex. Ich denke in Deutschland oder auch überhaupt findet gerade ein Umdenken statt. Viele wollen mehr Freiheit und Selbstbestimmtheit. Und das zurecht. Schon einmal über Selbstständigkeit nachgedacht? 🙂

    • Ich glaube nicht daß Du verrückt bist, Du bist wahrscheinlich einfach nur ein Mensch, der Dinge hinterfragt und den Sinn hinter gewissen Abläufen sucht, und sich nicht immer mit dem typischen „das ist nunmal so, schon immer so gewesen, man muss man muss man muss…“ zufriedengibt oder anfreunden kann. Man muss dazu auch einfach sagen, daß solche Sätze nur von Menschen kommen, bei denen die Doktrin hervorragend funktioniert hat: verkaufe uns dein Leben und stell keine Fragen, sei ein guter fleißiger Roboter, beklag dich nicht, gib das an deine Nachfahren weiter. Sag ihnen es sei was Gutes. Als Entlohnung kommst du in ein Hamsterrad, aus dem du die nächsten 40 Jahre möglichst nicht mehr rauskommen sollst. Der Gegenwert beträgt nur soviel, um dein Überleben zu sichern, um dich bei Laune zu halten setzen wir dir unnahbare Träume vor, damit du uns zur Verfügung stehen kannst. Am Ende deiner 40 jährigen Roboterzeit bekommst du deine Freiheit wieder, allerdings nur gegen wenig Anerkennung für deine Dienste, einer sogenannten Rente, wozu auch mehr, ein alter rostiger Roboter gibt eh bald den Geist auf. Es ist nicht gewünscht andere noch „funktionierende“ Roboter wachzurütteln…
      Glaub mir, Du bist nicht verrückt!
      Ich bin auch gelernte Krankenschwester. Immer 3 Schichten geschoben. Fleißige Biene haben sie mich genannt. Immer eingesprungen wenn Not am Mann war. Mit Herzen dabeigewesen. Während ich mir grad so meine Wohnung und nur ein kleines Auto (um zur Arbeit zu kommen) leisten konnte, fuhren die Geschäftsführer dicke Limos und hatten Häuser, arrogant, von oben herab. Kamen sogar ab und zu auf die Privatstation um dort die Fitnessgeräte (für Patienten) zu nutzen und verlangten von ihren Sklaven sofortiges Schleimen und daß man die Arbeit am Patienten sofort links liegen lässt, nur um ihnen die Geräte zu erklären, hab mich dem nicht gefügt, kam nicht so gut an. Hab damit für mich persönlich alles richtig gemacht. Bin dann schwanger geworden mit Zwillingen. Als die beiden 2 Jahre alt waren, trennte ich mich von meinem Mann. Ich wollte meine Kinder nicht so früh dem System zum Fraß vorwerfen (Frühste Fremderziehung) und bin bewusst zuhause geblieben. Auch gesundheitsbedingt, ausgebrannt nach all den Jahren des stetigen ausgebeutet werdens. Auch jetzt noch, sie sind 5 geworden. Als die Trennung kam, flogen auch gleich unrealistische Arbeitsplatzvorschläge ins Haus, zB in einer 40 km entfernten Stadt 1:1 Intensivpflege von 7-19 Uhr und 19-7 Uhr im wöchentlichen Wechsel, als komplett Alleinerziehende ohne familiäre Hilfe. Mir ist mittlerweile egal was „funktionierende“ Roboter sagen. Ich bin nicht auf diese Erde gekommen um ständig in Hetze zu sein, damit andere sich die Finger reiben ohne schlechtes Gewissen. Ich kann und will mich nicht aufteilen. Ich bin hier um ein zufriedenes Leben zu führen. Zufrieden bin ich nur, wenn ich entscheide was, wann und wie lange ich eine Tätigkeit mache. Niemand anders hat das Recht für mich mein Leben zu planen. Am Ende liege ICH dann als Sterbende im Bett und möchte sagen können: ich hab MEINE Zeit genutzt, wenn ich auch kein Haus oder Luxusgüter hatte (braucht man eh nicht, weil damit lediglich ein Zuwenig von Etwas kompensiert wird) hatte ich trotzdem ein zufriedenes Leben und hab meinen kleinen „Robotern“ Liebe, Menschlichkeit, einen eigenen Willen eingehaucht und vor allem wertvolle Zeit geschenkt.

  30. Liebe Leute
    ich finde diesen Artikel super interessant, lese eure Antworten und staune.
    Hier schreibt niemand über Network marketing. Kennt ihr es alle nicht?????
    8 Jahre nach dem BWL Studium saß ich im Großraum Büro und fragte mich zum Schluß
    welchen unterschied haben Gitterstäbe im Gefängnissen zu Trennwänden unserer Tische????
    Freiheit und Selbstbestimmtheit das war mein Traum.
    Ich wollte Familie, Kinder und alles was dazu gehört, wusste das Verantwortung dazu gehört. Auch finanziell.
    Ich hatte Glück mit richtig guter Network Firma meine Selbständigkeit aufzubauen.
    Vor 14 Jahren hatte ich kein Geld zu investieren, und auch nicht wirklich viel erspartes.
    Also mein Fleiß war, das was ich investieren könnte um Frei zu sein.
    Wir haben beide unsere Kinder aufwachsen sehen können ohne auf persönliche Weiterentwicklung oder tolle Reisen
    verzichten zu müssen. Wir haben einen wunderbaren Business aufgebaut. Ein Teil unsere Gemüse bauen wir selber an
    weil das zu Lebensqualität zählt. Allerdings finde ich das die finanzielle Freiheit meinen Kindern auch die Freiheit gibt ihren Träumen zu folgen.
    Für mich ist es das schönste Geschäft der Welt. Bin voller Dankbarkeit das ich damals Mut zu Veränderung hatte
    und helfe gerne jedem der einen passiven Einkommen und Erfüllung sucht.

  31. Hallo lieber Autor und liebe Leserinnen und Leser,

    das, was hier so beschrieben wird, trifft im Wesentlichen auch auf mich und meine aktuelle Situation zu.

    Seit 5 Jahren genau bin ich des Geldes wegen in eine Firma gewechselt, die mir eigentlich schon in den ersten Monaten zeigte, dass ich hier nicht hin gehöre. Von einer Stelle damals, wo ich vollkommen ausbrannte, zumeist noch an den Wochenenden arbeitete, wechselte ich damals in eine Stelle, wo ich nichts tun darf außer abliefern von Zahlen und Abschlüssen. Also das genaue Gegenteil zu vorher. Ich vermisste den Stress und die Hektik nicht, aber nach einer Weile merkte ich, dass die Entscheidung dorthin zu gehen wirklich die ,,falsche war“. Das ist ja soviel Geld und du hast ja lange nicht so eine Überforderung wie vorher,,,sagte man sich dann immer wieder und blieb dort.

    Zwischenzeitig ging ich nochmal teilzweitweise 1 Jahr beim alten Arbeitgeber teilzeitjoben. Nochmehr gelt…Unterforderung im einen Job und Überforderung im anderen Job. Mein Nebenjob bot mir an Vollzeit zurück zu kommen. Was tun? Ich entschied mich bei der ,,gut bezahlten Stelle“ zu bleiben. Schaffte es mir ein Haus zu kaufen und mein Leben gut zu finanzieren.

    Bockmist

    Das Wort trifft es gut. Ich denke oft darüber nach, ob es nur meine Einstellung zur Arbeit insgesamt oder zu dieser Firma oder oder oder ist. Finde Wege mich zu motivieren. Beobachte mich, wie ich damit weiterhin umgehe, was mein Körper mir sagt oder wie ich mich Mental fühle.

    Einziger Ausweg, mit einem Arzt darüber reden, oder und sich lernen sich wieder zu motivieren. Kredite müssen getilgt und Ausgaben gezahlt werden. Das Leben muss laufen und ich hab ja auch nunmal nur diesen Beruf gelernt…also was dann, wenn ich hier aufhöre? Keine Ahnung.
    Das es weitergeht irgendwie weitergeht, dass ist klar, nur wie es weiter geht,
    das nicht – bin ja kein Hellseher. Vermutlich muss ich das Haus verkaufen, ggf. in eine Privatinsolvenz gehen. Lohnt also, weiter zu arbeiten, dort wo man garnicht sein möchte, lohnt, weil es ist besser, als die Alternative!!!

  32. Hallo Markus,

    ich betreibe mit meinem Mann einen kleinen Fahrradladen mit Werkstatt.
    Für meinen Mann der Traumjob, da Fahrräder sein Hobby seit seiner Kindheit sind, für mich „Vernunftsbeschäftigung“,da ich ihm dabei helfe!
    Unser Mechaniker ist ausgewandert und verdient dort wesentlich besser als wir es ihm hätten bieten können.
    So sind wir tapfere Einzelkämpfer mit nicht selten 14-15 Stunden täglich in der Fahrradsaison. Es ist anstrengend aber wir tun es gerne und haben eine Menge Stammkunden. Leider leben wir hier in einem Land, indem zu Viele an unserem“ Gewinn“ teilhaben wollen und da rede ich nicht nur von Steuern, sondern Versicherungen, IHK oder Berufgenossenschaften , Gema, und nicht zuletzt die Hausbank, welche auch immer frechere Gebühren verlangt!
    Natürlich haben wir privat vorgesort aber wir wissen auch alle, dass da nicht viel “ bei rumkommt“ und müssen uns freuen, wenn wir Eingezahltes rausbekommen!!!

    Wir sind der 60 nahe,also in einem Alter, da waren unsere Eltern schlich alt 🙂 und haben sich schon auf die Rente gefreut. das ist aber ein anderes Thema !!!
    Wir sollten noch locker 10 – 15 Jahre fit bleiben denn so einen Laden möchte hier Keiner übernehmen, auch unsere Kinder nicht, da sie wissen, gut leben kann man von Selbständigkeit nicht mehr!
    Nicht falsch verstehen: wir lieben unsere Selbständigkeit und unseren kleinen Laden aber es ist verdammt hart geworden!

  33. Lieber Anchu,
    ich kann jedes Wort von Dir unterschreiben! Wenn man Spaß an seiner Arbeit hat (ja ich kenne solche Leute), dann lebt man etwas glücklicher, auch wenn es nicht der Sinn der Lebens ist. Wenn man allerdings seine Arbeit nicht gerne macht und sich nur auf das Wochenende freut, dann stimmt was nicht. Dann muss man was tun. Denn jeder Tag zählt und jeder Tag kann Dein Leben verändern. Nur vor sich hin zu leben und alles zu akzeptieren was mit uns passiert, bringt uns überhaupt nicht weiter. Man muss ja nicht gleich sein Job schmeißen, man kann sich ja erst weiterentwickeln, Kurse besuchen, Kontakte knüpfen, einen zweiten Standbein aufbauen, eine Teilzeitstelle finden. Und irgendwann ist man dann bereit um sich selbstständig machen und sein eigener Chef werden (dafür ist aber auch nicht jeder geeignet).
    Ich wünsche uns allen, dass wir so viel Power und Energie haben, um all unsere Ziele zu erreichen und das Leben zu leben, wie wir es uns immer vorgestellt haben!

    • Wenn man Eure Geschichten so liest, dann habt Ihr ja schon einen ganz schönen Streifen mitgemacht.

      Der Mensch ist nicht dazu da, um 60 Jahre zu arbeiten, um mit ca. 75 Jahren zu versterben. Wer 60 Jahre lang gearbeitet hat und noch stolz darauf ist, hat vom Leben als Mensch gar nichts verstanden oder ist mit sich selbst überfordert. Geld und Konsum können keine pesönlichen Defizite ersetzen ***

      Laßt Euch doch nicht in Konkurrenz zu einander setzen und habt Euch endlich lieb! 😉

      Nie wieder Massnahmen !!!
      Nie wieder 1-Euro-Jobs !!!
      Nie wieder Sanktionen !!!
      Nie wieder Zeitarbeit !!!
      Nie wieder Arbeiten unter dem Mindestlohn !!!

      Ohne Sozialgerichte!

      Eine übersichtliche Sammlung der effektivsten 209 Tipps
      Hartz-IV / Das Kompendium / ULTRA Pack Version 4.6 (complete)
      Release Date 23.12.2016 16:46:13 Uhr MEZ

      Das Inhaltsverzeichnis ist zu erreichen unter
      folgender Internetadresse
      http://hartz4-forum.com

      *** Ein Fischer sitzt am Strand und blickt auf das Meer, nachdem er die Ernte seiner mühseligen Ausfahrt auf den Markt gebracht hat. Warum er nicht einen Kredit aufnehme, fragt ihn ein Tourist. Dann könne er einen Motor kaufen und das Doppelte fangen. Das brächte ihm Geld für einen Kutter und einen zweiten Mann ein.

      Zweimal täglich Fang hieße das Vierfache verdienen. Warum er eigentlich herumtrödele. Auch ein dritter Kutter wäre zu beschaffen; das Meer könnte viel besser ausgenutzt werden, ein Stand auf dem Markt, Angestellte, ein Fischrestaurant, eine Konservenfabrik – dem Touristen leuchteten die Augen.

      „Und dann?“ unterbricht ihn der Fischer.

      „Dann brauchen Sie gar nichts mehr zu tun. Dann können Sie den ganzen Tag sitzen und glücklich auf ihr Meer hinausblicken!“

      „Aber das tue ich doch jetzt schon“, sagte der Fischer.

  34. Die meisten Menschen auf Erden sind total durch das Währungssystem versklavt worden (als Beispiel wenn sie eine Arbeitsstelle und ein Darlehen haben) sind Sie versklavt damit. Diese zahlen ihre ganzes Leben lang Zinsen (@0.5 Million Dollar pro Person über ihre Lebenszeit) und es kommt ihnen nie in den Sinn, daß indem Sie es tun, sie dem System helfen sich zu verstärken, um selbst weiter versklavt zu werden.
    Eine Handvoll Menschen (12 Familien oder so) steuern das gesamte Währungssystem auf Erden. Die meisten Menschen wissen nicht einmal, wer sie sind; sie verstecken sich hinter Banken die sie besitzen. Sie haben die meisten Menschen auf Erden erfolgreich davon überzeugt, daß Geld zu machen das entscheidende Ziel im Leben ist. Sie locken mit verschiedenen Gelder die zu haben sind und Menschen konkurrieren und kämpfen für sie, sind bereit zu töten und fangen sogar einen Krieg an. Sie verleihen auch Gelder an Regierungen und bald ist jeder eine Marionette, die durch einen $. gesteuert wird. Und wer hat den größten Vorteil dabei?

  35. Ich denke genau so wie du. Schon viele jahre denke ich so. Aber die Wege zu finden verschwendet auch viel Zeit. Sogar nach Jahren habe ich immer noch nichts passendes gefunden um so zu leben wie ich möchte. Ich bin immer noch ein Arbeitersklave…Es tut weh deinen Text zu lesen, denn alles klingt so leicht , ist aber sehr weit entfernt von meiner realität

  36. Ein absolut spannendes Thema! Es bringt einfach so viel mehr wenn man sich selber ein smartes Business aufbaut und dann auch davon lebt. Was hat man davon wenn man sein ganzes Leben arbeitet und am Ende realisiert, dass man viel mehr aus seinem Leben hätte machen können!

    Klasse Artikel!

    Liebe Grüße

    Tim

  37. Hi Anchu!

    Genau so sieht’s aus. Wir leben zum Glück im 21. Jahrhundert und können selbst bestimmen mit was wir unsere Tage befüllen. Da jeder Mensch doch einen Großteil seiner Zeit mit Arbeiten verbringt, sollte diese auf alle Fälle Spaß machen.
    Und das Leben ist zu kurz um es mit Tätigkeiten voll zu pumpen, die einen abstumpfen.
    In diesem Sinne: „What I do today is important, because I’m exchanging a day of my life for it!
    Hau rein!
    Michi Hirschmann
    In diesem Sinne: Keine Zeit mehr verschwenden, sondern leben.

  38. Ich bin freiberuflich, arbeite als Lehrkraft/Dozentin (u. a. an einer Uni) und die Arbeit ist prekär (ja, auch an der Uni, man würde es nicht glauben). Das Problem ist: die Arbeit macht Spaß, aber mit dem Gehalt leider weniger. Ich muss Miete etc. bezahlen, an einem materialistischen Leben habe ich kein Interesse, aber das Geld macht mir Sorgen!

  39. Matthias

    Wenn wir alle nur noch das machen was uns erfüllt haben wir bald ein problem… niemand kann mehr einkaufen da es keine Verkäufer mit niedrigem Gehalt gibt. Versandhandel gibt es nicht mehr da alle nur noch studiert sind und niemand im Lager arbeitet. Auto für weite Strecken? Gibt es nicht mehr denn statt in den Fabriken sitzen alle im Garten und bloggen.
    Jeder Job ist scheisse . Knallhart gesagt arbeiten ist das letzte aber es ist ein muss damit die Gesellschaft funktioniert. Ansonsten können wir alle in Höhlen lebende Veganer werden.. aber bedenkt eins..eure Smartphones habt ihr dann auch nicht mehr

  40. Der Beitrag spricht mir aus der Seele. Die meisten Menschen arbeiten wirklich nur um Geld zu verdienen oder um Schmerz zu vermeiden. Sie gehen unterm Strich nur Arbeiten um nichts negatives in Ihrem Leben zu bekommen. Das ist jedoch keine Selbstverwirklichung. Selbstverwirklichung kann nur eintreten, wenn man Tag für Tag etwas macht, was man auch machen würde, wenn man dafür kein Geld bekommt und Geld keine Rolle mehr spielen würde.

    Schuld daran ist die soziale Matrix. Eine komplexe Ansammlung von Glaubenssystemen in deinem Kopf, die dazu führen, dass du nicht der Mensch bist, der du eigentlich sein willst und nicht das Leben lebst, das du wirklich leben möchtest. Diese soziale Programmierung hält uns davon ab, unsere Träume zu erfüllen und hält uns in der Abhängigkeit. Hier kläre ich Leute auf: http://www.sh-lifestylecoaching.com/gesellschaftliche-matrix-soziale-programmierung-bin-ich-ein-schaf-30-symptome/

    LG Sascha

  41. Hallo, ich bin 20 und studiere momentan Mathematik, jedoch ist meine Leidenschafft die Feuerwehr, inder ich sehr aktiv bin und auch sehr gerne Mitglied bin. Ich überlege mir zur Zeit ob ich nicht mein Studium abrechen soll um zur Berufsfeuerwehr zu gehen. „Mache dein Hobby zum Beruf und du musst nie wieder arbeiten.“ Dieses Zitat hatt mich sehr getroffen und zeigt mir umso mehr dass ich das machen soll was ich wirklich will. Als ich Abitur gemacht habe, hat die Gesellschaft mich „dazu gedrängt“ studieren zu gehen, „weil man das so mach“. Jedoch bin ich mir ziemlich unsicher dass ich wirklich zufrieden werde mit meinem Mathematik Studium und dem darauffolgenden Beruf. Das einzige was ich mir denke: Bei der Berufsfeuerwehr wird man nicht so gut bezahlt wie mit einem Mathestudium. Aber ist das Grund genug um meiner Passion nicht nach zu gehen? Nur wegen des Geldes? Meine Eltern unterstützen mich bei beiden Sachen und sagen auch ich soll das machen was mir wirklich gefällt. Wenn ich die Frage stelle: Lieber einen schlecht bezahlten Job und freude am Beruf oder einen gut bezahlten Job den ich weniger mag? Da lautet meine Antwort im ersten Gedanken ganz klar: den Job den ich mag und mich erfüllt, also Berufsfeuerwehr. Jedoch spielt Geld leider eine viel zu wichtige Rolle in der heutigen Gesellschaft. Wenn man aus ärmeren Verhältnissen z.B. stammt so ist es schwerer um in den sozialen Schichten aufzusteigen da man nicht die Möglichkeiten wie Nachhilfe und sonstiges nicht hat. Meine Angst besteht auch darin dass ich nachher eine sehr kleine Wohnung miete und nicht so leben kann wie bis jetzt, obwohl ich nicht soviel standard habe. Ich habe angst dass ich einfach unglücklich werde weil ich mir nicht leisten kann was ich möchte.

  42. V for Vendetta

    Viele Menschen bleiben auf der Strecke, weil die Globalisierung uns mehr zu Leistung zwingt, 100% jetzt 110% und viele werden psychisch krank. Das Konkurrenzdenken macht es auch nicht leichter und dazu noch Neid,Hass,Gier.Ich werde aus Deutschland auswandern.

    • V for Vendetta

      Viele Menschen bleiben auf der Strecke psychisch krank keine kreativität mehr und abhängig vom Staat keine Innovation, sondern Rückschritt durch Globalisierung früher reichte es wenn ein mann gut verdient hat jetzt muss die Frauch auch noch arbeiten um die Familie zu ernähren und ja Konkurrenzdenken Hass,Gier,Neid Arbeitnehmer gegen Hartz IV Empfänger und etc.
      schlechte Lehrer ne Film Alphabet ist sehr gut.
      früher konnte man sich mit Hauptabschluss hocharbeiten und mittlere Reife war auch noch gut jetzt muss man Abi haben oder Studiert sein, aber ich habe mich für Ausbildung entschieden. Meine Eltern haben sich aus der ehemaligen Sowjetunion studiert und hier in BRD wurde das nicht anerkannt und mussten sich wieder hocharbeiten wir sind Russlanddeutsche und was ich in der Schule für ein Mobbing erlebt habe war krass von linksradikalen hin von idioten Rechtsradikalen die kein Gehirn und Empthie und Verstand besaßen. Naja ich werde demnächst auswandern. Ich habe eine mittlere Reife im kaufmännischen Bereich.

  43. Vielen Vielen Dank für den tollen Beitrag. Auch ich habe mittlerweile verstanden, das unser Leben viel zu wertvoll ist, um den ganzen Tag nur arbeiten zu gehen. Ich selbst war auch einer der Menschen, die nach immer mehr Geld strebten. Nachdem ich nun aber schon zwei mal mit Herzproblemen ins Krankenhaus gekommen bin, einen schweren Unfall im Stress hatte und nie Zeit für Familie, Freunde und Haus hatte, habe ich extrem umgedacht.
    Nach der Geburt unseren dritten Kindes sehe ich die Welt eh anders und meine Prioritäten haben sich dahin verschoben die wertvolle Zeit mit meiner Familie zu verbringen und nicht 12 Stunden außer Haus zu sein.
    In meinem letzten Job hatte ich viel mit alten Leuten zu tun. Jeder zweite erzählte mir, das er sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, nie Zeit für Familie da war und das Geld immer nicht reichte. Ich glaube da ist der Groschen bei mir gefallen, denn das wollte ich nun wirklich nicht!!!
    Heute arbeite ich lediglich so viel wie es sein muss um normal Leben zu können und alle meine Sorgen sind verschwunden:-)

  44. Ein wunderbarer Beitrag und ich dachte immer, es würde an mir liegen, dass ich mich im Job wie im Knast fühle. Leider habe ich das System relativ spät verstanden. Nein, ich habe mir mit meinem Mann kein großes Haus mit Garten angeschafft. Der Bankberater hatte uns gesagt, dass wir bei unseren Einkommen locker ne Millionen finanzieren könnten. Haben wir nicht gemacht! Noch ein bisschen gespart und uns eine kleine Wohnung gekauft, sofort bezahlt. Kredite haben wir nie aufgenommen. Irgendwann wurde ich krank und hatte keine Freude mehr im Job. Ich habe den Arbeitsplatz gewechselt und Einkommenseinbußen akzeptiert. Seitdem bin ich happy. Arbeite nur noch 3 Tage, weil ich einfach wenig Geld brauche. Teure Urlaube übrigens auch nicht mehr. Ich befinde mich ohnehin im Dauerurlaubsmodus. Was will ich damit sagen? Überdenkt eure eigenen Ansprüche und schaut euch nicht die beknackte Werbung im TV an.

  45. Ganz großer Artikel von Anchu Kögl. Aber noch größere Kommentare vieler Leser, wie z.B. von Dana, Birgit, Aufgewachter und Webdesigner u.v.m..

    Ich kenne diesen Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung nur allzu gut. Seit 36 Jahren befinde ich mich nun in dieser vollkommen fremdgesteuerten Arbeitswelt, mit ihren kleinen Unterbrechungen (Feierabend, Wochenende, Urlaub) zur Regeneration und Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit.

    Tatsächlich habe ich einige Versuche unternommen, um diesen Irrsinn zu entkommen. Bereits mit 17 Jahren, nach der Hälfte des ersten Ausbildungsjahres, war mir klar, dass ich so nicht leben will: 5 Uhr aufstehen. 1 Stunde zur Arbeit fahren. 8 Stunden arbeiten. 1 Stunde zurück. Und abends wieder auf den nächsten Arbeitstag vorbereiten.
    Aus Angst nie wieder da raus zu kommen, bin ich einfach eines Morgens, statt zur Arbeit zu fahren, einfach abgehauen. Ich war sicher, im sonnigen Süden Europas wäre alles besser. Und die Menschen leben mit Siesta und Fiesta ein viel angenehmeres Leben, als wir zu Pflichtbewusstsein erzogenen Deutschen…
    Nun, die Realität hat mich eines Besseren belehrt. Auch dort müssen die Menschen hart arbeiten. Auch dort gilt: Hasse nix, bisse nix. Die romantische Vorstellung, im Süden lebt es sich besser als in Deutschland wurde mir sehr schnell um die Ohren gehauen.
    Nach ca. 10 Monaten musste ich das Abenteuer aus Geldnot beenden. Zurück in Deutschland habe ich dann erstmal die Wehrpflicht über mich ergehen lassen. Habe anschließend eine Ausbildung abgeschlossen, mich weitergebildet, Wirtschaftswissenschaften studiert, geheiratet, Kinder bekommen – und während der ganzen Zeit gearbeitet. Immer mehr und mit immer besseren Positionen und höheren Gehältern. Den Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung habe ich allerdings nie verloren.
    Zwischendurch war ich auch einmal Selbstständig. Aber besser verdient oder mehr Freizeit hatte ich dadurch auch nicht. Die Existenzangst und der Druck waren nur größer.

    Jetzt bin ich über 50 und es überkommt mich immer mal wieder, dass ich den ganzen Irrsinn hinterfrage. Ich war sogar schon in therapeutischer Behandlung, weil ich glaubte dieses Hamsterrad nicht überleben zu können. Aber irgendwie hat es bis heute funktioniert.
    Wenn ich auf die vergangene 36 Jahre zurückblicke, bin ich überrascht, was und wie ich alles hinbekommen haben. Bzw. wie ich alles habe über mich ergehen lassen.

    Ich kann viele Ratschläge nachvollziehen. Aber dieses „Selbstverwirklichen“, „Aussteigen“ und „Neu-Anfangen“ ist viel leichter gesagt als getan. Erst einmal haben alle Menschen individuelle Möglichkeiten und Voraussetzungen. Und vor allem gehört unendlich viel Glück dazu. Man muss vor allem zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, die richtige Person treffen.
    Noch besser ist es, man erbt oder gewinnt viel Geld.

    Niemand, der nicht so ein toller Selbstversorger ist, oder ein noch tollerer Aussteiger, der unendlich durch die Welt reist, oder ein erfolgreicher Selbstständiger, muss sich als Versager fühlen. Er/sie hatte halt nicht die notwendigen Voraussetzungen. Und letztendlich, auch wenn es schwer fällt, kann man diesen ganzen Systemwahnsinn auch recht glücklich überleben. Denn es gab nicht nur schlechte Zeiten. Der überwiegende Anteil war ganz nett. Ich habe mich 36 Jahre mehr schlecht als recht durchgekämpft. Ich werde es auch die restlichen 15 (oder mehr?) Jahre schaffen.

    Es ist auch ein großer, entscheidender Unterschied, ob man Familie hat, für die man Verantwortung übernommen hat, oder ob man alleine ist. Ich könnte nur jedem(r) raten, der/die schon in frühen Jahren spürt, dass er/sie Schwierigkeiten in diesem Leistungs-, Konkurrenz-, Arbeitssystem hat, auf keinen Fall zu heiraten. Mal abgesehen von den brutalen Gesetzen, die der Staat Scheidungswilligen in den Weg gestellt hat, ist es alleine oftmals einfacher, den eigenen Weg zu gehen. Wenn man aussteigt und untergeht, dann schadet man nur einer Person, und reißt nicht gleich 2, 3 oder 4 unschuldige Personen mit in den Abgrund. (Harte Worte, ich weiß. Aber das Leben ist nun mal hart!)

    Ein schöner Mensch allerdings hat immer die Möglichkeit einen anderen Menschen zu finden, der bereit ist, für den Genuss der Schönheit des anderen zu zahlen. Allerdings muss die Schönheit auch mit einem skrupellosen Charakter gepaart sein. Denn nicht jeder, nur weil er/sie schön ist, ist auch bereit, sich zu verkaufen und Dinge über sich ergehen zu lassen, die er/sie ohne Geld nie akzeptieren würde. Wenn man diese Voraussetzungen erfüllt, dann braucht man diese Art blog nicht zu suchen und zu verfolgen.

    In diesem Sinne wünsche ich allen Mitleidenden viel Glück und, dass alle ihre Wünsche in Erfüllung gehen!

  46. Ein ganz gewiss toller Artikel! Aber:
    Ich bin Musiker und lebe im Grunde schon seit der Schulzeit meinen Traum, Musiker zu sein, es gab nie etwas anderes für mich. Selbstverwirklichung von erster Minute an sozusagen. Durch mein Talent habe ich es auch weit gebracht, habe in New York studieren dürfen mit einem Stipendium, habe auf einem Schiff in der Antarktis gespielt und bin mit verschiedenen Bands in ganz Europa auf Tour gewesen. Zusätzlich habe ich auch noch Musikunterricht gegeben und somit die Geberrolle übernommen.
    Aber! Aber! Aber! Ich bin jetzt 33 und habe in all den Jahren soooo wenig Geld verdient, war noch nie im Leben fest angestellt, immer nur selbstständig, und ich bin jetzt total unglücklich! Klar, Geld alleine macht nicht glücklich, aber Selbstverwirklichung in unserem Gesellschaftssystem eben auch nicht. Bei all der Selbstverwirklichung die ich bisher in meinem Leben erfahren durfte, hat immer der Aspekt der Sicherheit gefehlt. Soweit, dass ich mich jetzt entschlossen habe, meine Berufung zum Hobby zu machen und mich beruflich neu zu orientieren. Sein Hobby zum Beruf zu machen, kann toll sein, aber nur wenn das Hobby einem Geld bringt. Und es ist naiv und weltfremd zu glauben, dass man das mit seinem Hobby tatsächlich schaffen kann. Klar, wenn man 100.000€ angespart hat, vielleicht. Aber grundsätzlich widersprechen sich Selbstverwirklichung und unser kapitalistisches System auf jeder Ebene. Wahre Freiheit kann nur derjenige erlangen, Verantwortung für sich und andere übernehmen kann und seinen Mitmenschen hilft, egal auf welche Art. Wahre Freiheit heißt nicht, sein Ego und seine Selbtsverwirklichung auf Teufel komm raus durchzuziehen. Wahre Freiheit heißt einfach glücklich mit sich selbst sein, scheiß egal ob einen nun das Geld, der Job, die Familie oder ein Surfkurs ist. Nur du alleine bist für dich und dein Glück verantwortlich! In diesem Sinne, Prost auf das Leben 🙂

  47. Sehr interessanter Artikel … Ich komme aus Indonesien, ich lebe dort, wo die Leute mehr arbeiten und es ist Blutfleisch geworden, weil wir in der Schule sind, weil es einfach ist, einen Job zu finden, und unsere Eltern sind sehr unterstützend, als wäre die Schule hier erziehen Sie uns die Arbeit, anstatt ein Feld oder etwas Neues zu schaffen. es ist eine Denkweise geworden. Im Moment erlebe ich dasselbe, was mir meine Arbeit nicht gefällt, aber ich muss für meine Familie arbeiten, ich habe Angst, aber ich drücke und entwickle es nicht, weil ich bereits an die Zeit gebunden bin.

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